Laminat

Holzfußböden sind beliebt, können aber teuer und nicht überall verlegbar sein. Es gibt eine preisgünstige Alternative – Laminat.

Foto: Maren Stöver
Der Bodenbelag Laminat setzt sich aus einer Trägerschicht, meist MDF-Platten, und einer Dekorschicht zusammen. Die Oberfläche wird in der Regel mit Melaninharz versiegelt. Alle Schichten werden unter hohen Temperaturen und Druck zusammen gepresst, was das Laminat so strapazierfähig macht.

Als Erfinder des Laminats gelten die Nordeuropäer, wobei Deutschland und Österreich heute noch an der Spitze der Laminat-Produktion stehen. Mitte der 80er Jahre eroberten dann die ersten Dielen mit hellen Holznachbildungen den Rest Europas.

Strapazierfähiger Bodenbelag

Vorteile von Laminat

  • stoß- und rutschfest
  • strapazierfähig
  • pflegeleicht (nicht zu feucht wischen)
  • schwer entflammbar
  • geeignet für Fußbodenheizung
  • günstig
  • in Eigenregie verlegbar

Laminat ist sehr strapazierfähig. Es ist abrieb- und schlagresistent, hitze- und lichtbeständig. Die Paneele haben eine Stärke von sechs bis zwölf Millimetern. Hier gilt: je dicker, desto robuster. Wobei das Laminat preislich variieren kann. Günstiges Laminat ist meistens nicht besonders dick und hat häufig ein einfaches Dekor. Zudem ist es gegenüber Feuchtigkeit und dem natürlichen Abrieb empfindlicher. Hochwertigeres Laminat ist entsprechend stärker und hat meistens eine aufwändige Oberflächengestaltung, um eine Holzmaserung wirklichkeitsgetreu darzustellen. Dadurch ähnelt das Laminat im Aussehen einem echten Parkettboden. Die Laminat-Oberfläche ist in diesem Fall aufwändig versiegelt – daher ist das Laminat auch stärker belastbar.

Laminat-Kauf: Das sollten Sie beachten

Nachteile von Laminat

  • nicht abschleifbar
  • nur bedingt für Nassbereich geeignet
  • gibt Trittgeräusche wieder
  • Trittschalldämmung erforderlich

Die Beliebtheit verdankt das Laminat auch seiner einfachen Handhabung. Laminat lässt sich gut in Eigenregie verlegen. Früher wurde es meist verklebt, heute gibt es das so genannte gespundete Klick-Laminat. Dieses wird einfach ineinander geschoben und die Fugen zwischen den einzelnen Dielen sind kaum noch zu erkennen. Verkauft wird Laminat meist in abgepackten Stapeln. Maße und Menge können von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein. Achten sie daher auf die Quadratmeter- und Stückzahl in der Packung. Da beim Verlegen von Laminat auch immer Verschnitt anfällt, schlagen Sie beim Kauf etwa zehn Prozent auf die benötigten Quadratmeter auf.

Da Laminat recht trittlaut ist, empfielt sich, zusätzlich eine Trittschalldämmung zu verlegen. Hierfür eignen sich spezielle Folien oder Trittschallplatten aus Schaumstoff oder Kork. Diese ebnen zugleich den Boden, müssen aber vor dem Laminat eigens verlegt werden. Einfacher geht es mit Laminat, bei dem die Dämmung schon fest mit dem Paneel verklebt ist.

Neue Dekore und Oberflächen

Neue Dekore und Oberflächen Foto: Parador
In den vergangenen Jahren hat sich beim Laminat-Dekor einiges getan. So kann Laminat mittlerweile neben der klassisch glatten Oberfläche auch strukturiert sein, so dass es sich fast wie echtes Holz anfühlt. Holz ist nach wie vor die beliebsteste Optik unter den Laminat-Dekoren, gefolgt von Beton-, Stein- oder Terrakotta-Designs. Dank digitaler Druckverfahren gibt es mittlerweile auch bedrucktes Laminat mit bunten Retro-Mustern, grafischen Formen oder Rasen-Optik.

Spezielle Laminat-Beschichtungen sollen außerdem eine statische Aufladung durch den Bodenbelag verhindern, und eine neue Imprägnierung kann sogar vor Wasser schützen. In Verbindung mit einem speziellen Polyurethankleber und Gummiprofilen zwischen den Paneelen kann nun auch im Badezimmer Laminat verlegt werden.

Besonders geeignet für:

  • beanspruchte Böden
  • kleinen Geldbeutel