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So funktioniert ein Wandgarten

Ein Wandgarten schmückt nicht nur die Wohnung, sondern bietet noch viele weitere Vorteile. Wir zeigen, wie Sie sich mit ihm ein Stück Natur ins Haus holen.
Schönes Grün für zu Hause
In diesem Artikel
Pflanzen im Wandgarten
Installation und Standort eines Wandgartens
Wandgarten: Die Pflege
Vorteile eines Wandgartens
Anbieter von Wandgärten

Wie wäre es statt eines Bildes mit einem Wandgarten im Wohnzimmer? Was Pioniere wie der französische Botaniker Patrick Blanc schon seit einigen Jahren mit teilweise hundert Quadratmeter großen Anpflanzungen an Hausfassaden vormachen, wird zunehmend im Innenbereich möglich: Gärten senkrecht an der Wand anbringen. Das kann der Farnteppich im Wohnzimmer genauso gut sein, wie die leicht erreichbare Kräuterwand als Wandgarten in der Küche.

Aufbau eines Wandgartens

Das Prinzip Wandgarten ist grundsätzlich ganz einfach. Im Gegensatz zu herkömmlicher Wandbegrünung draußen, bei der einzelne Pflanzen wie Efeu oder Wein eine Wand emporranken, werden bei Wandgärten eine Vielzahl von Pflanzen übereinander und nebeneinander angebracht. So wird die Wand grün.

Was auf den ersten Blick natürlich aussieht, ist mit Technik verbunden. Abhängig von der Größe und des eingesetzten Systems ist die Installation eines Wandgartens mehr oder weniger aufwändig. Sprich: Es braucht gewisse Vorbereitungen, bis es an der Wand grünt. So werden häufig zunächst eine geeignete Wandkonstruktion und eine wasserdichte Dämmschicht zur Wand hin installiert. Dann erst folgt die eigentliche Pflanzschicht des Wandgartens.

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Ein Wandgarten funktioniert auch als eine Alternative zum Fenster.

Je nach Wandgarten-System kann das sehr unterschiedlich sein. Die Spannbreite reicht von mit Erde gefüllten Textiltaschen über gestapelte Kästen bis zu bildähnlichen – und genauso leicht handhabbaren – Fertigmodulen mit Substrat und Steinwolle. In diesem zwischen 5 bis 20 Zentimeter tiefen Untergrund wachsen dann die Pflanzen direkt an Wand. Da in solch einer Position herkömmliches Blumengießen nahezu unmöglich ist, haben die meisten Systeme einen zu befüllenden Wasserspeicher oder verfügen über einen direkten Wasseranschluss, der mehrmals am Tag automatisch geöffnet wird. Durch einfaches Herunterrieseln von Etage zu Etage oder ein Schlauchsystem bekommen dann alle Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit und Dünger. So entfällt das lästige und in der Höhe auch problematische Gießen einzelner Pflanzen.

Pflanzen im Wandgarten

Ganz wichtig für alle Wandgarten-Interessierte: Bei einer grünen Wand fangen Sie nicht bei Null an und müssen warten, bis die Pflanzen endlich sprießen. Die Pflanzen sind vorgezogen, so ist mit der Installation eines vertikalen Gartens auch die Wand gleich vollständig begrünt. Dazu werden die Pflanzen relativ dicht gepflanzt, damit auch wirklich nur ihr grünes Blattwerk zu sehen ist.

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Gewürze stets im Griff: Wandgarten mit Küchenkräutern.

Nicht jede Pflanze oder Blume ist für einen Wandgarten geeignet. Wichtigste Voraussetzung ist, dass die Pflanzen die Zimmerwärme vertragen. Robuste Farne und so genannte Warmhauspflanzen mit großem Blattwerk wie Monstera, Kletterfeige oder Philodendron-Arten sind daher erste Wahl. Mal werden unterschiedliche Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchshöhen und Grünfärbungen miteinander gemischt oder es entstehen monochrome Sortierungen, bei denen lediglich einzelne Pflanzen Akzente setzen. So können Wandgärten auch verschiedenen ästhetischen Ansprüchen genügen – von üppig natürlichem Wuchs bis zu eleganten und fast grafischen Arrangements.

Installation und Standort eines Wandgartens

Wie bei herkömmlichen Zimmerpflanzen ist auch beim Wandgarten die Lichtsituation zu berücksichtigen. Je nach ausgewählter Pflanze ist das Wandgrün mehr oder weniger genügsam und kann auch einen halbschattigen Standort verkraften. Einige Wandgarten-Systeme arbeiten mit Leuchten, um vom Tageslicht unabhängig zu sein. So können sie auch an weiter innen liegenden, dunkleren Orten im Haus problemlos eingesetzt werden. Spezielle Lampen wie Halogen-Metalldampflampen sorgen hier für das notwendige Licht. Aus diesem Grund ist bei solchen System ein Stromanschluss unerlässlich. Wer ein Haus baut und sich für einen Wandgarten interessiert, sollte daher frühzeitig mit seinem Architekten sprechen, damit alle notwendigen Anschlüsse wie Wasser und Strom mit eingeplant werden können.

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Grüne Kunst: Ein Wandgarten ersetzt auch Bilder.

Generell ist es bei großen Wandgärten immer ratsam, einen Fachmann die Installation vornehmen zu lassen. Insbesondere, weil viele Systemanbieter schon jahrelange Erfahrung mit der Installation und Pflege solcher Systeme aus dem öffentlichen Bereich haben. Daneben gibt es auch Wandgarten-Systeme für den Selbstbau – sie sind für kleine Flächen gedacht und eher als blühende Bilder oder vertikal angeordnete Blumenkästen zu bezeichnen. Aufgrund ihrer kleineren Größe lassen sie sich vergleichsweise leicht installieren. Abhängig von der Größe und der Installation durch den Fachmann muss man mit Preisen zwischen 150 und mehreren Tausend Euro rechnen.

Wandgarten: Die Pflege

Mit der Installation eines Wandgartens ist es allein nicht getan. Aufgrund der Kombination von senkrechter Installation, Wasser und lebenden Pflanzen ist bei einem Wandgarten die Wartung und Pflege sehr wichtig. Nur so können Wasserschäden im Vorfeld vermieden werden und bleibt die Wand auch immer schön grün. Je nach System kann das in Eigenregie passieren oder es werden entsprechende Serviceverträge abgeschlossen. Dazu gehört dann die Wartung und Reinigung des Wandgartens, Pflanzenschnitt, Schädlingskontrolle und der eventuelle Austausch verkümmerter Exemplare.

Vorteile eines Wandgartens

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Für ein besseres Klima: Mit seinen Pflanzen verbessert jeder Wandgarten die Raumluft nachhaltig.

Egal, für welche Form von Wandgarten man sich entscheidet, die Wohnung wird mit dem Grün definitiv bereichert. Gerade bei großen Anpflanzungen macht sich sofort die Verbesserung der Akustik bemerkbar – vorhandener Hall oder Störgeräusche werden augenblicklich minimiert. Auch das Mikroklima verbessert sich: Die Blätter geben Feuchtigkeit an den Raum ab – so wird trockener Raumluft in der Heizperiode vorgebeugt. Daneben reichern die Pflanzen die Luft mit Sauerstoff an und filtern sogar Schadstoffe und Feinstaub heraus. Neben diesen eher technischen Vorteilen ist die wohltuende Wirkung der Pflanzen nicht zu unterschätzen. Ihr Grün entspannt den Blick und beruhigt das Gemüt.

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