Buchenholz

Buchenholz ist ein sehr festes Holz, das sogar Eichenholz übertrifft. Es wird hauptsächlich im Möbelbau für die Fertigung von Stühlen eingesetzt.

Foto: Stefan Thurmann
Die Buche ist eine der wichtigsten Laubbaumarten in Europa und hat einen großen Anteil an der Baumpopulation in deutschen Wäldern. Buchenholz ist für die einheimische Holzindustrie einer der bedeutendsten Rohstoffe. In ganz Europa ist Buchenholz verbreitet. Es kommt außerdem in Nordostasien und Nordamerika vor und ist dort ebenfalls für die lokale Holzwirtschaft von Bedeutung.
Aussehen
Charakteristisch für Buchenholz ist eine hell-gelbliche bis rosa-braune Farbe, die bei Lichteinstrahlung nur sehr wenig nachdunkelt. Die Maserung von Buchenholz ist geprägt durch breite Strahlen, die bei diagonalem Schnitt zum Stamm so genannte "Fladern" (zungenförmige Maserung) ausbilden. Die Poren im Buchenholz sind klein und gleichmäßig verteilt. Buchenholz von älteren Bäumen weist eine etwas dunklere, ins Braunrot tendierende Färbung auf, die durch Dämpfung intensiviert werden kann. Ab einem Baumalter von etwa hundert Jahren bildet Buchenholz einen rotbraunen Kern aus, der unregelmäßig und wolkenförmig sein kann. Diese Bäume werden als Rotkernbuchen bezeichnet.
Eigenschaften
Vorteile von Buchenholz:

  • Heimisches Holz, daher gute Umweltbilanz
  • Sehr fest und haltbar
  • Gute Elastizitätseigenschaften

Buchenholz zeichnet sich durch eine sehr große Festigkeit aus. Da Buchenholz stark "arbeitet", verzieht es sich schnell und weist eine überdurchschnittlich große Schwindung auf. Dadurch bilden sich leicht Risse im Buchenholz. Ungeschützt ist Buchenholz nicht witterungsbeständig. Wird die Oberfläche aber mit Holzschutzmitteln bearbeitet, kann Buchenholz sehr lange im Außenbereich auch unter extremen Wetterverhältnissen überdauern. Buchenholz ist schwer, sehr zäh aber elastisch und tragfähig. Wird es gedämpft, verstärkt sich seine elastische Eigenschaft und es lässt sich leicht biegen. Daher wird Buchenholz oft für die Bugholztechnik in der Möbelindustrie verwendet, die der Hersteller Thonet Anfang des 19. Jahrhunderts für seine Bugholzmöbel einführte.
Verwendung
Nachteile von Buchenholz:

  • Verzieht sich stark
  • Neigt zur Rissbildung
  • Schweres Holz
  • Dunkelt kaum nach

Durch das von Michael Thonet um 1830 entwickelte Bugholzverfahren, wurde gedämpftes Buchenholz zu einem äußerst beliebten Werkstoff in der Produktion von Sitzmöbeln, den Bugholzstühlen. Die Möbelindustrie ist auch heute noch der größte Verwendungsbereich von Buchenholz. Daneben wird Buchenholz als Parkett sowie als Material für Treppen und Furniere im Innenausbau eingesetzt. Zudem weist Buchenholz als Brennholz sehr gute Heizqualitäten auf.