Kirschbaumholz

Kirschbaumholz ist aufgrund seiner attraktiven rötlich-braunen Färbung ein beliebtes Ausstattungsholz und kommt auch im Instrumentenbau zum Einsatz.

Foto: Heike Schröder
In ganz Europa ist Kirschbaumholz weit verbreitet. Es stammt von der Süßkirsche, die auch als Vogelkirsche bezeichnet wird. Das in Amerika wachsende Kirschbaumholz heißt im Handel "Black Cherry". Weitere Kirschbaumholz-Sorten mit vergleichbaren Eigenschaften gibt es in Kleinasien, Nordpersien, der Türkei, im Kaukasus und im Irak. Kirschbaumholz wächst in Mischwäldern, wird aber nicht eigens zur Holzgewinnung kultiviert.

Aussehen

Kirschbaumholz hat eine einheitliche Struktur mit feinen Poren und dichten Fasern. Die Farbe von Kirschbaumholz reicht von einem gelblichen oder rötlichen Braun bis zu einem intensiven Rotbraun. Unter Sonneneinstrahlung dunkelt die Farbe nach. Die Oberfläche von Kirschbaumholz hat einen seidigen Glanz, der durch Polieren verstärkt werden kann. Die Maserung von Kirschbaumholz besteht aus zahlreichen kleinen Holzstrahlen, die deutlich hervortreten.

Eigenschaften

Vorteile

  • attraktive Oberflächenstruktur
  • heimisches Holz, daher gute Öko-Bilanz
  • lässt sich gut verarbeiten

Das edle Kirschbaumholz gehört zu den mittelschweren Hölzern, ist sehr elastisch, fest und weist eine stärkere Schwindung auf. Beim Trocknungsprozess kann sich sich Kirschbaumholz stark verziehen und Risse bilden. Kirschbaumholz hat gute Festigkeitseigenschaften und ist zäh. Da Kirschbaumholz nicht witterungsbeständig ist, eignet es sich nicht gut für den Außenbereich. Gegenüber Pilzen und Insekten ist Kirschbaumholz ebenfalls nicht beständig. Bei der Verarbeitung von Kirschbaumholz treten keine Probleme auf, sofern es gut durchgetrocknet ist. Auch die Behandlung der Oberfläche von Kirschbaumholz ist ohne Weiteres möglich.

Verwendung

Nachteile

  • nicht witterungsbeständig
  • neigt zu Rissbildung

Durch seine einheitliche Struktur, die feine Maserung und die attraktive Farbe ist Kirschbaumholz besonders in der Innenausstattung und zur Herstellung von hochwertigen Möbeln geeignet. Gerne wurde Kirschbaumholz zum Beispiel in der Biedermeierzeit oder im Jugendstil wegen seiner warmen Färbung für Möbel und Vertäfelungen verwendet. Für moderne Möbel wird Kirschbaumholz eingesetzt, weil es sich mit hellen und dunklen Hölzern sowie mit anderen Materialien gut kombinieren lässt. Beliebt ist Kirschbaumholz auch im Instrumentenbau: Holzblasinstrumente oder Pianos werden aus Kirschbaumholz gefertigt. Auch für Ausstattungen von luxuriösen Fahrzeugen dient Kirschbaumholz beispielsweise als Material für Armaturenbretter. Dank des dekorativen Aussehens der Oberfläche kommt Kirschbaumholz auch im Kunsthandwerk und für Drechselarbeiten häufig zum Einsatz.