Walnussholz

Walnussholz gilt als das edelste einheimische Holz. Es wird daher für gehobene Innenausstattungen und Möbel verwendet und dient auch als Ersatz für Tropenholz.

Foto: Heike Schröder
Walnussholz hat sich über Vorder- und Mittelasien bis Süd-, West- und Mitteleuropa verbreitet. Werden Walnussbäume angebaut, handelt es sich hauptsächlich um strauchartige Gewächse, die zur Gewinnung der Früchte - den Walnüssen - gepflanzt werden. Vor allem in Kalifornien und Frankreich gibt es große Plantagen, in denen die Walnüsse geerntet werden. Obwohl Walnussholz sehr wertvoll ist, wird der Baum nur selten in Wäldern zur Holzgewinnung kultiviert. Das Walnussholz stammt in erster Linie von Fruchtbäumen, die auf den Plantagen gefällt werden. Als Wallnussholz bezeichnet man nur das Holz der "Echten Walnuss", während unter dem Begriff "Nussbaumholz" mehrere Nussbaumarten zusammengefasst sind.

Aussehen

Die Farbe von Walnussholz kann in hellen grau- bis dunkelbraunen oder schwarzbraunen Tönen variieren. Die Maserung ist sehr belebt und zeichnet sich durch eine ausgeprägte Struktur aus, die gestreift oder unregelmäßig wolkenförmig geadert sein kann. Bei diagonalem Anschnitt bilden sich im Walnussholz zarte zungenförmige Muster in der Maserung. Die Poren sind bei Walnussholz in der Oberfläche zu erkennen. Die Fasern des Holzes können unregelmäßig verlaufen.

Eigenschaften

Vorteile

  • attraktive Farbe und Maserung
  • leicht zu bearbeiten
  • Alternative zu Tropenholz
  • heimisches Holz, daher gute Ökobilanz

Walnussholz arbeitet nur wenig und verzieht sich daher kaum. Aufgrund seiner unregelmäßigen Fasern ist Walnussholz nur schwer spaltbar und neigt zum Ausreißen. Ansonsten ist Walnussholz sehr formstabil. Unter den einheimischen Hölzern gehört Walnussholz zu den schweren Hölzern und ist sehr hart und fest. Die Verarbeitung von Walnussholz bringt keine Schwierigkeiten mit sich und lässt sich sowohl manuell als auch maschinell gut durchführen. Walnussholz ist leicht zu sägen, zu messern und zu schälen sowie ausgezeichnet zu schnitzen und zu drechseln. Die Behandlung der Oberfläche bietet ebenfalls keine Probleme. Es lässt sich hervorragend beizen, mattieren und polieren. Kommt Walnussholz in Kontakt mit Eisen, kann es unter Einfluss von Feuchtigkeit zu blauen oder schwarzen Verfärbungen kommen. Im Freien ist Walnussholz nicht besonders wetterfest, gegenüber Holz zersetzenden Insekten aber beständig.

Verwendung

Nachteile

  • teuer
  • geringe Verfügbarkeit
  • nicht wetterfest

Das wertvollste Walnussholz liefern die Wurzeln des Baumes. Sie werden für die Herstellung von Furnieren verwendet und diese werden auch als Wurzelfurniere bezeichnet. Da Walnussholz zu den exklusivsten einheimischen Hölzern zählt, werden hochwertige Produkte wie Möbel für den gehobenen Innenausbau aus Walnussholz gemacht. Als Furnier wird Walnussholz für Möbel aller Art sowie für Wand- und Deckenverkleidungen, Türen und Fußböden eingesetzt. Da Walnussholz leicht zu verarbeiten ist, wird es auch gerne für kleinere Drechsel- und Schnitzarbeiten wie Schachbrettfiguren, Teller, Dosen, Kerzenständer oder Intarsien verwendet. In der Fahrzeugindustrie ist Walnussholz ein beliebtes Ausstattungsholz für gehobene Automarken. Auch als Ersatz für Tropenholz wird Walnussholz gerne genutzt.