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Antikmöbel aufarbeiten

Ein Schnäppchen vom Flohmarkt selbst aufzumöbeln ist viel einfacher, als man denkt. Unsere gelernte Tischlerin verrät Ihnen die besten Tipps und Tricks.
In diesem Artikel
Materialien
Anleitung

Materialien


  • Schleifpapier (Körnung 180 bzw. 240)

  • Stahlwolle

  • Verdünner

  • Schellack

  • Breiter Pinsel

  • Wachs (z.B. Fußbodenwachs)

  • Weiches Tuch

Anleitung

1. Alte Lackschichten, Farb- und Klebereste...
...entfernt man am besten mit Schleifpapier der Körnung 180 oder 240. Denn bevor neue Farbe oder Lack aufgetragen werden kann, muss die Oberfläche erst einmal von allen alten Schichten befreit werden. Wichtig: Immer in Faserrichtung des Holzes arbeiten. Für Schnitzereien und runde Formen eignet sich am besten Stahlwolle - sie ist flexibler als ein Blatt Schleifpapier.
Sitzt der alte Lack besonders fest, hilft so genannter Verdünner, eine leicht flüchtige Flüssigkeit, die Farben und Lacken beigesetzt ist. Die Lösung sparsam auf das Holz geben und gleichmäßig verteilen. Nach ca. 20 Minuten lassen sich die gelösten Lackschichten mit dem Spachtel herunternehmen. Auch hier wieder darauf achten, in Faserrichtung des Holzes zu schaben.
Achtung: Verdünner sind gesundheitsschädlich. Nicht einatmen oder verschlucken! Nach Gebrauch unbedingt gut lüften oder noch besser – gleich im Freien arbeiten.

2. Lackieren
Bevor das gute Stück in neuem Glanz erstrahlt, müssen alle Oberflächen gründlich angeraut sein. Deshalb nach Verwendung des Verdünners noch einmal alle Flächen anschleifen. Nun kann der Schellack mit einem breiten Pinsel aufgetragen werden. Bei diesem Lack handelt es sich um einen natürlichen Rohstoff, der häufig zum Restaurieren alter Möbel eingesetzt wird. Auch bekannt durch die gleichnamigen Schallplatten wissen jedoch die wenigsten, dass dieses Material aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus gewonnen wird: Um ein Kilo Schellack zu ernten, benötigt man rund 300.000 Tiere!
Schellack trocknet schnell, deshalb sollte er zügig verstrichen werden. Stellen Sie das Möbel am besten in optimaler Arbeitshöhe und gut zugänglich auf. So lässt sich der Lack bequem und sauber auftragen – ohne Tropfnasen und Schlieren.

3. Polieren
Dafür muss man nicht einmal zum professionellen Restauratorenwachs greifen – einfacher Fußbodenwachs eignet sich ebenso. Ist der Schellack getrocknet, wird das Wachs mit einem weichen Tuch auf die Holzoberflächen aufgetragen und poliert. So erhält das Möbel nicht nur einen schönen Glanz sondern auch gleichzeitig eine Versiegelung: Es wird widerstandfähiger gegen Schmutz und Feuchtigkeit.

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