Sauna zu Hause

Sauna "Pur" von Erdmann

Sauna "Pur" von Erdmann

Foto: Erdmann Saunabau

Draußen ist es rau und ungemütlich, Entspannung und Wärme werden jetzt immer wichtiger. Kamin und Wolldecke sind schon Ihre besten Freunde? Richtig so. Aber wir kennen da ein noch besseres Rezept: eine eigene Sauna zu Hause.

In der dunklen Jahreszeit sind Wellnessoasen und Saunalandschaft beliebter denn je – entsprechend voll sind die öffentlichen Anlaufstellen. Aber warum eng gedrängt auf vollgeschwitzten Holzbänken sitzen, wenn man sich zu Hause den Traum einer eigenen Sauna erfüllen kann? Keine Angst: Eine Sauna zu Hause ist heutzutage kein wuchtiger Holzklotz mehr, der im Keller versteckt werden muss. Die moderne Sauna zu Hause ist platzsparend und oft sogar vom Designer entworfen. Hier haben wir ein paar Tipps für Ihre ganz private Sauna zu Hause.

So unterstützt die Sauna zu Hause Ihre Gesundheit

Die Sauna zu Hause ist gerade in der kalten Jahreszeit eine tolle Art der Entspannung. In gewohntem Ambiente kann man relaxt mehrere Saunagänge genießen und sich zwischendurch in den eigenen vier Wänden ausruhen. Die traditionelle finnische Sauna genießt man bei 80 bis 90 Grad und trockener Luft. 10 bis 20 Prozent Luftfeuchtigkeit sind dabei ideal.
 Durch das Wechselspiel von Heiß und Kalt – der Schwitzphase während des Saunaganges und dem anschließenden Kaltbad – wird der Körper abgehärtet und ist dadurch resistenter gegen grippale Infekte. Außerdem entspannt die Sauna die Muskulatur, senkt den Blutdruck und regt den Kreislauf an. In der Sauna selbst ist es ganz oben am heißesten, durch einen Aufguss steigt die Luftfeuchtigkeit schlagartig an und die Temperatur erreicht ihren Höhepunkt. Zwei oder drei Saunagänge inklusive Ruhephasen bringen die größte Entspannung. Dabei sollte ein Saunagang nicht länger als 15 Minuten dauern.

Der richtige Platz für die Sauna zu Hause

Puristisches Design in coolem Wohnambiente: "Classico" von Klafs Puristisches Design in coolem Wohnambiente: "Classico" von Klafs

Foto: Klafs
Die Sauna zu Hause ist Ihre persönliche Wellnesszone und ein Ort der Entspannung. Ein schönes Ambiente ist deshalb sehr wichtig. Inzwischen gehört die Sauna zu Hause nicht mehr nur in den Keller – immer öfter wird sie in den Wohnbereich integriert. Der große Vorteil: Wenn die Sauna nicht in der untersten Ecke des Hauses versteckt wird, wird Sie viel häufiger genutzt. In einem großen Badezimmer ist die Sauna zu Hause genauso gut aufgehoben, wie auf dem ausgebauten Dachboden, in einem ungenutzten Raum nahe des Schlafzimmers, im Wintergarten oder im Garten selbst. Hauptsache, Dusche und Bad sind schnell zu erreichen und eine entsprechende Ruhezone findet auch noch Platz. Besonders schön ist es, wenn man von der Saunaliege aus durch große Glasscheiben in den Garten schauen kann – oder sogar aus der Sauna selbst. Entsprechende Design-Saunen mit Glasfront gibt es von vielen Herstellern.

Voraussetzungen für den Einbau einer Sauna zu Hause

Da die Hersteller immer stärker auf Design setzen, fügt eine Sauna zu Hause sich inzwischen problemlos in das Wohnambiente ein. Grundsätzlich kann eine Sauna in jedem Raum des Hauses aufgestellt werden. Beim Einbau gilt es aber dennoch, ein paar Bedingungen zu beachten.

1. Standort für die Sauna zu Hause

Eine Sauna zu Hause benötigt verhältnismäßig viel Platz – auch wenn es inzwischen sehr platzsparende Modelle gibt. Außerdem werden Anschlüsse für Strom und Wasser benötigt. Sie sollten sich vorher also gründlich überlegen, wo der Einbau der Sauna wirklich Sinn macht. Der Untergrund, auf dem die Sauna aufgestellt wird, muss glatt und vor allem wasserfest sein. Hierfür eigenen sich am besten Fliesen.

2. Belüftung der Sauna zu Hause

Eine hochwertige Sauna hat eine dampfdichte Isolierung. Durch das entstehende Schwitzwasser kann in dem Raum, in dem sich die Sauna befindet, aber erheblicher Schaden entstehen, sofern er nicht ausreichend belüftet werden kann. Fenster oder eine mechanische Belüftung sind deswegen ein Muss.

3. Abkühlung nach dem Saunagang

Bei jedem Saunagang wechseln sich Hitze und Abkühlung ab. Um den Körper unmittelbar nach der Sauna kalt abduschen zu können, sollte sich die Dusche deshalb in der Nähe befinden. Außerdem braucht der Körper nach der Sauna vor allem Sauerstoff - ein Zugang zur frischen Luft (z.B. durch eine Terrassentür) ist ebenfalls sinnvoll.

4. Ruhephase nach der Sauna zu Hause

Um dem Körper nach dem Saunagang die nötige Entspannung zu gönnen, sollten Sie für bequeme Möbel wie Liegen oder Sofas sorgen.

5. Erhitzung der Sauna zu Hause

Die finnische Sauna erreicht Temperaturen von über 90 Grad Celsius. Ob diese schnell erreicht sind, hängt von der Raumgröße ab: Für 4,5 Kubikmeter braucht der Saunaofen eine Leistung von ca. 6 kW, für 8 bis 12 Kubikmeter braucht man einen 7,5-Kilowatt-Ofen, für 10 bis 14 Kubikmeter schon 9 kW. Platzsparend ist ein Unterbankofen – allerdings muss man dann auf Aufgüsse verzichten.

6. Stromanschluss der Sauna zu Hause

So gut wie jede Sauna benötigt einen Starkstromanschluss. Da die elektrische Zuleitung meist 400 Volt beträgt, lassen Sie hier lieber einen Fachmann ran. Er kann die Anschlüsse verlegen und sich gleichzeitig um den Anschluss des Saunaofens kümmern.

7. Sauna zu Hause und Umweltschutz

Wer mit gutem Gewissen entspannen will, der achtet beim Kauf der Sauna auf ein FSC-Siegel (Forest Stewardship Council): Produkte mit diesem Zertifikat unterliegen von der Beschaffung des Rohstoffes bis hin zum Endkunden strengen Kontrollen.

8. Sauna zu Hause und Sicherheit

Ein anderes wichtiges Siegel kommt vom Verband der Elektrotechnik: Das VDE-Prüfsiegel garantiert einen hohen Qualitätsstandard für die technische Ausstattung der Sauna.

9. Kosten für die Sauna zu Hause

Die Kosten für eine Sauna zu Hause variieren stark: Je nach Hersteller, Größe und Design kann man von ca. 800 bis zu mehreren Tausend Euro in eine Heimsauna investieren.

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