CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Kakerlaken - was gegen Schaben in der Wohnung hilft

Deutsche Küchenschabe, Waldschabe oder ausgewachsene Amerikanische Kakerlake - eklig sind sie alle. Wie Kakerlaken in die Wohnung kommen, welche Krankheiten sie übertragen und wie man sie erkennt und bekämpft lesen Sie hier.
Amerikanische Kakerlake

Sie haben eine Kakerlake in der Wohnung entdeckt? Erfahren Sie, wie man die Tiere möglichst schnell wieder loswerden kann.

In diesem Artikel
Welche Kakerlaken und Schaben-Arten gibt es?
Kakerlaken erkennen
Die Kakerlake - Krankheiten und Schäden
Kakerlaken bekämpfen
Kakerlaken keinesfalls zertreten...
Kakerlaken vorbeugen
Überleben Kakerlaken radioaktive Strahlung oder einen Atomkrieg?

Welche Kakerlaken und Schaben-Arten gibt es?

Eklig sind sie - Kakerlaken und Schaben aller Arten. Die Schädlinge machen sich über Vorräte in Küche und Keller her, übertragen Krankheitserreger und sind schwer zu bekämpfen. Das liegt hauptsächlich daran, dass alle Kakerlaken- und Schaben-Arten stets in vergleichweise großen Gruppen leben. Es gilt: Sollte Ihnen eine Kakerlake in der Wohnung begegnen, so ist es mehr als warscheinlich, dass sich in Winkeln und Ecken, Rohrleitungen und Zwischendecken noch deutlich mehr krabbelndes Ungeziefer verbirgt. Ein Küchenschaben- oder Kakerlakenbefall ist meistens invasiv - heißt, in Horden. Der Schädlingsbekämpfer muss dann nicht nur einige wenige der Tiere erwischen und töten, sondern im besten Falle alle. Sonst werden Sie das Ungeziefer nicht los.

Unterscheiden lassen sich alle Schabenarten durch grobe Einteilung in drei Kategorien: Die Deutsche Schabe, die Orientalische Schabe und die Amerikanische Schabe. Erstere misst ca. 12 mm und hat eine hellbraune Färbung, ihre Orientalische Schaben-Kollegin ist schwarz und gut doppelt so groß. Die amerikanische Variante der Schädlinge hat eine beeindruckende Länge von 30 bis 50 mm. Die Namen der beiden großen Schabenarten bedeuten indes nicht, dass die beiden Insektenarten nur auf dem amerikanischen Kontinent oder im Nahen Osten existieren. Alle Schabenarten sind Kulturfolger und längst in Frachtmaschinen, per Schiff oder im Urlaubsgepäck um die Welt gereist. Trotzdem ist die Amerikanische Schabe oder "echte" Kakerlake in unseren Breitengraden verhältnismäßig selten.

Die heimische Küchenschabe

Die heimische Küchenschabe sieht aus wie eine Miniaturversion der Amerikanischen Kakerlake.

Kakerlaken erkennen

Ganz besonders wohl fühlen sich Kakerlaken in Küchen oder feuchtwarmen Umgebungen wie Badezimmer oder Heimsauna. Auch ist ein Kakerlakenbefall nicht immer durch mangelnde Sauberkeit begründet. Einmal eingeschleppt, hilft es nicht, gegen das Ungeziefer anzuputzen. Zumal sich die Schaben in kleinsten Ritzen, Leitungen, Spalten im Fußboden oder in der Nähe von Wärme produzierenden Geräten wie Herd, Kühlschrank, Dunstabzugshaube, der Heizung oder auch in Kaffeemaschinen und Mikrowellen verbergen und dort ohnehin nicht fassbar sind.

Besondere Wandfliese "Terracruda-Verso" von Ragno

Kakerlaken lieben es feucht. Daher verstecken Sie sich gern in Winkeln und unter Möbeln im Badezimmer.

Dass es sich Kakerlaken in Ihrer Wohnung gemütlich gemacht haben, erkennen Sie gleich an mehreren Indizien: Je nach Entwicklungstadium häuten sich die Schädlinge mehrfach - und lassen den abgestorbenen und abgestreiften Hautpanzer in der Nähe der Nester liegen. Eier legt die Kakerlake oder Schabe ebenfalls rund um ihren Rückzugsort ab. Kakerlaken bilden Eipäckchen (je nach Art in Weiß über Braun bis Grau-Schwarz). Ebenfalls ein wichtiger Hinweis auf Schädlingsbefall ist der Kot der Kakerlake. Der ist zwar nur einen Milimeter lang, schwarz und krümelig, doch an Wänden oder vertikalen Bereichen (Kücheneinbauten, Schränken etc.) verläuft die Spur der Ausscheidungen von Kakerlaken in einer nicht zu übersehenden, länglichen Spur.

Dazu verbreiten Kakerlaken je nach Befall einen merklichen bis widerlichen Gestank. Das liegt daran, dass die "Krabbeltierchen" per Duftausscheidung miteinander kommunizieren. Diese Pheromone riechen süßlich und leicht faulig.

Die Kakerlake - Krankheiten und Schäden

Alle Küchenschaben, die Deutsche Schabe, die Orientalische und auch die im Vergleich riesige Kakerlake amerikanischen Ursprungs sind Allesfresser. Die Krabbeltiere mit den beeindruckend langen Fühlerpaaren ernähren sich von organischem Material jeden Ursprungs. Besonders gern haben sie allerdings faulende Speisereste sowie feuchte und weiche Nahrung. Kommt es hart auf hart, sind die genügsamen Insekten aber auch mit Papier, Leder und Textilien zufrieden. Kurz: In einer durchschnittlichen Wohnung findet eine Kakerlake einen reich gedeckten Tisch vor.

All das reicht schon als Schreckensszenario. Hinzu kommt nun noch, dass Kakerlaken zahlreiche Krankheitserreger, Würmer und weitere Parasiten übertragen. Die Kakerlake gilt zudem grundsätzlich als Überträger von Magen-Darm-Grippe und Ruhr, Polio, Cholera, Hepatitis, Gelbfieber, Lepra, Milzbrand und Tuberkulose. Allerdings: Durch die guten hygienischen Bedingungen in Deutschland und Mitteleuropa kann uns die Schabe nicht ganz so gefährlich werden, wie es die stattliche Krankheiten-Liste vielleicht vermuten lässt. Das Ungeziefer ist nämlich nur Überträger, nicht Wirt der Krankheitserreger und viele der genannten Krankheiten sind allein in Entwicklungs- oder Schwellenländern problematisch, bei uns aber ausgerottet.

Kakerlaken sind Allesfresser

Kakerlaken sind nicht wählerisch - die Krabbeltiere fressen alle organischen Materialien, mit Vorliebe jedoch weiche und feuchte Lebensmittel.

Kakerlaken bekämpfen

Eine Kakerlake kommt selten allein. Daher gilt: Wo Sie eine oder zwei krabbeln sehen, warten hunderte in ihrem Versteck. Und: Sind auch nur wenige Kakerlaken tagsüber sichtbar, ist der Befall meist immens. Kakerlaken sind nachtaktive Schädlinge, daher werden sie meist dann entdeckt, wenn sie bei soeben angekipstem Licht auf sechs flinken Füßen zurück ins Dunkle flüchten.

Wer Kakerlaken loswerden möchte, sollte auf professionelle Hilfe vom Schädlingsbekämpfer (auch Kammerjäger genannt) setzen. Klebefallen, auf denen die Kakerlake festgehalten wird, wenn sie darüberläuft, kann nur zur Befallskontrolle dienen. Da sie aber nicht hunderte Insekten dazu bewegen können, eine nach der anderen in die Klebefalle zu tappen, sind solche Fallen zur Bekämpfung einer Kakerlaken-Population wirkungslos. Leider ist den Schädlingen nur mit Giftködern beizukommen. Auf Insektengifte zum eigenhändigen Versprühen sollten Sie jedoch verzichten - hier besteht Vergiftungsgefahr, wenn Sprays dieser Art in menschliche Atemwege geraten.

Fazit: Auf Fraßgifte vom Kammerjäger setzen. Der Schädlingsbekämpfer bringt entsprechende Gifte zum Töten der Kakerlaken in der Wohnung aus, gibt Verhaltens-Tipps und begleitet Sie, bis der Spuk bzw. Schabenbefall ein Ende hat. Nach sieben Tagen ist zumeist eine deutliche Verminderung des Kakerlakenbefalls spürbar, nach zwei Wochen hat der Kammerjäger zumeist alle Schaben erfolgreich bekämpft. Allerdings: Nach etwa vier Wochen sollte eine neue Befallskontrolle erfolgen, da etwaiige Larven nun aus zuvor abgelegten Eiern schlüpfen könnten.

Kammerjäger bei der Schädlingsbekämpfung

Nur ein ausgebildeter Schädlingsbekämpfer wird einem Kakerlakenbefall in kurzer Zeit Herr. Kontaktdaten von Kammerjägern in ihrer Nähe finden Sie im Internet. Der Deutsche Schädlingsbekämpferverband bietet Infos und Adressen.

Kakerlaken keinesfalls zertreten...

...denn dann verbreiten Sie die Eier, die sich bei manchen Schaben-Arten bis kurz von dem Schlüpfen der jungen Insekten unter dem Panzer des Weibchens befinden, unter dem Schuh weiter in der ganzen Wohnung. Stimmts? Diese Legende umrankt den heimischen Kakerlakenbefall und hält sich seit Jahren hartnäckig, ist aber nicht ganz richtig. Erstens ist Schaben und Kakerlaken zu Hause durch Zertreten ohnehin nicht beizukommen. Ob Sie das zufällig gerade sichtbare Insekt sofort töten oder nicht, macht für den Befall insgesamt keinen Unterschied. Dass aber einen Kakerlaken-Eipaket eines Weibchens einen Schuhtritt überlebt, während das Weibchen selbst getötet wird, ist recht unwahrscheinlich.

Daher: Kakerlaken zertreten rächt sich wahrscheinlich nicht - ist aber weder eine humane noch eine effektive Art der Schädlingsbekämpfung.

Kakerlaken vorbeugen

  • Spalten, Ritze und auch kleinste Fugen an Rohrleitungen, unter Türen und Fenstern oder Lüftungsauslässen verschließen. So kommen keine Schaben aus befallenen Nachbargebäuden rein.
  • Außerdem sollte kein Wasser in Dusche, Badewanne, Waschbecken, Gießkanne stehen bleiben - schon gar nicht über Nacht, denn Schaben lieben Feuchtigkeit.
  • Deswegen gilt es, gerade Küche und Badezimmer regelmäßig zu lüften. So entsteht erst gar kein feucht-warmes, Kakerlaken-freundliches Raumklima.
  • Extra-Tipp: Da Kakerlaken oft aus südlichen Ländern in Obst- und Gemüsetransporten eingeschleppt werden, verzichten Sie lieber auf den Transport Ihres Supermarkteinkaufs in einer alten Bananen-, Melonen- oder Erdnusskiste. Das Verpackungsmaterial ist oft durch Eipakete der Schaben verunreinigt.
  • Und: Gebraucht gekaufte Elektrogeräte bergen stets ein gewisses Risiko. Überprüfen Sie Geschirrspüler und Herd genau auf Schädlingsbefall, bevor Sie gebrauchte Teile zu Hause anschließen und benutzen.
Geschirrspülmaschine

Augen auf beim gebrauchten Elektrogerätekauf! In den Maschinen verbirgt sich manchmal Ungeziefer.

Überleben Kakerlaken radioaktive Strahlung oder einen Atomkrieg?

Ein bisschen Wahrheit verbirgt sich schon hinter dem Kakerlaken-Atomkrieg-Mythos. Schabentiere können mit ihrem stabilen Chitinpanzer tatsächlich im direkten Vergleich zum Menschen etwa die zehnfache Menge radioaktiver Strahlung vertragen. Die kleinen Krabbler hätten gute Chancen gehabt, die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki zu überleben.

Wie sie es jedoch mit der noch vernichtenderen Wirkung heutiger Atomwaffen aufnehmen könnten, sei dahingestellt.

Badezimmer Altbau
Silberfische haben die meisten von uns Zuhause – und das nicht unbedingt gern. Wie man die unliebsamen Insekten wieder los wird? Wir verraten, was hilft.
Teppichboden "Sensation" von Sensualite
Mit einem Bettwanzenbefall ist nicht zu spaßen. Hat man sich die Parasiten erst mal eingefangen, wird man die nur aufwendig wieder los. Wir erklären, was man tun kann.