Raumgestaltung

Eine Raumgestaltung mit viel Weiß und unterschiedlichen Lichtquellen wirkt freundlich, luftig und zeitlos wohnlich.

Eine Raumgestaltung mit viel Weiß und unterschiedlichen Lichtquellen wirkt freundlich, luftig und zeitlos wohnlich.

Foto: Hajo Willig

Wer neu in eine Wohnung einzieht oder seinem Zuhause neuen Schwung verleihen möchte, sollte die wichtigsten Regeln der Raumgestaltung kennen.

Am Anfang steht die Theorie: Bevor man die Raumgestaltung aktiv angeht, sollte man für sich selber herausfinden, mit welchen Farben und Materialien man sich grundsätzlich wohlfühlt. Als Inspiration für die Raumgestaltung eignen sich am besten Wohnbücher, Zeitschriften oder ein Bummel durchs Möbelhaus.
Vor dem Kauf gilt: Wenn möglich, immer erst zu Hause ausprobieren, dann kaufen. Farben, Stoffe und Teppiche können bei unterschiedlichem Tageslicht ganz anders wirken als im Möbelhaus. Die meisten Hersteller von Tapeten, Stoffen und Teppichen bieten Muster an, die man zu Hause auf sich wirken lassen kann.

Raumgestaltung für Wände, Decken und Boden

Wände, Decke und Boden sind aufgrund der Größe ihrer Fläche bei der Raumgestaltung von großer Bedeutung.
Wie ein Raum insgesamt wirkt, entscheidet wesentlich der Bodenbelag, weshalb er bei der Raumgestaltung mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht werden sollte. Ob Teppich, Fliesen oder Holzparkett - der Bodenbelag prägt den Charakter des Raumes maßgeblich. Neben stilistischen Vorlieben spielt die Art und Weise der Nutzung eine wichtige Rolle: Mit dem Boden werden Zonen definiert und Grenzen aufgezeigt. Aktive Bereiche verlangen harte Böden, Teppich betont die ruhigeren Areale wie Wohn- oder Schlafzimmer.
Die Zimmerdecke ist bei der Raumgestaltung insofern wichtig, als sie die größte Fläche im Raum ist, die für gewöhnlich von nichts verdeckt wird. Die Farbe der Decke kann einen Raum optisch großzügiger erscheinen lassen (helle Farben) oder ihn optisch verkleinern, zum Beispiel durch eine Holzvertäfelung. Je heller die Decke ist, desto höher scheint sie. Wenn man Wände und Decke einheitlich streicht, hat das ebenfalls einen vergrößernden Effekt. Indirektes Licht aus einem Deckenfluter weitet den Raum nach oben. Auch hohe Türen lassen die Decke höher wirken.
Bei der Raumgestaltung spielen Wände eine dekorative Rolle, wenn es um Wandfarben und Tapeten geht. Wände können einen Raum aber auch unvorteilhaft zergliedern. Das kann eine gute Raumgestaltung kaschieren: Eine Tür, die man nicht braucht, wird durch ein davor gesetztes Regal unsichtbar. Zu niedrige oder unterschiedlich hohe Fenster lassen sich kaschieren, indem man Raffrollos auf gleicher Höhe anbringt und sie bis zur Fensteröffnung hinunterlässt. Oder man macht aus der Not eine Tugend und kombiniert mehrere unruhig wirkende Fenster mit einer Bilderwand.
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Raumgestaltung mit Textilien und Dekoration

Wer bei der Raumgestaltung mit wenigen Mitteln viel erreichen möchte, setzt Textilien gekonnt ein: Kissenbezüge austauschen, in die Jahre gekommene Polstermöbel neu beziehen oder in eine neue Wolldecke investieren - und die Raumwirkung verändert sich. Gleiches gilt für neue Gardinen, Rollos und Jalousien.
Textilien, Kleinmöbel, Accessoires, Tischschmuck - alles, was sich ohne großen Aufwand verändern lässt, zählt zur Dekoration. Und sie ist letztlich bei der Raumgestaltung das, was unsere Wohnungen individuell macht. Wir können damit zeigen, dass wir kreativ sind, fantasievolle Ideen haben und auf der Höhe der Zeit sind.
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Raumgestaltung mit Licht

Tageslichteinfall und Beleuchtung haben einen sehr großen Einfluss auf die Grundstimmung eines Raumes und sollten bei der Raumgestaltung eine zentrale Rolle spielen. Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: An welchen Stellen benötige ich Licht, wo ist der Tageslichteinfall zu groß und muss durch Verdunkelung gedämpft werden?

Wer sich eine lichtdurchflutete Wohnung wünscht, sollte im Zuge der Raumgestaltung darüber nachdenken, Fenster und andere Lichtdurchbrüche nicht zu verhängen und auf Sichtschutzvarianten zurückzugreifen, die das einfallende Licht kaum reduzieren.
Das Geheimnis guten künstlichen Lichts: mehreren Lichtquellen und unterschiedlich helle Lichtinseln. Jeder Raum hat bei einer guten Raumgestaltung drei Sorten Licht: helles Allgemeinlicht, zielgerichtetes Licht für Schreibtisch, Arbeitsfläche, Sofaecke und Licht zum Ansehen, zum Beispiel in Form von Kerzen oder außergewöhnlichen Leuchten.
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Autor: Theresa Huth