Niedrige Decken

Niedrige Decken können einen Raum klein und im schlimmsten Fall erdrückend wirken lassen. Diese Tricks bringen optisch mehr Höhe und Luftigkeit.

Damit niedrige Decken nicht aufs Gemüt schlagen, können Sie beim Gestalten und Einrichten des Raumes folgende Punkte beachten.

1. Regel: Niedrige Decken hell gestalten

1. Regel: Niedrige Decken hell gestalten Foto: Olaf Szczepaniak
Damit niedrige Decken nicht drückend wirken, sollten Sie sie in hellen Farben halten. Am besten für niedrige Decken geeignet sind strahlende Weißtöne und helle Pastellfarben. Diese öffnen das Zimmer optisch und sorgen für einen leichten Raumabschluss. In geschlossenen Räumen scheinen helle, niedrige Decken nämlich entfernter und vergrößern so den Raum. Außerdem lassen kalte Farbtöte wie Blau oder Violett den Eindruck von Weite entstehen. Niedrige Decken in diesen Tönen treten optisch zurück. Eine weitere Möglichkeit, niedrige Decken höher wirken zu lassen: Streichen Sie umlaufend einen schmalen Streifen der Decke in der verwendeten Wandfarbe. Mit diesem kleinen Trick für niedrige Decken lässt sich das menschliche Auge täuschen und die Wand wirkt höher, als sie tatsächlich ist.

2. Regel: Die richtige Farbe für Wand und Boden

2. Regel: Die richtige Farbe für Wand und Boden Foto: Stefan Thurmann
Damit niedrige Decken luftig leicht wirken, sollten die Wände in frischen Farben gestaltet sein. Auch hier lassen helle Töne den Raum größer wirken, als er eigentlich ist. Mit dem richtigen Bodenbelag kann man diesen Effekt zusätzlich verstärken. So lässt eine dunkle, "schwere" Farbe am Fußboden den Raum lichter und höher erscheinen. Auf diese Weise wirken niedrige Decken und enge Räume größer.

Gute Nachricht für alle, die Abwechselung an der Wand mögen: Niedrige Decken schließen Muster nicht aus. Im Gegenteil, vertikal gestreifte Wände strecken den gesamten Raum, niedrige Decken werden optisch nach oben geliftet. Niedrige Decken mit dezent gemusterten Tapeten in hellen Farben oder kleinteiligen Blümchenmustern sind genauso erlaubt wie zurückhaltende Karos, solange die Tapete mit der Decke abschließt und kein weißer Wandstreifen ausgespart bleibt.

3. Regel: Niedrige Decken brauchen luftige Einrichtung

3. Regel: Niedrige Decken brauchen luftige Einrichtung Foto: Olaf Szczepaniak
Auch die Einrichtung kann dazu beitragen, dass niedrige Decken höher wirken. Auf eine massive, dunkle Schrankwand sollten Sie verzichten. Stattdessen empfehlen wir, niedrige Decken auszugleichen mit schlichten Möbeln in hellen Farben, zum Beispiel schlanke Sideboards, luftige Bücherregale oder zierliche Sofas. Niedrige Sitzmöbel und tiefe Ablageflächen bringen mehr Abstand zwischen Wohnraum und niedrige Decken und lassen so den gesamten Raum luftiger erscheinen. Schmale, hohe Möbel hingegen betonen die vertikalen Linien eines Raumes, strecken und betonen niedrige Decken. Unser Tipp: Gehen Sie in die Extreme und vermeiden Sie "Norm-Maße". Denn normal hohe Möbel machen niedrige Decken erst richtig sichtbar, da man als Betrachter den Abstand zwischen Möbel und Decke intuitiv als zu klein einschätzt.

4. Regel: Schlankheitskur mit Licht und Accessoires

4. Regel: Schlankheitskur mit Licht und Accessoires Foto: Jonas von der Hude
Niedrige Decken lassen sich mit wenigen Handgriffen - scheinbar - erhöhen. So hat die richtige Beleuchtung einen streckenden Effekt auf niedrige Decken. Werden niedrige Decken mit einem Fluter oder einer ähnlichen indirekten Beleuchtung angestrahlt, erscheinen sie heller und somit höher. Auch Spiegel zaubern zusätzlichen Wohnraum und erweitern niedrige Decken optisch. Schmale, hohe Bilderrahmen oder übereinander positionierte Bilder betonen die Vertikale im Raum und niedrige Decken scheinen weiter entfernt. Bei der Gestaltung der Fenster sorgen lichtdurchlässige Stoffe für Helligkeit und bodenlange Vorhänge ziehen die Wand optisch in die Länge.

Dos and Dont's niedrige Decke:

  • Decke möglichst hell streichen
  • Dunkler Fußboden zu kühlen, hellen Wandfarben
  • Möbel mit "Norm-Maßen" vermeiden
  • Niedrige Decke zusätzlich beleuchten