Freistehende Badewanne

Luxus: große Rundbadewanne "Geo 190" von Kos

Luxus: große Rundbadewanne "Geo 190" von Kos

Foto: Kos

Eine frei im Raum stehende Wanne ist der Inbegriff des modernen Luxus-Bades. Diese Modelle punkten mit ausgefallenem Design und raffinierten Extras.

Sie ist wieder da, die freistehende Badewanne. Was viele noch von historischen Fotos oder aus Altbauwohnungen kennen, hat jetzt wieder einen festen Platz im Badezimmer. Dabei ist eine moderne freistehende Badewanne nicht mit Großmutters Waschzuber zu vergleichen. Die freistehende Badewanne von heute ist Luxus pur.

Freistehende Badewanne aus Holz bis Beton

Badewanne "Ocean Shell" aus Holz von Bagno Sasso

Badewanne "Ocean Shell" aus Holz von Bagno Sasso

Foto: Bagno Sasso
Holz, Beton oder moderne Verbundstoffe: Die freistehende Badewanne von heute ist vielseitig. Entsprechend hat sich das Design der freistehenden Badewannen verändert: Sie sind Blickfang und Solitär im Bad. Dabei überraschen die Hersteller immer wieder mit neuen Formen und Konzepten für die freistehende Badewanne. Mal erinnert sie an traditionelle Versionen aus Gusseisen, dann wieder ist sie ein sanft geschwungener Wellness-Bassin aus Holz oder gar aus soliden Werkstoffen wie Beton, Stahl-Email, Sanitäracryl und Mineralwerkstoffen. Massagedüsen, eine Wasserheizung oder Mood-Lichter, die das Wasser auf Wunsch einfärben, sind außerdem bei fast jeder freistehenden Badewanne gegen Aufpreis zu haben.

Freistehende Badewanne aus Stahl-Email

Seit man zu Anfang des letzten Jahrhunderts damit begonnen hatte, eine freistehende Badewanne aus emailliertem Stahl herzustellen, haben Stahl-Email-Wannen ihren Siegeszug angetreten. Der glasartige Überzug ist unempfindlich, gut zu pflegen und lässt sich notfalls reparieren. Von Kritikern wird die Oberfläche von einer freistehenden Badewanne aus Stahl-Email als kalt empfunden.

Freistehende Badewanne aus Sanitäracryl

In den 70er Jahren hatte man erfolgreich damit experimentiert, dünnwandig geformtes Acryl mit verstärkenden Materialien wie Glasfaser zu verbinden. Eine freistehende Badewanne aus Acryl ist leicht, Bohrungen für Armaturen können noch vor Ort erfolgen, und die Oberfläche wirkt angenehm warm. Nachteile: Sanitäracryl reagiert empfindlich auf sehr große Hitze und ätzende Chemikalien. Kleine Macken lassen sich aber gut reparieren. Mit einem speziellen Set vom Hersteller schleift man Kratzer einfach an und füllt sie wieder auf.

Freistehende Badewanne aus Mineralwerkstoffen

Badewanne "Ottocento" aus Cristalplant

Badewanne "Ottocento" aus Cristalplant

Foto: Agape
"Quaryl", "Cristalplant", "Quarrycast" , "Varicor" – im hohen Preissegment trifft man auf verschiedene Materialbezeichnungen. Gemeint sind Mineralwerkstoffe, also Kunstharze, denen gemahlene Mineralien beigemischt wurden. Der bekannteste Mineralharz ist Corian. Vorteil: Das Material wirkt warm, es besteht aus einer homogenen Schicht und da es gegossen wird, lässt sich eine freistehende Badewanne in ungewöhnlichen Formen realisieren.

Im Trend: große Wannen

Die freistehende Badewanne wird immer größer. Während sie sich vor wenigen Jahren noch kaum von den verkleideten und an der Wand angebrachten Modellen unterschied, gewinnt die Größe bei der freistehenden Badewanne zunehmend an Bedeutung. Zwei Meter Länge oder voluminöse, kreisrunde Ausführungen sind bei freistehenden Badewannen keine Seltenheit mehr. So ist es teilweise fast schon schwer zu sagen, wo eine freistehende Badewanne aufhört und ein Whirlpool anfängt.

Eine freistehende Badewanne kaufen

Eine freistehende Badewanne mit Whirlpoolfunktion und großzügigen Maßen liegt natürlich nicht mehr in der gleichen Preisklasse wie frühere Standard-Badewannen. Mehrere Tausend Euro sind für eine freistehende Badewanne in jedem Fall einzuplanen. Hinzu kommen höhere Kosten für die Armaturen, die im besten Fall ebenfalls freistehend sind. Wer an einen Kauf denkt, sollte vorher zur Statik einen fachmännischen Rat einholen, da Modelle aus Beton oder Naturstein bereits ohne Wasserfüllung mehrere Hundert Kilogramm wiegen können.
Ungewöhnlich aber wichtig: Vor dem Kauf unbedingt probesitzen beziehungsweise probeliegen. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie entspannt in der Wanne liegen können, nicht ins Wasser rutschen und kein Ablauf oder eine Armatur die Badefreuden stören.

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