Hohe Decken

Hohe Decken verbreiten Palast-Feeling, können aber auch zum Stimmungskiller werden. Damit die Gemütlichkeit nicht auf der Strecke bleibt, gilt es ein paar Tricks zu beachten.

Hohe Decken erfordern die richtige Farbgestaltung, passende Möbel und eine stimmungsvolle Beleuchtung.
1. Regel: Kräftige Farben für hohe Decken
1. Regel: Kräftige Farben für hohe Decken Foto: Ralf-C. Stradtmann
Hohe Decken sorgen für ein luftiges Raumgefühl und verleihen einem Zimmer offene Großzügigkeit. Damit der Wohnraum jedoch nicht wie eine Halle wirkt und gemütlich bleibt, gilt es, hohe Decken optisch nach unten zu ziehen. Das geht am besten mit Farben, denn hohe Decken scheinen tiefer, wenn sie dunkler als die Wand sind. Je dunkler der Farbton, desto dominanter nimmt ihn das menschliche Auge wahr und desto niedriger wird die Decke eingestuft. Wenn außerdem ein Wandstreifen oder die Stuckleiste in der dunkleren Deckenfarbe gestrichen sind, wird dieser Effekt noch verstärkt und hohe Decken erscheinen niedriger. Selbst bei weißen Decken kann ein Streifen in die Wand hineingezogen werden. So verschmilzt der obere Wandteil optisch mit der Decke. Zierbalken und breite Stuckleisten eignen sich ebenfalls für hohe Decken und lassen diese niedriger wirken.
2. Regel: Wandgestaltung für hohe Decken
2. Regel: Wandgestaltung für hohe Decken Foto: Olaf Szczepaniak
Hohe Decken erlauben eine farbenfrohe und auffällige Wandgestaltung. Bunte Farben und große Muster eignen sich genauso für hohe Decken wie Querstreifen. Diese verbreitern den Raum optisch und sind echte Eyecatcher. Tapeten und Farben müssen dabei gar nicht bis zur Deckenkante reichen. Ein Absatz tut den hohen Wänden gut und gibt Struktur. Die Wände können auch mit Putz, Paneelen oder Verkleidungen gestaltet werden. Befestigen Sie so genannte Dekorleisten an der Wand, das verleiht ihnen einen interessanten Touch. Hohe Decken rücken damit in den Hintergrund.
3. Regel: Hohe Decken stimmungsvoll einrichten
3. Regel: Hohe Decken stimmungsvoll einrichten Foto: Heike Schröder
Um nicht das Gefühl zu haben, in einer Empfangshalle zu wohnen, sollten die Räume besonders gemütlich eingerichtet sein. So zaubern flauschige Teppiche, weiche Sitzmöbel und textile Accessoires Behaglichkeit unter hohe Decken. Unterschiedliche Ebenen durch flache Beistelltische, ausladende Sitzmöbel oder halbhohe Regale sorgen für Abwechslung. Die Hauptaufmerksamkeit sollte jedoch auf der unteren Hälfte des Raumes liegen. Das erreichen Sie mit starken Farben, auffälligen Accessoires und mehreren Lichtquellen. Hohe Decken schließen auch extrem hohe und schlanke Möbel nicht aus, solange sie sparsam eingesetzt werden, da hohe Decken ein Zimmer sonst wie eine Schlucht aussehen lassen.
4. Regel: Licht mit Hängeleuchten bündeln
4. Regel: Licht mit Hängeleuchten bündeln Foto: Olaf Szczepaniak
Hohe Decken schaffen viel Platz, besonders nach oben. Und genau diesen "Luftraum" gilt es zu füllen. Hängeleuchten sind für diesen Zweck ideal. Sie können je nach Belieben positioniert werden und auch ihre Höhe lässt sich individuell bestimmen. Besonders schön wirken mehrere Leuchten in unterschiedlichen Höhen. Zu Gruppen arrangiert, bündeln sie das Licht und entschärfen hohe Decken samt deren Hallenwirkung. Auch besonders große oder extravagante Hängeleuchten sind ideal für hohe Decken. Der Clou: Wenn das Licht nach unten gerichtet ist, rückt die Einrichtung in den Vordergrund und hohe Decken treten optisch zurück.
Dos and Dont's hohe Decken:
  • Dunkle Farben lassen hohe Decken niedriger wirken
  • Längsstreifen machen hohe Decken noch höher
  • Waagerechte Muster holen hohe Decken optisch nach unten
  • "Luftraum" mit Hängeleuchten füllen