Dachschräge

Foto: Heike Schröder

Ein Raum mit Dachschräge ist gemütlich, hat aber eine eingeschränkte Stellfläche. Tipps und Tricks für ein großzügiges Raumgefühl - trotz Dachschräge.

Wohnungen mit Dachschräge sind beliebt, denn unter einer Dachschräge ist man dem Himmel stets ein Stück näher. Außerdem sorgen die schrägen Wände für ein heimeliges Gefühl und schaffen Geborgenheit. Damit die Dachschräge nicht einengend wirkt, gilt es ein paar Regeln bezüglich Stauraum, Einrichtung, Licht- und Farbgestaltung zu beachten.

1. Regel: Stauraum optimal nutzen

1. Regel: Stauraum optimal nutzen Foto: Heike Schröder
Seien wir ehrlich: Wirklich viel Platz bleibt unter einer Dachschräge nicht. Daher ist es um so wichtiger, das vorhandene Raumangebot zu möglichst 100 Prozent auszunutzen.

Maßgefertigte Schranksysteme oder Kommoden passen sich perfekt an die Dachschräge an und bieten genügend Platz für Kleidung, Geschirr oder Bücher. Aber nicht jeder kann sich solch ein Unikat leisten. Zum Glück gibt es mittlerweile viele Stauraummöbel "von der Stange", mit denen sich Räume mit Dachschräge optimal nutzen lassen.

Unter einer Dachschräge ist kein Platz für mächtige Schrankwände. Besser: Niedrige TV-Möbel, zierliche Sideboards oder praktische Rollcontainer, die Sie tief unter die Dachschräge schieben können. Außerdem lassen sie den Raum großflächiger erscheinen und nutzen tote Winkel. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihr geliebtes Bücherregal entsorgen müssen. Machen Sie daraus eine Art Raumteiler, indem Sie es parallell zur Dachschräge positionieren. Die obere Längskante stößt dabei an die schräge Wand. Dahinter entsteht Stauraum, der sinnvoll genutzt werden kann. Je nach Platzangebot lassen sich dort Regalböden, Hängekörbe oder Kleiderstangen einbauen und hinter Vorhangstoff verstecken. Besonders gut als Verkleidung eignen sich Schiebetüren. Diese gibt es vorgefertigt und mit abgeschrägten Kanten. Sie können diese aber auch selbst an den Winkel Ihrer Dachschräge anpassen lassen. Der Raum unter einer Dachschräge kann ebenso offen gestaltet werden. Regale im Modulsystem lassen sich individuell zusammenstellen, denn die Würfelelemente sind stapelbar. So wird der Raum unter ein Dachschräge optimal genutzt.

2. Regel: Raumhöhe betonen durch niedrige Möbel

2. Regel: Raumhöhe betonen durch niedrige Möbel Foto: Christoph Köster
Eine Dachschräge schränkt den Wohnraum ein. Daher ist es wichtig, die vorhandene Höhe zu betonen. Niedrige Tische und Sideboards sowie flache Sofas machen ein Zimmer mit Dachschräge luftiger und vergrößern es optisch. Stauraumschaffende Möbel wandern an den Rand unter die Dachschräge, zentrale Stücke können in der Mitte des Raumes platziert werden. Hier gilt: "Weniger ist mehr!" Zu voll gestellte Räume wirken unter Dachschrägen erdrückend. Außerdem sollte ein Zimmer mit Dachschräge nicht zusätzlich durch Trennwände unterteilt werden. Lässt sich das nicht vermeiden, lassen Milchglas oder Glasbausteine Licht in den Raum. Eine offene Inneneinrichtung lässt Dachräume atmen und macht sie zu wahren Wohlfühlräumen.

3. Regel: Vorzüge der Dachschräge mit Farbe betonen

3. Regel: Vorzüge der Dachschräge mit Farbe betonen Foto: Hajo Willig
Mit Farben können Sie ihren Raum mit Dachschräge noch einladender und freundlicher gestalten. Helle Töne wirken bei einer Dachschräge Wunder. Wenn Sie diese in strahlendem Weiß streichen, tritt sie optisch zurück und lässt anderen Farben den Vortritt. Ein farbiges Sofa oder ein knalliger Teppich sind OK. Wenn Sie es nicht zu bunt treiben, bringen farbige Möbel und Accessoires auch unter einer Dachschräge Bewegung in den Raum.

Verwenden Sie starke Farben für die schräge Wand, betonen Sie zwar die Dachschräge, sorgen damit aber auch für charmantes Zelt-Feeling und gemütliche Höhlen-Atmosphäre. Unruhig und erdrückend wirken jedoch große Muster oder dicke Streifen an der Dachschräge.

Grundsätzlich sollten Sie - mehr als in jedem anderen Zimmer - in einem Raum mit Dachschräge farbliche Akzente setzen. Beschränken Sie sich auf wenige Farben und überlegen Sie sich, was Sie hervorheben möchten - die Dachschräge, den Giebel oder doch lieber einzelne Einrichtungsstücke. Dabei lassen helle Töne den Raum offener und größer wirken, dunklere Farben schaffen Gemütlichkeit und Geborgenheit.

4. Regel: Mit Licht und Dekoration Akzente setzen

4. Regel: Mit Licht und Dekoration Akzente setzen Foto: Heike Schröder
Holen Sie sich Licht unter die Dachschräge, am besten mit zwei Beleuchtungsebenen, das gibt optische Tiefe. Während eine Lichtquelle den ganzen Raum erhellt, lassen sich mit weiteren interessante Lichtinseln schaffen. Solche Spots können einzelne Funktionsbereiche wie Lesen, Arbeiten oder Relaxen betonen und lassen den Raum samt Dachschräge großflächiger erscheinen. Vorsicht bei Deckenflutern und Hängeleuchten. Sie brauchen viel Höhe und erzeugen bei einer Dachschräge zu viele dunkle Ecken.

Ebenfalls für die Dachschräge geeignet sind Bilder. Wer dachte, dass man in einem Dachraum auf dekorative Bilderrahmen verzichten muss, liegt falsch. Mit speziellen Aufhängungen, Leisten oder Magneten lassen sich Bilderrahmen auch an einer Dachschräge befestigen.

Dos and Dont's Dachschräge:

  1. Dachschräge konsequent als Stauraum nutzen
  2. Raumhöhe betonen durch niedrige Möbel
  3. Mit Farbe Wohnzonen schaffen
  4. Hängeleuchten und Deckenfluter vermeiden