Feng Shui

Feng Shui bringt den Chi-Fluss in Schwung und sorgt dafür, dass Sie sich zu Hause richtig wohl fühlen. Wie Sie nach Feng Shui-Regeln einrichten und wie das aussieht, erfahren Sie hier.

Die Lehre des Feng Shui gibt Anregungen, wie sich Räume, Wohnungen, Häuser und Gärten so einrichten lassen, dass sich positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden ergeben. Feng Shui ist ein ganzes Paket unterschiedlicher Methoden, mit deren Hilfe sich herausfinden lässt, welche Farben, Formen und Materialien an den richtigen Stellen platziert den Fluss der Lebensenergie Chi anregen. Dabei lässt sich Feng Shui mit allen Einrichtungsstilen verbinden, egal ob modern, mediterran oder Landhausstil.
Die Lebensenergie Chi im Feng Shui
Die Lebensenergie Chi im Feng Shui Foto: Maren Stöver
Feng Shui beschreibt die Beziehung zwischen Mensch und Natur und erklärt, wie das Lebensumfeld positiv beinflusst werden kann. Die Worte "Feng" und "Shui" kommen aus dem Chinesischen und heißen übersetzt "Wind" und "Wasser". Die treibende Kraft im Feng Shui ist das Chi - die unsichtbare Lebensenergie, die es gilt, in Schwung zu halten.

Im Feng Shui als Einrichtungsstil geht es darum, das Chi ungehindert durch die Wohnräume strömen zu lassen. Wird nämlich der Fluss des Chi gefördert, steigt auch das persönliche Wohlbefinden. Räume, die nach Feng Shui gestaltet sind, sollen eine positive Atmosphäre ausstrahlen und ihren Bewohnern ein Gefühl von Schutz, Geborgenheit und Stärke geben.

Man kann sich den Fluss des Chi wie ein Walzer tanzendes Paar vorstellen, das sich harmonisch schwingend durch die Wohnung bewegt. Es kommt durch Türen in die einzelnen Zimmer, dreht ein paar Runden und zieht durch dieselbe Tür oder eine andere wieder ab. Ein Teil des Chi verlässt auch durch Fenster oder Kamine die Räume und sorgt so für einen stetigen Fluss.
Der Lageplan des Bagua im Feng Shui
Der Lageplan des Bagua im Feng Shui Foto: Miguel Baptista
Wer einen Raum oder Garten, eine Wohnung oder ein Haus nach Feng Shui gestalten möchte, der kann auf das Bagua zurückgreifen. Dies ist ein schematisches Handwerkszeug des Feng Shui, das zur idealen Aufteilung, Ausstattung und Nutzung der Wohnräume dient. Das Bagua des Feng Shui ist in acht Lebensbereiche unterteilt, die sich in Form eines Quadrats oder Achtecks um den zentralen Bereich, das Thai Chi, gruppieren. Diese Bereiche, die so genannten Häuser, sind Karriere, Hilfreiche Freunde, Kinder, Partnerschaft, Ruhm, Reichtum, Familie und Wissen.

Und so wendet man das Bagua an: Das Bagua wird über den Grundriss gelegt und so angepasst, dass der Großteil des Grundrisses vom Schema erfasst wird. Der Eingang liegt dabei in den Häusern Wissen, Karriere oder Hilfreiche Freunde. Das Bagua ordnet nun Teile, Räume und Ecken des Grundrisses den einzelnen Häusern des Feng Shui zu. Jedes Haus steht für einen bestimmten Lebensbereich, den es gilt, mit Farben, Materialien und Formen passend zu gestalten. So kann das Chi besser fließen und wirkt positiv auf das allgemeine Wohlbefinden.
Die Häuser des Bagua im Feng Shui
Die Häuser des Bagua im Feng Shui Foto: Olaf Szczepaniak
Das Bagua des Feng Shui soll dabei helfen, Schwächen und Stärken des häuslichen Umfelds zu erkennen und durch gezielte Feng Shui-Maßnahmen aufzuwerten. Dabei dienen die Häuser des Bagua als praktischer Leitfaden beim Einrichten und Gestalten.

Karriere:
Das Haus symbolisiert im Feng Shui die Lebensaufgabe und den Lebensweg. So sollte der Bereich, der in diese Bagua-Zone fällt, hell und klar gestaltet sein. Die Farbe Blau kann hier günstig wirken.

Partnerschaft:
Im Feng Shui steht das Haus für die Beziehungen zu anderen Menschen. Der Bereich sollte so gestaltet sein, dass man sich dort gerne aufhält. Eine gemütliche Sitzecke, weiche Textilien oder ein runder Tisch, an dem man gemeinsam essen und reden kann, betonen das. Zur farblichen Gestaltung können Gelbtöne, Weiß und Rosé verwendet werden.

Familie:
Schön gerahmte Bilder, eine Fotowand und Erbstücke machen Bereiche, die in das Haus der Familie fallen, harmonisch. Im Feng Shui steht es für Vorfahren und Eltern sowie die Beziehung zu ihnen.

Reichtum:
Das Haus symbolisiert den finanziellen Wohlstand, positive Erlebnisse und bereichernde Erfahrungen. Was an den äußeren und inneren Reichtum erinnert ist in dieser Zone des Feng Shui gut aufgehoben. Grün- und Rottöne passen hier besonders gut.

Tai Chi:
Das Zentrum symbolisiert Gesundheit und Ausgewogenheit. Da hier das Chi zusammen fließt, sollte dieser Bereich frei gelassen werden. Nach Feng Shui wirken Gelb- und Ockertöne an dieser Stelle harmonisierend.

Hilfreiche Freunde:
Dieses Haus des Feng Shui steht für Unterstützung und Schutz. Die Zone sollte einladend gestaltet sein, zum Beispiel mit frischen Blumen, Edelsteinen oder Metallobjekten. Besonders gut passen laut Feng Shui die Farben Weiß, Schwarz, Grau und Silber.

Kinder:
Im Feng Shui symbolisiert dieses Haus den Anfang und das Leben, das immer wieder neu erschaffen wird. Kreativität und Fantasie werden in diesem Bereich gefördert. Ideal für ein helles Arbeitszimmer mit inspirierender Musik, ansprechenden Bildern und blühenden Blumen.

Wissen:
Dieses Haus steht für die innere Erkenntnis. Feng Shui verbindet damit auch Verlässlichkeit, Beständigkeit und Willenskraft. Daher ist es ein guter Platz für eine Bibliothek. Grüntöne können hier mit roten Akzenten aufgepeppt werden.

Ruhm:
Ruhm symbolisiert im Feng Shui, wie man von anderen wahrgenommen wird. Die Farbe Rot sowie Licht und helle Einrichtungsgegenstände sorgen für eine positive Außenwirkung. Sie stehen für Klarheit und sollen den Bewohnern helfen, den richtigen Weg zu finden.
Die fünf Elemente im Feng Shui
Die fünf Elemente im Feng Shui Foto: Maren Stöver
Jedes Haus des Bagua kann außerdem einem Element zugeordnet werden. Im Feng Shui sind fünf Elemente wichtig: Wasser, Erde, Metall, Feuer und Holz. Stimmt man Möbel und Accessoires darauf ab, kann sich laut Feng Shui die positive Wirkung des Chi verstärken.

Holz:
Das Element Holz wird mit den Häusern Eltern und Reichtum in Verbindung gebracht. Es steht für die Farbe Grün und kann mit Holz- und Korbmöbeln, Baumwolle oder Bambus umgesetzt werden. Hohe, schlanke Formen, Zimmerpflanzen und Schnittblumen stehen im Feng Shui ebenso für das Element Holz.

Feuer:
Mit Feuer verbindet man im Feng Shui die Farbtöne Rot und Orange sowie das Haus Ruhm. Dieser Bereich kann mit Kerzen, Leuchten oder einem Kamin verstärkt werden. Für Möbel und Accessoires eignen sich hier spitze und kantige Formen.

Erde:
Gelb- und Brauntöne sowie flache Formen passen gut zum Element der Erde. Dieses wird laut Feng Shui mit den Häusern Wissen, Partnerschaft und dem Thai Chi gleichgesetzt. Die Naturmaterialien Leinen, Terrakotta, Keramik, Porzellan, Ton und Stein unterstreichen den ausgleichenden Charakter dieses Elements.

Metall:
Jegliche Metalle, Glas und Kristalle stehen für das Element Metall. Ihm werden im Feng Shui die Häuser Hilfreiche Freunde und Kinder zugeordnet. In der Farbgestaltung eignen sich Weiß, Silber und Gold. Möbel und Accessoires können runde und kupplige Formen haben, glänzend oder matt sein.

Wasser:
Feng Shui ordnet das Element Wasser dem Haus Karriere zu. Schwarz, Violett- und Blautöne sowie wellige und unregelmäßge Formen lassen hier das Chi besonders gut fließen. Hinzu kommen Accessoires wie Aquarien, Zimmerbrunnen, Bilder mit Flüssen oder Feuchtpflanzen. Glas und Seide können ebenfalls bei der Einrichtung verwendet werden.
Einfache Einrichtungstipps für Feng Shui
Deko-Basics

  • Schale mit frischem Wasser und Blüten
  • Windspiel aus Muscheln, Treibholz oder Glas
  • Zimmerpflanzen und frische Blumensträuße
  • Kerzen und Teelichter
  • Accessoires aus Porzellan, Metall oder Holz
  • gemütliche Sitzecken mit weichen Textilien
  • Bilderrahmen mit Portraits geliebter Personen

Wer nicht gleich sein ganzes Zuhause à la Feng Shui einrichten möchte, der kann auch mit kleinen Tricks den Chi-Fluss in Schwung bringen.

Ordnung und wenige, ausgewählte Accessoires sind typisch für Feng Shui. Nutzen Sie auch die heilsamen Kräfte der Natur, indem Sie Ihre Dekoration der jeweiligen Jahreszeit anpassen. Dazu eignen sich im Feng Shui Blumen, Blätter, Hölzer, Steine, Muscheln oder eine Schale Wasser. Gesunde Pflanzen auf der Fensterbank verhindern, dass das Chi durch die Fensterfläche verloren geht. Flattrige Pflanzen am Boden verlangsamen das Chi und halten es länger im Raum.

Harmonisch wirken Räume, die mit verschiedenen Lichtquellen gut ausgeleuchtet sind. Besonders dunkle und unbelebte Ecken bekommen so eine extra Portion Chi. Den Fluss des Chi regen auch Gläser, Spiegel und glänzende Oberflächen an. Hierfür eignen sich Kerzenleuchter, Kristallschalen, farbige Gläser oder Windspiele. Spiegel haben im Feng Shui eine besondere Bedeutung. Sie können Schönes widerspiegeln, Weite in einen Raum holen und ermöglichen den Blick nach hinten, der beruhigend wirkt.

Ein Schreibtisch steht ideal, wenn man weder die Tür im Rücken hat noch direkt aus dem Fenster schauen kann. Das Gleiche gilt auch für Sitz- und Sofaecken. Der Schlafraum sollte nach Feng Shui Ruhe ausstrahlen und wenig Ablenkung bieten, wie etwa durch Elektrogeräte oder Spiegel. Das Bett sollte so platziert sein, dass es mit dem Kopfteil an einer Wand und nicht zwischen Fenster und Tür steht. Ist das nicht möglich, lenkt ein Windspiel das Chi wieder in die rechten Bahnen und lässt die Bewohner ruhig schlafen.
Weiterführende Seiten zu Feng Shui:
www.fengshui-verband.eu
deutsches-fengshui-institut.de

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