Räuchereiche

Räuchereiche ist im Farbton verdunkeltes Eichenholz, wirkt besonders edel bei Inneneinrichtungen und ist eine perfekte Alternative zu Tropenholz.

Foto: HARO
Als Räuchereiche bezeichnet man Eichenholz, das durch so genanntes Räuchern eine dunklere Farbe erhält. Gut geeignet für das Räucherverfahren ist das Holz der europäischen Eiche. Die aus Nordamerika stammende Roteiche eignet sich hingegen für diese Behandlungsmethode weniger.

Um eine tiefe Braunfärbung der Räuchereiche zu erreichen, wird das Holz mit ammoniakhaltigen Substanzen, beispielsweise Salmiakgeist, gedämpft. Die im Holz enthaltene Gerbsäure reagiert dabei mit dem Ammoniak. Da dunkle Hölzer in der Vergangenheit weniger gefragt waren, gerieten die Technik des Räucherns und die Räuchereiche fast in Vergessenheit. Heute bietet das dunkle Holz der Räuchereiche eine Alternative zu Tropenholz.
Aussehen
Die natürlichen Farbunterschiede des Holzes bleiben bei der Räuchereiche erhalten. Die dunkle Tönung macht die Räuchereiche weniger empfindlich gegenüber Licht. Sie reicht von Haselnussbraun bis zu einem fast schwarzen Dunkelbraun. Durch die unterschiedlichen Gerbsäureanteile entstehen im Holz der Räuchereiche abweichende Farbnuancen und die Räuchereiche erhält eine Tönung, die sonst nur bei antiken Eichenmöbeln auftritt. Der Farbton der Räuchereiche hängt nicht von der Menge des Ammoniaks ab, sondern von der natürlichen Gerbsäure, die im Holz enthalten ist.
Eigenschaften
Vorteile von Räuchereiche:

  • witterungsbeständig
  • robust
  • attraktive Färbung
  • heimisches Holz, daher gute Umweltbilanz
  • Alternative zu Tropenholz

Durch die Behandlung wird das Holz der Räuchereiche geschmeidiger und weniger spröde als bei unbehandelter Eiche. Außerdem ist Räuchereiche witterungsbeständiger und widerstandsfähiger gegenüber Pilzen und Insekten. Räuchereiche kann leicht zersägt, geschliffen, gebohrt und geschraubt werden. Vor dem Leimen oder Verkleben das frische Holz immer ausreichend durchlüften. Durch die Behandlung mit Ammoniak entstehen im Holz der Räuchereiche Salze, die Feuchtigkeit anziehen. Räuchereiche enthält weniger Flüssigkeit als unbehandelte Eiche und verzieht sich daher weniger. Auch neigt Räuchereiche weniger zum Reißen. Im Holz der Räuchereiche können Spuren von Ammoniak enthalten sein, die aber als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden.
Verwendung
Nachteile von Räuchereiche:

  • hoher Salzgehalt
  • enthält Ammoniak

Aus Räuchereiche wird hochwertiges Parkett gefertigt, das gegenüber Abnutzung äußerst resistent ist. Daher wird Parkett aus Räuchereiche auch als Industrieboden und im Treppenbau verwendet. Da Räuchereiche besonders witterungsbeständig ist, eignet sich sich das Holz ideal für Gartenmöbel und den Bootsbau. Die dunkle Farbe macht Räuchereiche zu einem beliebten Werkstoff für Drechselarbeiten und Intarsien.