Filz

Filz steht bei Designern und Möbelmachern wieder hoch im Kurs. Aus dem weichen Naturmaterial Filz werden Wohn-Accessoires, Teppiche und Möbeloberflächen gemacht.

Foto: ambientedirect.com
Farbenfroh oder in puristischem Grau, als schickes Sitzkissen, Schlüsselanhänger oder Zeitschriftenkorb: Filz steht bei Designern und Möbelmachern wieder hoch im Kurs, ist aber ein Material mit langer Geschichte. Filz soll sogar älter sein als gewebte Stoffe und ist vermutlich seit der Steinzeit bekannt. Fast alle Fasern lassen sich zusammen mit Wollfäden zu Filz verarbeiten: Baumwolle, Seide, Hanf, Kunstfasern wie Polyacryl und auch verschiedenste Tierhaare ergeben Filz mit unterschiedlicher Struktur. Filz wird außerdem nicht nur in mühevoller Handarbeit, sondern auch industriell produziert und Dämmmaterialien, Dichtungen im Sanitärbereich und Wasserfiltern beigefügt.

Herstellung und Eigenschaften von Filz

Herstellung und Eigenschaften von Filz Foto: Hey-Sign
Zwei Verfahren gibt es bei der Herstellung von Filz: Um Nadelfilz herzustellen, werden lockere Fasern auf einen Nadelbalken gelegt. Die darauf befestigten Nadeln stechen immer wieder in das Vlies und verschlingen die Einzelfasern nach und nach zu einem festen Filz. Bei industriell gefertigtem Nadelfilz trägt ein einzelner Nadelbalken viele tausend Nadeln, die für einen gleichmäßig festen Filz sorgen. Wichtig: Filz ensteht grundsätzlich durch das Verdichten einzelner Fasern, die danach ein untrennbares Gewebe bilden. Filz ist damit ein viel dichterer Stoff als gewebtes Material.
In trockenem Zustand ist Filz stabil und formbeständig, ist er feucht, lässt sich Filz leicht in unterschiedliche Formen bringen. So entstehen Teppiche, Möbelbezüge, Vorhänge oder schicke Taschen aus Filz. Vorteil: Filz kann ohne Mehraufwand zerschnitten werden, ein Umnähen wie bei anderen Stoffen ist nicht nötig.
Foto: Maren Stoever
Wer so genannten Walk- oder Pressfilz produzieren möchte, muss Filz in aufwändiger Handarbeit herstellen. Dabei wird zum Beispiel Wolle per Hand zerfasert. Die kleinen Abschnitte, aus denen der Filz entstehen soll, werden in unterschiedlicher Richtung aufeinander gelegt und mit Dampf oder Seifenlauge angefeuchtet. Danach muss das Vlies so lange geklopft und gepresst werden, bis ein fester Filz entsteht. Auch diese Art Filz ist sehr widerstandsfähig. Seine Fasern können, sind sie einmal fest miteinander verbunden, nicht mehr voneinander gelöst werden.

Vorteile

  • moderne und hochwertige Optik
  • weich und anschmiegsam
  • unkompliziert zu reinigen
  • muss nicht versäumt oder umgenäht werden
  • meistens Naturmaterial

Filz ist weich, anschmiegsam, hält warm und ist meistens ein Naturmaterial. Filz ist außerdem leicht, robust und kann mit einem milden Waschmittel vorsichtig von Hand gewaschen werden. Das ist praktisch gerade bei Glasuntersetzern, Sitzkissen oder Tischsets aus Filz. Doch Vorsicht: Filz verformt sich bei Feuchtigkeit. Trocknen Sie Filz am besten im Liegen und ziehen Sie den Filz noch im feuchten Zustand vorsichtig in seine Ursprungsform.

Selbst wer kein Experte an der Nähmaschine ist, kann mit Filz kreativ werden. Weil die Fasern von Filz durch seinen Herstellungsprozess untrennbar miteinander verbunden sind, können Sie mit Filz Accessoires und Wohn-Deko-Gegenstände selbst herstellen, ohne zu Nadel und Faden zu greifen.

Nachteile

  • trocknet schwer
  • minderwertiger Filz wird schnell hart

Ist Filz einmal nass, kann sein Trockenvorgang selbst bei warmem Sommerwetter einige Zeit in Anspruch nehmen. Weil die Fasern von Filz so eng miteinander verbunden sind, saugt das Material Feuchtigkeit besonders gut auf und gibt sie nur nach und nach wieder an die Umgebungsluft ab.

Achten Sie bei industriell hergestellten Produkten aus Filz auf eine qualitativ hochwertige, möglichst natürliche Materialzusammensetzung. Minderwertiger Filz ist nicht so einfach zu reinigen wie hochwertiger Filz und wird zudem oft schon nach der ersten Wäsche bretthart.

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