Das Babybett

Bald ist es so weit: Das Baby wird zu Hause einziehen. Damit das Kleine beim Schlafen gut aufgehoben ist, muss ein Babybett her. Wir geben Tipps rund um Modelle, Sicherheit und Textilien.

Babys brauchen viel Ruhe und Schlaf. Daher gehört zur Grundausstattung des Kinderzimmers ein Babybett. Dort ist der Säugling gut aufgehoben, liegt bequem und kann die vielen Eindrücke um ihn herum verarbeiten. Später wird das Babybett zum Spielplatz und ein Platz fürs Toben und Turnen. Keine Frage - ein Babybett muss einiges mitmachen.

Babybett-Modelle

Babybett-Modelle Foto: Bopita
Das richtige Babybett zu finden ist nicht so einfach. Es gibt zahlreiche Modelle, Ausführungen und Bauarten. Doch so viel sei gesagt: Stubenwagen, Wiege und Anstellbett sind für die ersten sechs Monate eine gute Alternative zum klassischen Babybett. Doch etwa ab dem siebten Lebensmonat ist das Baby dafür zu groß. Dann sollte ein eigenes Babybett her oder die vorhandene Schlafstätte vergrößert werden. Viele Hersteller bieten deshalb Erweiterungen an. So kann das Babybett mitwachsen. Hier eine Übersicht der gängigsten Modelle:
Gitterbett: Das Babybett mit Gittern ist das gängigste unter den Babybetten. Typisch für dieses Babybett ist die seitliche Verkleidung mit Stäben. Sie sorgt nicht nur dafür, dass das Baby nicht aus dem Bett fällt, sondern auch für eine gute Luftzirkulation im Babybett. Meist lässt sich die Verkleidung entfernen, Teile herausnehmen und der Lattenrost in der Höhe verstellen. So wachsen einige Modelle mit. Aus dem einstigen Babybett wird durch Ausziehen, Erweitern oder Umbauen ein Kinderbett, Sofa oder gar ein Schreibtisch. Das spart Geld.
Wiege: Die Wiege ist der Klassiker unter den Babybetten. Durch eine flexible Aufhängung oder konvexe Standfüße lässt sich das Babybett bewegen. Der Vorteil: Das Schaukeln wirkt auf den Säugling beruhigend. Allerdings lassen sich nur wenige Modelle umbauen oder erweitern. So ist mit dem Wiegen spätestens dann Schluss, wenn der Säugling aus diesem Babybett herausgewachsen ist.
Stubenwagen: Ein Stubenwagen ist deutlich kleiner als ein Babybett. Er besteht traditionell aus einem Korb auf einem Gestell mit Rollen. So kann das Babybett von Raum zu Raum geschoben werden, ohne dass das Baby aufwacht. Meist ziert ein Betthimmel diese Art von Babybett. Allerdings ist auch hier das Kind irgendwann zu groß für das Babybett.
Beistellbett: Ein praktisches Babybett ist das so genannte Beistell- oder Anstellbett. Dieses Babybett kann direkt an das Elternbett gestellt und mit ihm verbunden werden. So muss die Mutter beim nächtlichen Stillen nicht aufstehen. Tagsüber lässt sich das Babybett abnehmen. Durch Umbauen oder Erweitern kann das Babybett beispielsweise als Stubenwagen verwendet werden. Auch hier gibt es mitwachsende Modelle.

Der Platz fürs Babybett

Sicherheits-Check

  • Sprossenabstand beim Gitterbett liegt zwischen 4,5 und 6,5 cm
  • keine scharfen Kanten oder Spitzen
  • höhenverstellbarer, stabiler Lattenrost mit engen Latten
  • keine Lücke zwischen Matratze und Bettgestell
  • Abstand zwischen Matratze und Bettoberkante: mind. 30 bis 60 cm
  • GS-Prüfzeichen oder andere Gütesiegel
  • Holzlack schweiß- und speichelfest
  • Nachgewiesenermaßen keine Schadstoffe in Lacken, Kunstoffen oder Textilien
  • Rollen haben gute Feststellbremsen

In den ersten Monaten ist es kein Problem, wenn das Baby unterschiedliche Schlafstätten hat. Etwa im Alter von sechs Monaten nimmt es den Schlafort bewusst wahr. Darum sollte es ab dann im Babybett schlafen. Das Kind verbindet so das Babybett aktiv mit dem Zustand des Schlafens. Das ist für die Schlafgewöhnung sehr wichtig.

Sie können das Babybett in Ihrem Schlafzimmer oder im Kinderzimmer platzieren. Wenn Sie das Babybett im elterlichen Schlafzimmer haben, dann ist nachts der Weg zum Baby kürzer - bei einem Beistellbett müssen Sie nicht einmal mehr aufstehen. Wachen Sie allerdings beim kleinsten Geräusch Ihres Sprösslings auf, dann sollten Sie darüber nachdenken, das Babybett ins Kinderzimmer zu stellen. Mit geöffneten Türen oder einem Babyphon haben Sie das Babybett dennoch in Hörweite. Immer wichtig: ausreichende Luftzirkulation im Babybett und etwa 18 Grad Schlaftemperatur.

Textilien im Babybett

Achten Sie auf schadstofffreie Textilien im Babybett. Im Babybett hat das Baby sehr langen und intensiven Hautkontakt mit Kissen, Decke & Co. Rückstände von Schadstoffen können Allergien auslösen und gesundheitsschädlich sein. Hierauf sollten Sie achten:
Foto: Hülsta
Matratze: Wählen Sie für das Babybett eine Latex- oder Schaumstoffmatratze, wenn möglich mit Belüftungskanälen. So kann das Baby auch dann frei atmen, wenn es sich im Babybett auf den Bauch dreht. Darum sollte eine Babymatratze auch nicht zu weich sein. Eine Einsinktiefe von maximal zwei Zentimetern reicht aus.
Kopfkissen: In den ersten beiden Lebensjahren gehört kein Kopfkissen ins Babybett. Es ist nicht nur überflüssig, sondern sogar gefährlich. Das Kissen kann die Atmung des Babys behindern.
Decke: Natürlich soll das Baby nicht auskühlen, doch zu viele und zu dicke Decken sind im Babybett fehl am Platz. So kann das Kind schnell überhitzen. Eine Baumwolldecke und eventuell ein zusätzliches Deckbett genügen völlig.
Babyschlafsack: Ein Babyschlafsack macht zusätzliche Decken im Babybett überflüssig. Meist genügt ein leichter Sommerschlafsack für das ganze Jahr.
Kuscheltiere: Stofftiere, Spieluhren und Mobiles gehören auch zum Babybett und helfen beim Einschlafen. Doch achten Sie darauf, dass nicht zu viel davon im Babybett landet. Zum Schmusen genügt ein kleines Kuscheltier.