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Nachhaltiges Küchen-Design

"Grüner" Lifestyle liegt im Trend. Und gutes Design steht längst nicht mehr im Gegensatz zu einer umweltfreundlichen Herstellung. Das gilt natürlich auch für Küchenmöbel.
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Wer heute von einer "grünen" Küche spricht, meint meistens nicht das Farbkonzept. Vielmehr ist die Umweltverträglichkeit von Küchenmöbeln und Elektrogeräten gemeint – das so genannte grüne, nachhaltige Design. Wer bei Lebensmitteln immer öfter zu Produkten mit dem Zusatz "Öko" oder "Bio" greift, möchte seine Biomöhren nicht unbedingt auf einem Küchenbrett aus Urwald-Tropenholz schneiden. Das gibt Minuspunkte in der CO2-Bilanz und macht ein schlechtes Gewissen.

Wann ist ein Produkt nachhaltig?

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"Grünes" oder nachhaltiges Design – auch ökologisches Design oder Eco-Design genannt - konzentriert sich auf eine umfassende Nachhaltigkeit von Produkten. Das beginnt schon bei den ersten Überlegungen zur Form, den eingesetzten Materialien, umfasst die Produktion und auch die spätere Entsorgung in Form von Recycling oder sogar Kompostierung.

Bei der Produktion liegt das Augenmerk darauf, Wasser, Energie und andere Ressourcen zu sparen. Gleichzeitig werden nur giftfreie, recycelte oder nachwachsende Materialien wie zum Beispiel heimische Hölzer oder Bambus benutzt. Beim Transport sollen kurze Strecken und wenig Verpackungsmaterial die Umwelt schonen. Selbst soziale Aspekte wie der faire Umgang und die gerechte Bezahlung von Produzenten und Zwischenhändlern werden häufig berücksichtigt. Und natürlich sollen ökologisch produzierte elektrische Geräte mit hohen Energieklassen später im Betrieb besonders sparsam funktionieren.

Öko, aber mit Stil

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Ob Arbeitsplatte, Kühlschrank oder Esstisch – heute ist fast alles ökologisch korrekt zu bekommen. Dabei hat ein "grüner" Lebensstil beim Wohnen nichts mehr mit dem verpönten Wollsocken- und Kiefernholz-Look früherer Jahrzehnte zu tun. Modernes, anspruchsvolles Design ist auch bei nachhaltigen Küchenmöbeln namhafter Hersteller vertreten. Denn: Vom Tischler gefertigte Möbel aus heimischen Hölzern sind hinsichtlich Nachhaltigkeit zwar nicht zu toppen, aber auch sehr teuer. Glücklicherweise haben aber auch verschiedene Küchenhersteller die Zeichen der Zeit erkannt und achten darauf, ihre Möbel zunehmend ökologisch vertretbar zu produzieren.

Je nach Hersteller werden dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. So verzichten Unternehmen wie Bulthaup und Poggenpohl auf Tropenhölzer, haben Zulieferer aus der Region, benutzen Lacke auf Wasserbasis und sparen mit Leichtbauweisen Rohstoffe. Beim österreichischen Unternehmen Team 7 setzt man auf Massivholz. Die Möbel und Küchen werden mit heimischen Laubhölzern aus nachhaltig bewirtschaften Forsten gefertigt. Dazu benutzen die Mitarbeiter formaldehydfreien Leim und als Oberflächenbehandlung Kräuteröl. Das garantiert umweltfreundliche Küchenmöbel, die auch der eigenen Gesundheit garantiert nicht schaden.

Öko-Label und Siegel

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Neben nachhaltig produzierten Einbaumöbeln für die Küche gibt es umweltbewusste Küchentextilien, Bodenbeläge, Wandfarben, Elektrogeräte und Haushaltsreiniger. Für Klarheit und Überblick sorgen Siegel und Logos. Wie beim "Bio"-Siegel auf Lebensmitteln verweisen sie auf ökologische Fertigung und Verträglichkeit des Produktes. Zu den geläufigsten gehören das Umweltsiegel "Der Blaue Engel", das "EU-Energielabel" für Elektrogeräte und das Label "Öko Control" des Europäischen Verbands ökologischer Einrichtungshäuser.

In der Theorie klingt das gut, in der Praxis kann man bei der Fülle von Logos dann doch schnell den Überblick verlieren. Eine gute Übersicht bietet der Bundesverband Verbraucher Initiative e.V. mit einer Aufstellung von mehr als 400 Produktlabeln. Nach Rubriken wie "Haus- & Elektrogeräte" oder "Holz & Werkstoffe" sortiert, bekommt man hier die relevanten Umweltzeichen mit Kurzbeschreibung übersichtlich präsentiert und kann sich so vor dem Gang zum Fachhändler informieren.

"Grüne" Hersteller im Netz

Neben den Labels bieten spezialisierte Websites die Möglichkeit, sich über Hersteller umweltfreundlicher Geräte und Produkte zu informieren. Beim Produktportal Ecotopten bekommen User Informationen zu effizienten Waschmaschinen, Geschirrspülern und Kühlschränken. Gleiches gilt für den Test-Klassiker Stiftung Warentest. Während sich Ökotest eher Kleingeräten wie Küchenmixern oder Mikrowellen und verträglichen Geschirrspülreinigern widmet. Wer nach ökologisch gefertigten Vollholz-Küchen und Esstischen sucht, wird bei Ökocontrol fündig. Oder kann sich bei Greenpeace mit dem Einkaufsratgeber für Holzprodukte über die ökologische Vertretbarkeit einzelner Holzarten informieren.

Doch es muss ja nicht gleich der Komplettaustausch einer bestehenden Küche sein. Rüsten Sie doch einfach nach und nach um. Denn auch das längerfristige Benutzen von hochwertigen Produkten spart Ressourcen und Energie. Beispiel: Tauschen Sie Ihre alte Arbeitsplatte gegen eine neue aus Bambus oder heimischen Hölzern. Das sieht nicht nur gut aus, sondern unterstreicht auch Ihr ökologisches Bewusstsein.

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