Wolldecke

Wolldecke aus Grobstrick von Style Heaven, ca. 199 Euro, www.style-heaven.com

Wolldecke aus Grobstrick von Style Heaven, ca. 199 Euro, www.style-heaven.com

Foto: Style Heaven

Was wäre unser Sofa ohne eine kuschelig weiche Wolldecke? Investieren Sie in gute Qualität, denn erst eine Wolldecke aus reinem Naturmaterial wärmt wirklich. Was eine Wolldecke aus Mohair von einer aus Merinowolle unterscheidet, lesen Sie hier.

Warum eine Wolldecke aus reiner Wolle sein sollte
Seit mehr als 5.000 Jahren nutzen Menschen Wolle, um Kleidung, Teppiche oder Decken herzustellen. Das liegt vor allem an ihrer Fähigkeit, Wärme zu speichern und zu regulieren. Eine Wolldecke aus reiner Wolle ist in ihrer Fähigkeit, uns zu wärmen, einem Modell aus Kunstfasern weit überlegen.
Eines haben alle Wollarten gemeinsam: die Gefahr der Knötchenbildung bei starker Nutzung. Dieses so genannte Pilling sieht zwar unschön aus, ist aber eigentlich ein Hinweis auf die gute Qualität der Wolldecke. Am sichersten lassen sich die Knötchen mit einem speziellen Wollmesser entfernen. Im Notfall und mit etwas Geschick können Sie die Wolldecke aber auch mit einer Schere oder einem Einwegrasierer von den Knötchen entfernen.
Eine Wolldecke neigt dazu, Gerüche anzunehmen. Dagegen hilft regelmäßiges Lüften. Dazu stellen Sie die Wolldecke am besten auf einen Wäschetrockner ins Freie. Direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermieden, um die Farben vor dem Ausbleichen zu schützen. Noch effektiver ist es, die Wolldecke in feuchter Luft aufzuhängen – im Bad oder draußen an einem nebligen Tag, allerdings nicht in den Regen.
Foto: thinkashmir.com
Es lohnt sich immer, in eine Wolldecke aus reinem Naturmaterial zu investieren. Auch Wolldecken tragen ein Label, dem Sie die Materialzusammensetzung entnehmen können. Eine hochwertige Wolldecke hat einen Wollanteil von 100 Prozent. Auch wenn der Wollanteil geringer ist, können Wolldecken qualitativ hochwertig sein. Gute Beimischungen sind Seide oder Viscose – oft sind die Decken dadurch geschmeidiger. Viele Hersteller vermischen auch verschiedene Wollsorten miteinander, beispielsweise Merinowolle mit Kaschmir.

Für welche Wolle Sie sich entscheiden, hängt von Ihrer persönlichen Vorliebe ab:
Wolldecken aus Schafwolle
Wolldecken aus Schafwolle Foto: Das Wollnetz
Zu den ältesten und am meisten genutzten Textilfasern gehört die Schafwolle. Unter den Wollfasern ist sie gleichzeitig die preiswerteste – trotzdem sind Wolldecken vom Schaf warm, temperaturausgleichend und flauschig weich. Sehr gute Schafwolle liefern Merino-Schafe, die ursprünglich aus Kleinasien stammen. Heute zählen aber vor allem Australien, Spanien, Neuseeland, China und Russland zu den vorrangigen Züchtungsgebieten. Die Schafe werden ein- bis zweimal jährlich geschoren und ihre Wolle ist insgesamt sehr gleichmäßig, weich, leicht und fein – was auch bei den fertigen Wolldecken spürbar ist.

Noch weicher sind Wolldecken aus Lammwolle, die man bei der ersten Schur der Schafe erhält. Die hochwertige Lammwolle stammt ebenfalls vom Merino-Schaf und ist so weich, dass sie an Kaschmir erinnert.

Wolldecken aus Schafwolle sollten Sie nicht selber waschen, sondern in die Reinigung geben. Sie lassen sich durch das Aufhängen in feuchter Luft gut auffrischen.
Wolldecken aus Kaschmir
Wolldecken aus Kaschmir Foto: Creswickwool
Das feinste Edelhaar ist Kaschmir. Die Fasern sind so fein, dass eine Wolldecke aus Kaschmir nichts als ein sanftes, kuscheliges Gefühl auf der Haut hinterlässt – von Kratzen keine Spur. Die Ziegen, die diese exquisite Wolle liefern, leben in extremen Höhen (bis zu 5.000 Meter) in der Mongolei, Persien und Afghanistan. Nur in diesen Gebieten kann sich unter dem gröberen Deckhaar der Tiere ein weiches Flaumhaar bilden, welches die Tiere vor den extremen Wetterbedingungen schützt. Die seidig glänzende Wolle wird nicht durch Scheren, sondern einmal im Jahr durch Auskämmen gewonnen. Pro Tier beträgt die Ausbeute nur etwa 100 Gramm. Somit ist Kaschmir das wertvollste und teuerste Naturhaar. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass es sich bei der Wolldecke tatsächlich um Kaschmir handelt: Wolldecken aus Kaschmir – meist handelt es sich um leichte Reisedecken – lassen sich durch einen Fingerring ziehen. Bei 30 Grad und mit einem Wollwaschmittel kann die Wolldecke sogar per Hand gewaschen werden. Nach dem Waschen bitte nur leicht ausdrücken und dann glatt zum Trocknen aufhängen.
Wolldecken aus Mohair
Wolldecken aus Mohair Foto: Eagle Products
Mohair ist die Bezeichnung für die Wolle der Angora-Ziegen, die zuerst in der Türkei gezüchtet wurden. Ihre Wolle zeichnet sich durch lange, weiße, seidig glänzende Locken aus. Wolldecken aus Mohair haben besonders leuchtende Farben, sind wunderbar weich und filzen nicht. Der Faserverband ist so fest, dass Sie Ihrer Wolldecke immer wieder durch kräftiges Bürsten neues Volumen geben können. Mohairdecken dürfen Sie keinesfalls selber waschen, sondern sollten Sie fachmännisch trocken reinigen lassen.
Wolldecken aus Alpaka
Wolldecken aus Alpaka Foto: Alpaka-Welt
Zu den edelsten Wollsorten der Welt zählt Alpaka. Wolldecken aus diesem Material zeichnen sich durch ihre luxuriöse Weichheit aus, die durch die extrem feinen und dünnen Fasern möglich wird. Die Alpakas leben in den südamerikanischen Anden, eine Region, die für ihr raues Klima bekannt ist. Dieses sorgt dafür, dass Wolldecken, die einen hohen oder gar 100-prozentigen Anteil Alpaka haben, einzigartige Isoliereigenschaften besitzen und fünfmal wärmer sind als Decken aus Schafwolle. So bleibt es unter der Wolldecke garantiert kuschelig warm. Wichtig für Menschen, die eigentlich allergisch auf Wolle reagieren: Alpaka-Wolle enthält kein Lanolin (Wollfett), welches meist der Auslöser für die Allergie ist. Eine Wolldecke aus Alpaka bitte nur in der chemischen Reinigung säubern lassen.
Wolldecken aus Kamelhaar
Wolldecken aus Kamelhaar Foto: naturfasern.my-designblog.de
Ein beliebtes Material für kuschelige Wolldecken ist auch das Kamelhaar. Dabei wird meist das wertvolle Baby-Kamelhaar verwendet. Das weiße oder naturblonde Fell der jungen Kamele wird wegen seiner natürlichen Färbung geschätzt und deshalb selten überfärbt. Das Haar selbst ist sehr fein, weich und sehr lang (im Durchschnitt ein cm). Die Tiere werden übrigens nicht geschoren, sondern werfen ihr Haar einmal im Jahr - bis zu 5 kg - büschelweise von selbst ab. Auch Wolldecken aus Kamelhaar sollten in die Reinigung gebracht werden.
Der Begriff Schurwolle
Die Bezeichnung Schurwolle dürfen nach dem Textilkennzeichnungsgesetz nur Produkte tragen, die ausschließlich aus Fasern bestehen, die zuvor noch nie einem Fertigungsprozess ausgesetzt waren. Schurwolle wird durch das Scheren lebendiger Tiere gewonnen und Wolldecken aus diesem Material sind besonders hochwertig.
Hersteller und Shops:
Artedona www.artedona.com
Begg Scotland www.beggscotland.com
Birkiland www.birkiland.com
Eagle Products www.eagle-products.de
Elvang www.elvang.net
Ferm Living www.ferm-living.com
Forster www.forster-plaids.de
Giesswein www.giesswein.com
Glen Saxon www.glensaxon.de
Hay www.hayshop.dk
Heins Home www.heinshome.nl
Hessnatur www.hessnatur.de
Klippan www.klippanyllefabrik.se
Manufactum www.manufactum.de
Ritter Decken www.ritter-decken.de
Scholten & Baijings www.scholtenbaijings.com
Steiner 1888 www.steiner1888.at
Von Wilmowsky www.vonwilmowsky.com