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Den Essplatz einrichten

Ist der Tisch gut, sind die Stühle bequem und die Beleuchtung angenehm? Dann nimmt man nicht nur gerne Platz, sondern bleibt auch lange sitzen. Unser kleiner Guide für den Essplatz.
In diesem Artikel
Der Tisch: Form, Material und Größe
Die Stühle: So sitzen Sie gut und bequem
Die Leuchte: Gutes Licht über dem Esstisch

Der Tisch: Form, Material und Größe

Tisch "Fayland" von E15

Größer ist besser: Esstisch "Fayland" von E15.

Form:

Wer für Gleichberechtigung ist und Kommunikation liebt, sollte einen runden Tisch wählen, auch wenn der viel Stellfläche braucht. Hier gibt es kein Tischende, also sitzt auch keiner in exponierter Stellung, alle sind gleich weit voneinander entfernt, haben guten Blickkontakt und können sich prima unterhalten, ohne den Körper drehen zu müssen. Damit vier Personen bequem Platz finden, braucht man eine Platte mit einem Durchmesser von 100 Zentimetern, bei sechs Personen sollten es mindestens 20 Zentimeter mehr sein.

Für große Gruppen taugt ein runder Tisch jedoch nicht. Er müsste nämlich mit einer Einlegeplatte vergrößert werden, und die wird nur selten angeboten, weil sie die Tischform verändert. Rechteckige Tische nutzen Raumnischen und Ecken besser; sicherlich ein Grund, warum diese Form sich im Laufe der Zeit durchgesetzt hat. Gesellig sind solche Tische bei großen Runden allerdings nicht, weil der am Kopfende Sitzende die Stimme erheben muss, um sein Gegenüber zu erreichen. Dafür haben diese Möbel ein großes Wachstumspotenzial, denn in der Mitte und an den Enden können Verlängerungsstücke eingesetzt werden. Sie können noch so filigran gestaltet sein, quadratische Tische wirken wuchtig, und man kommt sich an den Ecken mit den Beinen leicht ins Gehege. Ein Tisch für vier Personen sollte mindestens einen Meter im Quadrat groß sein, acht Personen brauchen eine Tischplatte von 145 mal 145 Zentimetern Größe.

Material:

Tisch "Split" von Muuto

Zeitlos: Esstisch "Split" von Muuto

Ein Holztisch ist der Klassiker. Er hat so viele Fans, weil das Material warm und angenehm in der Berührung ist, egal, ob es sich um Massivholz oder Holzfurnier handelt. Massivholz gibt es in verschiedenen Härten von weicher Erle bis zu harter Esche. Alltagstauglich sind alle Hölzer, aber auch beim härtesten können Sie sicher sein, dass Kinder immer etwas noch Härteres finden, um damit die Oberfläche zu traktieren. Wenn diese nicht lackiert, sondern geölt oder gewachst ist, sind kleine Macken relativ leicht zu beheben. Massivholzplatten sind von Natur aus robust und können deshalb immer wieder abgeschliffen werden, brauchen aber eine regelmäßige Pflege mit Öl oder Wachs. Kratzer auf furnierten Flächen hingegen sind etwas für die Ewigkeit, bei dunklen Hölzern wird zudem die helle Trägerplatte sichtbar.

Wer glaubt, auf Glasflächen gebe es keine Kratzer, der irrt. Dennoch ist Glas sehr robust, es trotzt Flecken, nur fettige Finger hinterlassen Abdrücke. Und: Glas ist kühl, aber ideal für kleine Räume, weil es optisch kaum Raum einnimmt. Fazit: Egal ob Holz, Glas, Naturstein, Beton, Kunststoff oder Metall, jedes Material nimmt harte Gegenstände und auch die meisten säurehaltige Flüssigkeiten übel.

Größe:

Eine Person braucht, um bequem essen zu können, rund 70 Zentimeter Platz am Tisch. Zwei Personen finden also an der Längsseite eines 140 Zentimeter langen Tisches ausreichend Raum. In der Tiefe rechnet man 40 Zentimeter pro Person. Ideal wäre in der Tischmitte ein 20 Zentimeter breiter Streifen für Schüsseln, Schalen und Terrinen, sodass eine Gesamtbreite von 90 bis 100 Zentimetern für einen rechteckigen Esstisch optimal ist. Eine Norm für die Höhe von Tischen gibt es nicht, sie liegt meist zwischen 75 und 78 Zentimetern und sollte auf die Sitzhöhe der Stühle abgestimmt sein.

Wer keinen Raum für einen großen Tisch hat, aber gern Gäste empfängt, wählt am besten einen Verlängerungsesstisch, der mit Platten erweitert werden kann. Tische, die dafür mit einer Mechanik ausgestattet sind, wiegen mehr als solche mit fester Platte und sind in der Anschaffung teurer. Bei Holztischen darauf achten, dass die Platten im Tisch verstaut werden können. So liegen sie plan und bei derselben Temperatur wie die eigentliche Tischplatte, das Holz kann sich so nicht unterschiedlich stark verziehen.

Gestell:

Ganz klassisch steht ein Tisch auf vier Beinen, meist sind sie bündig an den Ecken angebracht, damit sie beim Sitzen nicht stören. Bei Ausziehtischen sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sich Tischfüße oder Tischgestelle und Stühle nach der Erweiterung nicht plötzlich im Weg stehen. Wenn man sich bei runden und ovalen Tischen statt für vier Beine für einen einzigen Tischfuß unter der Mitte der Platte entscheidet, kommen sich Sitzgelegenheit und Tisch garantiert nicht zu nah.

Die Stühle: So sitzen Sie gut und bequem

stuhl_CH33

Stühle "CH 33" von Carl Hansen

Ein Holzhocker tut’s auch, doch wer gern länger am Esstisch sitzt, braucht ein bequemeres Sitzmöbel. Eine weiche Polsterung schmeichelt dem Körper genauso wie eine angenehme Neigung der Rückenlehne, schließlich lehnt man sich nach dem Essen gern zum Entspannen zurück. Freischwinger wippen und entlasten so den Rücken. Mittlerweile werden auch Sitzschalen auf vier Füßen so konstruiert, dass sie auf Druck in der Rückenlehne nachgeben. Es gibt sogar Stühle, bei denen sich Sitz und Rückenlehnen jeder Position synchron anpassen. Und natürlich entlasten Armlehnen den Körper, nicht nur beim Aufstehen.

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Doch letztendlich gibt es nur eine Möglichkeit, den richtigen Stuhl zu finden: Man muss ihn besitzen. Am besten stellt man ihn einmal an den Esstisch. Erst dann sieht man, ob die beiden harmonieren, optisch wie funktional. Und noch zwei praktische Tipps: Von Holzstühlen kann der Soßenklecks weggewischt werden, von Polsterbezügen nicht, und Stapelstühle können im Keller oder in der Ecke platzsparend auf Gäste warten.

Die Leuchte: Gutes Licht über dem Esstisch

Pendelleuchte "Suspence" von Gamfratesi für Lightyears

Leuchten "Suspence" von Lightyears

Man muss schon erkennen können, was auf dem Teller liegt. Eine gute Leuchte am Esstisch ist wichtig, egal ob das Essen, die Spielkarten der Kinder oder die Arbeitsunterlagen der Eltern ins rechte Licht gerückt werden sollen. Die ideale Beleuchtung verteilt Licht auf den gesamten Tisch, am besten als flexible Variante mit höhenverstellbaren Pendelleuchten und dimmbarem Licht. Eine Leuchte oder mehrere kleine Lichtquellen können die Tischform nachempfinden. Bei Tafeln von mehr als zwei Metern Länge wird es schwierig, das Licht an die Tischenden zu lenken, genauso bei einem Verlängerungstisch, der nur bei großen Runden voll ausgezogen wird. Mobile Seil-, Stangen- oder Stromschienensysteme lösen das Problem.

Grundsätzlich gilt: Um den direkten Blick unter den Schirm und damit Blendung zu vermeiden, sollten Leuchten etwa 60 Zentimeter Abstand von der Tischfläche halten, der Lampenschirm sich beim Sitzen also knapp über Augenhöhe befinden. Nur so wird der Blickkontakt mit dem Gegenüber nicht behindert.

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