Lärchenholz

Das heimische Lärchenholz ist formstabil, witterungsbeständig und daher ideal für drinnen und draußen geeignet.

Foto: Christian Burmester
Lärchenholz wächst in Europa und ist hier hauptsächlich in den nördlichen Alpenregionen heimisch. Weitere Vorkommen gibt es in Nordamerika und Asien. In Japan ist die Lärche ein Zierbaum in vielen Parks und Gärten. Die Lärche wirft als einziger Nadelbaum im Spätherbst seine Nadeln ab. An der gesamten Waldfläche in Deutschland hat die Lärche nur einen geringen Anteil. Wegen ihres hochwertigen Holzes wird sie zusätzlich in Mischwäldern angepflanzt.
Aussehen
Der äußere hellgelbe Splintbereich ist bei Lärchenholz schmal und beträgt nur wenige Zentimeter. Das Kernholz ist geprägt durch eine rötlich-braune Farbe, die mehr oder weniger intensiv sein kann und bräunlich nachdunkelt. Die dunklen Jahresringe sind im Lärchenholz sehr deutlich von den helleren Wachstumsschichten abgegrenzt. Sie bilden im geschnittenen Lärchenholz eine kontrastreiche Struktur aus, die entweder prägnante Streifen oder eine zungenförmige Maserung aufweist. Ebenso wie Fichten- und Kiefernholz hat Lärchenholz feine Harzkanäle. Wird Lärchenholz der Witterung ausgesetzt, entwickelt es eine silbergraue Patina.
Eigenschaften
Vorteile

  • dauerhaft
  • witterungsbeständig
  • Alternative zu Tropenholz
  • formstabil
  • heimisches Holz, daher gute Umweltbilanz

Lärchenholz ist eines der schwersten und härtesten einheimischen Hölzer und hat sehr gute Festigkeitseigenschaften. Es ist noch zäher und harzreicher als Kiefernholz, formstabil und verzieht sich nur minimal. Im Freien ist Lärchenholz auch ohne Behandlung mit Holzschutzmitteln dauerhaft und bildet eine silbergraue Schicht. Ist dieser Effekt nicht gewünscht, kann Lärchenholz vor der Aufstellung im Freien imprägniert werden. Soll die Oberfläche von Lärchenholz gebeizt werden, müssen vorher alle Harzreste sorgfältig mit Lösungsmitteln entfernt werden. Aufgrund des hohen Harzgehalts ist eine Behandlung mit ölhaltigen Lacken nicht zu empfehlen.

Gegenüber Pilzen und Insekten ist Lärchenholz resistent. Unter Wasser ist Lärchenholz sehr dauerhaft und mit Eichenholz vergleichbar. Ein Problem bei Lärchenholz ist, dass der Baum je nach Witterung zu Drehwuchs neigt und dies die Holzeigenschaften beeinträchtigt. Die gedrehte Struktur von Lärchenholz wirkt sich auf die Standfestigkeit aus und kann zu Spannungen im Holz führen. Lärchenholz lässt sich gut bearbeiten, sofern kein Drehwuchs vorliegt.
Verwendung
Nachteile

  • neigt zu Drehwuchs
  • sehr harzhaltig
  • verhältnismäßig teuer

Als Vollholz ist Lärchenholz für alle Bereiche geeignet, bei denen es auf Festigkeit und Haltbarkeit ankommt. Lärchenholz findet als Bauholz Verwendung für Türen, Rahmen, Außenverschalungen, Wandverkleidungen und Dachkonstruktionen. Dank seiner Harzhaltigkeit ist Lärchenholz besonders dauerhaft, auch unter Wasser. Daher wird Lärchenholz gerne im Bootsbau und sogar für Brückenkonstruktionen verwendet.

Für Gartenmöbel ist Lärchenholz ideal, da es sehr witterungsbeständig ist. Außerdem wird Lärchenholz gerne als Ersatz für Tropenholz verwendet und weist vergleichbare Eigenschaften auf. Im Bereich der Innenausstattung werden aus Lärchenholz Paneele, Treppen und Bodenbeläge gefertigt.