Die Wickelkommode

Was kann alles als Wickelkommode dienen, wo ist sie am besten aufgestellt und was gehört zur Wickelkommode dazu: die wichtigsten Informationen und besonders schöne Modelle.

Boden, Sofa oder Küchentisch - wickeln kann man ein Baby fast überall. Doch auf einer Wickelkommode ist es eindeutig komfortabler. Ihr Rücken bleibt gerade, alle Utensilien sind stets zur Hand und Sie müssen sich nicht erst Platz zum Wickeln verschaffen. Besonders praktisch ist es, wenn man die Wickelkommode später weiter nutzen kann - beispielsweise als Sideboard, Schreibtisch oder Regal.
Varianten der Wickelkommode
Varianten der Wickelkommode Foto: Car Möbel
Auch wenn die meisten Wickelkommoden im Grunde ähnlich sind, gibt es Unterschiede hinsichtlich Handhabung, Platzbedarf und langfristiger Nutzung. Dies sind die gängigsten Wickelkommode-Varianten:
Wickelkommode: Die Wickelkommode ist der Klassiker unter den Babymöbeln. Im Prinzip ist die Wickelkommode ein reguläres Sideboard mit geschlossenen Fächern und Schubladen. Allerdings verfügt eine Wickelkommode über eine extra tiefe und breite Ablagefläche, auf der ein Baby genügend Platz hat. Umlaufende Begrenzungen sollen verhindern, dass das Baby von der Wickelkommode fällt.
Wickeltisch: Im Gegensatz zur klassischen Wickelkommode ist der Wickeltisch kleiner und meist mit offenen Staumöglichkeiten ausgestattet. Auf der Oberfläche ist Platz für eine handelsübliche Wickelauflage. Viele Wickeltische sind in der Höhe verstellbar und mit Rollen ausgestattet. Das macht sie zu einer mobilen und handlichen Wickelkommode, die von Raum zu Raum geschoben werden kann.
Wandwickeltisch: Der Wandwickeltisch ist eine Wickelkommode zum Klappen. Er wird an der Wand montiert und kann bei Bedarf einfach herunter geklappt werden. Das spart Platz und zwingt zur Ordnung auf der Wickelfläche. Darum ist der Wandwickeltisch besonders für kleine und enge Räume geeignet, wo eine große Wickelkommode kaum Platz findet.
Wickelregal: Als Wickelregal wird eine Wickelkommode bezeichnet, die offene Stauflächen besitzt. Statt in Schubladen und hinter Türen stehen bei einem Wickelregal alle Utensilien auf offenen Regalböden. In der Regel ist ein Wickelregal auch schmaler und weniger tief als eine Wickelkommode. Es eignet sich besonders gut für das seitliche Wickeln von Babys.
Wickelbrett: Eine einfache und preiswerte Alternative zur Wickelkommode ist das Wickelbrett. Das flache Brett ist gepolstert und hat einen umlaufenden Fallschutz. Es lässt sich bei Bedarf auf Babybetten, Waschmaschinen oder normalen Kommoden anbringen. Es gibt auch Wickelbretter mit Gestellen, die über der Badewanne montiert werden. Die große Liegefläche eines Wickelbretts ist auch für ältere Kinder geeignet. Wird es nicht mehr gebraucht, kann es platzsparend verstaut werden. Stauraum für Windeln, Reinigungsutensilien oder Mobiles wie bei einer Wickelkommode gibt es jedoch nicht.
Der Platz für die Wickelkommode
Sicherheits-Check

  • ausreichend hoher, umlaufender Fallschutz
  • GS-Prüfzeichen oder andere Gütesiegel
  • Holzlack schweiß- und speichelfest
  • Rollen haben gute Feststellbremsen
  • Nachgewiesenermaßen keine Schadstoffe in Lacken, Kunstoffen oder Textilien
  • keine scharfen Kanten, Spitzen oder elektrische Gegenstände in Greifweite
  • das Kind nie unbeaufsichtigt auf der Wickelkommode liegen lassen

Je nach Platzangebot und Wickelgewohnheiten kann die Wickelkommode fast überall in der Wohnung stehen. Die meisten Eltern platzieren die Wickelkommode im Schlafzimmer oder Kinderzimmer. Braucht das Baby nachts eine frische Windel, ist es vom Babybett nicht weit zur Wickelkommode. Auch im Badezimmer findet sich die ein oder andere Wickelkommode, beispielsweise über der Badewanne oder auf der Waschmaschine. Wer die Wickelkommode immer in der Nähe haben möchte, der greift zum Wickeltisch oder Wickelbrett. Die "Wickelkommode to-go" kann auch in den Garten mitgenommen werden.
Zubehör für die Wickelkommode
Zubehör für die Wickelkommode Foto: Bloom
Allein mit einer Wickelkommode ist es nicht getan. Wer sein Baby komfortabel versorgen möchte, der braucht neben der Wickelkommode auch das passende Zubehör:
Wickelauflage: Diese weiche Unterlage besteht aus Kunststoffen oder Naturmaterialien und macht das Liegen auf der Wickelkommode erst richtig bequem. Ihr Bezug sollte abnehmbar und waschbar sein.
Wärmelampe: Damit Ihr Baby auf der Wickelkommode nicht auskühlt, empfiehlt sich eine Wärmelampe oder ein Heizstrahler - am besten TÜV-geprüft und mit einer Abschaltautomatik. Zur Wickelkommode sollte der Sicherheitsabstand mindestens einen Meter betragen, zur Decke etwa 35 cm und zu den Seitenwänden 20 cm. Bei etwa 23 Grad fühlt sich Ihr Sprössling auf der Wickelkommode am wohlsten.
Leuchte: Eine abgedunkelte oder gedimmte Leuchte sorgt für angenehmes Licht auf der Wickelkommode - für Sie und für Ihr Baby. Die Leuchte sollte nicht zu grell sein, damit das Kleine nachts nach dem Wickeln wieder gut einschlafen kann.
Steckdosen: Stecken Sie alle elektrischen Geräte wie Leuchte oder Wärmelampe an eine Mehrfachsteckdose mit eigenem Schalter. So können Sie nach dem Wickeln alles auf einmal komplett ausschalten. Das verringert die Brandgefahr rund um die Wickelkommode.
Mobile: Ein Mobile über der Wickelkommode sorgt für Ablenkung. Es sieht hübsch aus, weckt die Neugier Ihres Kindes und sorgt für Unterhaltung auf der Wickelkommode.
Fotostrecken rund um Kinderzimmer: