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Den Nachttisch inszenieren

Wer sagt, dass ein Nachttisch immer ein Tisch sein muss? Hier kommen drei Styling-Ideen, die den Platz neben dem Bett zum Hingucker machen.
In diesem Artikel
Variante A: Schöne Kisten als Nachttisch
Variante B: Kleine Beistelltische neben dem Bett
Variante C: Stuhl & Hocker als Nachttisch inszenieren
Wohn-Coach: alle Themen

Ohne Nachttisch geht's einfach nicht – allein schon um Wecker, Brille und Buch in Griffweite zu haben. Aber es muss nicht immer ein Tisch sein. Hier zeigt Wohn-Coach Bettina Eulenburg drei Alternativen zum ewig gleichen Nachttisch-Paar – und gibt die Antwort auf die Frage: Was stelle ich neben mein Bett?

Wohn-Coach

In unserer Serie erklärt Bettina Eulenburg, wie man kleine Einrichtungsfragen lässig löst. Als SCHÖNER WOHNEN-Redakteurin und Stylistin weiß sie genau, worauf es beim Einrichten und Dekorieren ankommt.
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Variante A: Schöne Kisten als Nachttisch

Metallboxen in verschiedenen Größen kann man wunderbar neben dem Bett arrangieren. Die Kombination aus Alt und Neu sowie elegante Accessoires sorgen für interessante Kontraste.

Den Nachttisch inszenieren

Schöne Kisten als Nachttisch: Metallboxen machen sich gut neben dem Bett und lassen Krimskrams verschwinden.

1. Stauraum aufstöbern:
Schöne Boxen kann man fast überall finden: auf dem Flohmarkt, dem eigenen Dachboden, im Designgeschäft um die Ecke. Den Alukoffer habe ich im Baumarkt entdeckt. Solche Kisten sind praktisch, weil sie Stauraum bieten. Ich bewahre in der Box neben dem Bett all meine Fotos auf.

2. Gleiche Formen wählen:
Gruppen müssen zusammenhalten. Das gilt auch beim Einrichten. Die Boxen sind eckig, ihre Form verbindet sie. Ich habe neue mit älteren gemischt. Die alten Kisten geben dem Ensemble Persönlichkeit, denn sie haben eine Geschichte.

3. Mit Gefühl arrangieren:
Ich stelle den größten Gegenstand immer zuerst hin. Der Koffer bildet den Schwerpunkt, alles andere habe ich um ihn herum platziert. Harmonische Proportionen sind wichtig. Dank der verschiedenen Größen lassen sich die Boxen stimmig und abwechslungsreich anordnen.

4. Stilbrüche wagen:
Die elegante Tischleuchte mit dem gewölbten Glasfuß ist ein toller Kontrast zu den kantigen Metallboxen. Ich liebe es, mit Stilbrüchen zu spielen. So entsteht Spannung. Was funktioniert, muss jeder für sich sehen und entscheiden. Einfach ausprobieren!

Produkte im Bild:


  • Metallbox (Weiß) ca. 80 Euro: Normann Copenhagen über www.lys-vintage.com
  • Metallkasten, Preis auf Anfrage:
  • Wandfarbe, Nr. 04.033.03:
  • Tischleuchte, Preis auf Anfrage:
  • Alles Weitere: privat

 

Variante B: Kleine Beistelltische neben dem Bett

Neben bunten Bettnachbarn wacht man gut gelaunt auf. Die beiden Beistelltische bieten genug Fläche für Leuchte, Bücher und Brille. Der eine ist zart, der andere robust. Genau dieser Unterschied macht den Reiz aus. Mit farblich verwandter Deko kann man ihn betonen.

1. Passende Tische entdecken:
Zum Glück gibt es gerade viele tolle kleine Beistelltische und Hocker. Die sind etwa 45 Zentimeter hoch und damit ideal, um sie neben das Bett zu stellen. Weil sie so angesagt sind, bieten fast alle Geschäfte hübsche Exemplare an.

2. Sich in einer Farbwelt bewegen:
Der Hocker mit seinen schmalen Formen und den rosafarbenen Füßen ist feminin, der Tisch mit dem Rand und den breiten Beinen dagegen robust. Das warme Holz und das Rot passen aber zusammen, sodass die beiden Möbel nebeneinander gut aussehen. Ein unterscheidendes und ein verbindendes Element sind mir wichtig, denn nur wenn beides stimmt, kann eine Einrichtung wirken.

Den Nachttisch inszenieren

Kleine Beistelltische neben dem Bett: Kräftige Töne wie Rot dominieren von allein und sollten den Schwerpunkt setzen. Mit zu vielen starken Farben wirkt ein Raum schnell überladen.

3. Ausreichend Ablage schaffen:
Zwei Nachttische, doppelt so viel Fläche. Auf den einen lassen sich Wecker und Leseleuchte stellen, auf dem anderen Lieblingsbücher stapeln. Ich habe aber auch darauf geachtet, dass genug Platz ist, um bequem aufstehen zu können oder die Vorhänge aufzuziehen. Die Möbel sollten nicht nur den Raum, sondern auch unseren Alltag verschönern.

4. In Beziehung setzen:
Ich hänge Bilder gern niedrig auf. So gehen sie einen spannenden Dialog mit dem Rest der Einrichtung ein: Das Bett, der Hocker und die Lampe stehen vor dem Druck und verdecken ihn zum Teil. Erst diese Beziehung macht die einzelnen Stücke besonders. Aus jedem Blickwinkel nimmt man die Dinge anders wahr, das Ensemble wirkt so sehr lebendig. Reiht man sie nebeneinander auf, sieht es oft aus wie im Museum.

5. Einfach experimentieren:
Es sollte nicht alles perfekt sein. Das Kabel der Hängeleuchte habe ich mit einem Kabelbinder fixiert, damit sie auf der richtigen Höhe hängt. Ein neongrünes Masking Tape sähe sicherlich auch toll aus als Kontrast zu dem Orange.

Produkte im Bild:


  • Beistelltisch "Around", ca. 319 Euro: Muuto über
  • Teppich "Pinocchio", ca. 249 Euro: Hay über www.lys-vintage.com
  • Hängeleuchte "E27", ca. 59 Euro: Muuto über
  • Wandfarbe Nr. 01.005.01:
  • Tischleuchte und Plakat: Einzelstücke über
  • Alles Weitere: privat

 

Variante C: Stuhl & Hocker als Nachttisch inszenieren

Sitzmöbel lassen sich perfekt zum Nachttisch umfunktionieren. Sind sie auch noch höhenverstellbar, kann man sie flexibel einsetzen und spannend inszenieren.

1. Zweckentfremden:
Ich mag es, umzudenken. Warum einen Stuhl immer an den Esstisch stellen? Er kann genauso gut selbst als Tisch dienen. Am besten sich in der Wohnung umschauen und verschiedene Sitzgelegenheiten neben dem Bett platzieren. Wenn es nicht passt, einfach zurückstellen. Oft muss man länger ausprobieren, bis einem etwas gefällt.

2. Gleiches zu Gleichem gesellen:
Zwei Hocker, ein Stuhl: Ich habe nur Sitzmöbel eingesetzt. Wenn ich Möbel zweckentfremde, bleibe ich immer bei einer Art. Das schafft eine Struktur, ohne die das Arrangement beliebig wirken kann. Was auch hilft: in einer Stilwelt bleiben. Ich habe mich für Vintage-Stücke entschieden, weil ich den Industrie-Look mag. Es klappt aber genauso mit modernen Stühlen oder Designklassikern, je nach Geschmack.

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Mit unterschiedlichen Wandfarben kann man den Schlafbereich optisch vom Rest des Zimmers trennen – so wirkt der Raum viel aufgeräumter.

3. Auf Höhe setzen:
Den Barhocker habe ich hochgeschraubt. Die verschiedenen Ebenen lassen das Ensemble interessanter aussehen, als wenn alles auf einer Linie abschließen würde. Die unterschiedlichen Ablagehöhen sind auch praktisch: Der Wecker wandert am Wochenende auf den hohen Hocker, sodass man ihn samstagmorgens nicht gleich als Erstes sieht. Am Sonntagabend zieht er wieder eine Etage weiter nach unten, auf Augenhöhe.

4. Abstand wahren:
Dinge lassen sich miteinander in Beziehung setzen, indem man sie nah oder weit voneinander platziert. Den Stuhl und den Hocker am Bett habe ich sehr eng nebeneinander gestellt, sie bilden eine Einheit. Der kleine Hocker, links zu sehen, steht etwas abseits. Auf den ersten Blick wird so klar: Er gehört nicht mehr zur Gruppe der Nachttische, aber mit seinem Industrie-Look doch noch irgendwie dazu. Das sorgt für Spannung!

Produkte im Bild:


  • Hocker: Einzelstück über
  • Stuhl und Leuchte: Einzelstücke über
  • Wandfarbe Nr. 04.014.06:
  • Tapete "Concrete":
  • Vasen "Elevated", ca. 99 Euro, und "Silent", ca. 35 Euro: Muuto über
  • Alles Weitere: privat

 

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