Kiefernholz

Kiefernholz ist eines der häufigsten Hölzer in europäischen Wäldern, kann leicht bearbeitet werden und findet in fast allen Bereichen der Holzverarbeitung Verwendung.

Foto: Uwe Dahlmann u. Jonas von der Hude
Die Kiefer gehört zur Gruppe der Nadelhölzer und ist nach der Fichte die zweithäufigste Waldbaumart in Mitteleuropa. Kiefernholz kommt vor allem in den großen feucht-kühlen Waldgebieten Skandinaviens, Russlands, Polens und Deutschlands vor. Kiefernholz aus diesen Regionen wird als "Nordisches Kiefernholz" bezeichnet. Außerhalb Europas wird Kiefernholz in Teilen Asiens, Amerikas und Südamerikas angebaut. Da die Kiefer sehr schnell wächst, wird Kiefernholz in der ganzen Welt zur Aufforstung von Wäldern verwendet. Als heimisches Holz hat Kiefernholz kurze Transportwege und kann zügig und günstig verarbeitet werden. Es wird daher für zahlreiche Artikel des täglichen Lebens verwendet wie zum Beispiel Papier.

Aussehen

Die Farbe von Kiefernholz ist weißlich-gelb bis rötlich-gelb und dunkelt mit der Zeit in einem rötlich-braunen Farbton nach. Diese natürliche Nachfärbung des Holzes kann durch eine Behandlung mit Holzschutzmitteln verlangsamt werden. Die deutliche Maserung von Kiefernholz ist geprägt durch kontrastierende mittelbraune Jahresringe, kleine Unregelmäßigkeiten und Astlöcher. Die Harzkanäle sind im Kiefernholz mit bloßem Auge sichtbar, und frisches Kiefernholz duftet intensiv nach Baumharz.

Eigenschaften

Vorteile von Kiefernholz

  • Günstig
  • Heimisches Holz, daher gute Umweltbilanz
  • Gute Verarbeitungseigenschaften
  • Geringes Gewicht

Kiefernholz zählt zu den weichen bis mittelharten Hölzern und lässt sich daher sehr gut verarbeiten. Es ist elastisch und bricht nicht so leicht. Im unbehandelten Zustand ist Kiefernholz wenig witterungsbeständig und verfault bei Kontakt mit Erde schnell. Daher verlängert eine Behandlung mit Holzschutzmitteln die Lebensdauer von Kiefernholz erheblich. Gegenüber hohen Temperaturen ist Kiefernholz sehr empfindlich und neigt zu Harzaustritt. Kiefernholz hat eine mäßige Schwindung und verzieht sich bei wechselndem Umgebungsklima leicht. Besonders anfällig ist feuchtes Kiefernholz für den Befall von Bläuepilzen. Diese haben keinen Einfluss auf die Grundfestigkeit des Holzes, verfärben aber das helle Kiefernholz und zerstören den Anstrich. Produkte aus Kiefernholz verblassen im Sonnenlicht und sollten daher nur gleichmäßig der Sonne ausgesetzt werden.

Verwendung

Nachteile von Kiefernholz

  • Nicht witterungsbeständig
  • Anfällig für Bläuepilze
  • Sonneneinstrahlung verändert die Farbigkeit

Hauptsächlich findet Kiefernholz im Möbelbau zum Beispiel bei Schränken, Tischen oder Stühlen als Massivholz oder als Furnier Verwendung. Kiefernholz ist zudem als Rund- oder Schnittholz erhältlich und kommt auch bei der Fertigung von Span- und Faserplatten zum Einsatz. Eine zentrale Rolle spielt Kiefernholz bei der Herstellung von Papier- und Zellstoffen. Als Bau- und Konstruktionsholz kommt Kiefernholz in vielen Dachkonstruktionen, Holzverschalungen, Fenster- und Türrahmen vor. Da Kiefernholz gute Brennqualitäten besitzt, wird es für entsprechende Heizsysteme als Brennstoff genutzt.