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Böden richtig sauber machen - Reinigungstipps für Laminat, Parkett und weitere Beläge

Einmal saugen, vielleicht nochmal wischen – fertig ist die Reinigung der Böden zu Hause! Oder doch nicht? Für ein blitzblankes Ergebnis sowie eine lange Lebensdauer braucht jeder Bodenbelag - Teppich, Holz, Stein oder Kunststoff - die richtige Pflege. Unsere Tipps zeigen wie es geht.
Dielen mit Schrubber wischen
In diesem Artikel
First things first: Alle Böden saugen
Nächster Schritt: Feuchte Grundreinigung
Beliebter Klassiker: Laminat
Alles aus Holz: Parkett und Dielen
Unkompliziert: Fliesen
Kork
PVC-Böden
Böden aus Naturstein: Marmor, Schiefer oder Travertin
Teppichboden

First things first: Alle Böden saugen

Egal, welchen Boden Sie zu Hause verlegt haben, bei allen Bodenbelägen gilt: Groben Schmutz wie Krümel oder Steinchen, die Sie mit Ihren Schuhen in die Wohnung getragen haben, sowie Staub zunächst mit dem Staubsauger entfernen. Und das bitte gründlich und regelmäßig. Am besten im Abstand weniger Tage, mindestens jedoch einmal wöchentlich. Das ist die Basis für eine gründliche Reinigung sowie lange Lebensdauer.

Natürlich funktioniert das auch mit einem Besen oder einem Bodenwischer mit speziellen Trockenwischbezug.

Nächster Schritt: Feuchte Grundreinigung

Nach der trockenen Reinigung durch Staubsauger oder Besen heißt es bei allen Böden, außer dem Teppichboden natürlich: feucht wischen! Dabei gilt: Immer nur nebelfeucht. Was man darunter versteht? Die Reinigung sollte mit einem sehr gut ausgewrungenen Tuch oder Mopp ( es darf nicht mehr tropfen) durchgeführt werden, so dass nur ein leichter Feuchtigkeitsfilm auf dem Boden bleibt. Stehende Nässe sowie Pfützenbildung sind unbedingt zu vermeiden. Im Notfall sollte man mit einem trockenen Tuch nacharbeiten.

Der Grund dafür: Bei schwimmend verlegtem Laminat, Parkett oder Korkparkett sowie allen Bodenbelägen mit Klickverbindung besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit im Bereich der Fugen eintritt. Dann quillt der Boden auf und verzieht sich. Und das möchte niemand.

Welche speziellen Eigenheiten es bei der (Feucht-)Reinigung der einzelnen Bodenbeläge zu beachten gibt, zeigen wir im Folgenden:

Mann in Jeans sitzt barfuß auf Laminatboden

Unkompliziert und preisgünstig: Laminat ist schnell verlegt und einfach gereinigt.

Beliebter Klassiker: Laminat

Laminat ist einer der beliebtesten Bodenbeläge - und das zu recht: Günstig, robust, selbst zu verlegen und die Reinigung und Pflege ist kinderleicht. Den größten Dreck beseitigt man bei Laminat in der Regel mit dem Staubsauger, beim Wischen heißt es: nebelfeucht mit einem Schuss Allzweckreiniger oder Laminatpflege. Aber wirklich nur ein Schuss. Eine zu hohe Dosierung des Reinigungsmittels führt zu einem Schmierfilm und unschönen Streifen auf dem Laminat. Wenn der Laminatfußboden nicht stark verschmutz ist, wird er auch ohne Reinigungszusätze im Wasser sauber.

Damit keine Flecken entstehen, Flüssigkeiten immer sofort aufwischen. Bei hartnäckigen Flecken versuchen Sie folgende Methode: geben Sie etwas Laminatreiniger auf ein trockenes (Microfaser-)Tuch und reiben Sie damit geduldig den Fleck ab. Bitte niemals den Reiniger direkt auf das Laminat geben. Schmutz, der angetrocknet ist, wie zum Beispiel ein Kaugummi, lässt sich mechanisch entfernen, indem Sie vorsichtig mit einer Plastikspachtel abheben.

Was auf keinen Fall zum Einsatz kommen sollte: Scharfe Reinigungsmittel sowie Scheuermilch oder harte Bürsten bzw. Schwämme. Die zerkratzen die Oberfläche.

Alles aus Holz: Parkett und Dielen

Böden aus Echtholz, wie Parkett oder Dielen, verleihen jedem Raum eine warme, natürliche Atmosphäre, sind leider aber auch kostspielig. Genau deswegen sollte man auf die passende Reinigung Wert legen. Beim Parkett bedeutet das: Um den Bodenbelag zu schonen, sollte die Parkettreinigung am besten jeden Tag trocken und nur einmal die Woche feucht durchgeführt werden. Idealerweise benutzen Sie dafür einen Bodenwischer mit Baumwollbezug. Die weiche Struktur der Baumwollfasern greift die Oberfläche des Bodens am wenigstens an und nimmt Schmutzpartikel wirklich gut auf.

 

Die weitere Art der Pflege hängt davon ab, ob Sie einen versiegelten oder unversiegelten bzw. geölten Parkettboden besitzen. Bei versiegeltem Parkett ist eine spezielle Schutzschicht auf der Oberfläche vorhanden, die das darunter liegende Holz schützt und das Eindringen von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit verhindert. Das macht den Boden pflegeleichter. Beim Putzen sollte man trotzdem auf folgende Punkte achten:

  • In der Regel reicht lauwarmes Wasser für die Reinigung. Sie können für die Reinigung auch kalten, schwarzen Tee benutzen -  das lässt den Boden wieder glänzen.
  • Sollte das Parkett stärker verschmutzt sein, hilft es, wenn Sie zum Wasser einen Schuss Salmiakgeist geben.
  • Hat der Boden Flecken, können Sie bei der versigelten Variante Terpentin zur Entfernung verwenden. Aber vorsichtig!

Beim unversiegelten Parkettboden gelten folgende Reinigungstipps:

  • Keine Microfasertücher verwenden - das kann die Holzstruktur beschädigen.
  • Flecken können Sie bekämpfen, indem Sie die betroffene Stelle mit Spiritus einreiben, einwirken lassen und anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen.
  • Regelmäßig, am besten einmal im Monat, sollte der Boden mit einem Hartwachs gewachst und gebohnert werden.
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Versiegelt oder unversiegelt - das ist die Reinigungs-Frage bei Parkett.

Ähnliches gilt für einen Dielenboden: Wird er regelmäßig mit Öl oder Wachs behandelt, reagiert der Dielenboden unempfindlich auf Schmutz oder Flüssigkeiten. Für die alltägliche Reinigung, sollte man darauf achten ein schonendes Reinigungsmittel zu verwenden, damit das Holz nicht austrocknet. Achtung: Eine zum ersten Mal oder neu geölte Oberfläche darf während der ersten zwei Wochen nur trocken gereinigt werden.

Unkompliziert: Fliesen

Fliesenböden sind die unkomplizierten Allrounder unter den Bodenbelägen, wenn es um die richtige Reinigung und Pflege geht. Ist der gröbste Schmutz entfernt, folgt die Nassreinigung mit einem Wischmopp bzw. Schrubber und Lappen. Das Wasser sollte so warm wie möglich sein, so lassen sich eventuelle Verkrustungen (besonders im Küchenbereich) leichter entfernen. Ein herkömmlicher Allzweckreiniger im Wischwasser unterstützt die Reinigung der Fliesen deutlich. Wichtig: Das Wasser regelmäßig wechseln. Ist es schmutzig, kann sich dieser Dreck in den Fugen ablagern und es wird schwieriger, diese zu säubern. Der Fliesenboden kann nun lufttrocknen oder, um unschöne Streifen und Schlieren zu vermeiden, mit einem gut ausgewrungenen Microfasertuch trocken gewischt werden.

Materialien der Zukunft Kinderzimmer

Kork als Bodenbelag ist wohnlich, modern und gerade äußerst gefragt. Nur beim Reinigen hat das Naturmaterial Kork so einige Ansrüche.

Kork

Korkboden besitzt viele hervorragende Eigenschaften: ist antistatisch, Schmutz abweisend und hat einen positiven Einfluss auf das Raumklima. Kein Wunder also, dass dieser Bodenbelag immer beliebter wird. Doch der pflegeleichteste ist er leider nicht.

Die Grundreinigung ist zunächst simple: Ein durchschnittlich beanspruchter Korkboden sollte wöchentlich feucht gereinigt werden. Dafür verwendet man am besten einen Bodenwischer oder Mop aus Microfaser, die saugen sich nicht so voll. Ein spezieller Reiniger wird nicht benötigt, stattdessen kann man auf ein Hausmittel zurückgreifen: Essig. Einfach eine halbe Tasse Essig (ca. 100 ml) in 8 Liter Wasser geben – fertig ist die Putzlösung. Achten Sie jedoch darauf, dass nach dem Wischen keine Feuchtigkeit zurückbleibt. Das kann zu Flecken führen.

Zusätzlich zur wöchentlichen Reinigung sollte Kork alle vier bis acht Wochen gründlich mit einem speziellen Reiniger gereinigt werden. Das Entscheidene dabei: Je nachdem, ob es ein versiegelter bzw. lackierter oder gewachster bzw. geölter Korkboden ist, wird ein anderer Reiniger benötigt. Immer jedoch ein ph-neutraler.

Für die fachgerechte Reinigung eines versiegelten Korkparketts benötigen Sie eine Lackseife, die keinen Seifenfilm aufbaut und sich für die häufige Reinigung von versiegelten Böden eignet. Bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft zusätzlich ein spezieller Intensivreiniger oder Fleckenentferner aus dem Fachhandel.

Gewachste oder geölte Korkböden sollten mit einer bodenschonende Holzbodenseife, die aus natürlichen Pflanzenfetten ohne Zusatz von Duftstoffen oder Lösungsmitteln besteht, zusätzlich behandelt werden. Die rückfettenden Eigenschaften reinigen nicht nur, sondern pflegen den Bodenbelag zusätzlich.

Für beides gilt: Arbeiten Sie am besten mit zwei Eimern – einen für die Seifenlösung, den anderen zum Auswaschen der Putzutensilien. Dieser sollte nur klares Wasser enthalten.

PVC-Böden

PVC-Böden sind sehr robust, werden sie jedoch nicht regelmäßig gereinigt, können sie durch Verschmutzung stumpf und glanzlos werden. Dabei ist die Pflege äußerst einfach, lässt er sich mit Wasser und herkömmlichen Putzmitteln problemlos reinigen. Noch gründlicher wird es mit Essig. Dazu einfach heißes Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 mischen, dem Boden nebelfeucht und einmal trocken nach wischen. Vorteil: Eine schonenden und preisgünstige Reinigung. Gegen hartnäckigere Flecken oder Fett hilft auch etwas Spülmittel. Und gegen die ärgerlichen schwarzen Streifen, wie man sie von Schuhsohlen bekommt, hilft ein Schmutzradierer.

Putz-Set "Skvalpa", Ikea

Wasser - aber nicht zu viel. Reiniger - aber bloß der richtige. Wer Natursteinböden aus Marmor oder Terrazzo reinigen möchte sollte wissen wie. Unsere Tipps:

Böden aus Naturstein: Marmor, Schiefer oder Travertin

Bödenbeläge aus Natursteinen wie Marmor, Schiefer, Travertin oder Granit sollten niemals mit säurehaltigen Produkten gereinigt werden. Denn Naturstein, enthält Kalk, der sich in Verbindung mit Säure auflöst, die Steinstruktur ist dann zerstört. Auch Scheuermittel

Empfehlenswert sind dagegen spezielle Natursteinputzmittel oder schwach alkalische Reiniger - eine Prise (!) Kernseife oder haushaltsübliches Spülmittel im Putzwasser und ein weiches Tuch entfernt Schlieren, Staub und andere grobe Verunreinigungen. Danach mit klarem Wasser nach - und einem saufähigen Baumwolltuch trockenwischen bis Ihr Boden wieder glänzt.

Extra-Tipp: Soll mit der Zeit stumpf gewordener Naturstein wieder richtig strahlen, wollen Sie Kalkablagerungen oder oberflächliche Kratzer entfernen, lässt sich der Steinboden mit speziellen Poliermaschinen wieder aufarbeiten. Ein Natursteinpoliturmittel aus dem Baumarkt besorgt den Rest.

Ikeas neue "Stockholm"-Kollektion

Wenn da jetzt was verschüttet würde ... Flecken durch Rotwein, Trittspuren, Kaffee entfernen Sie mit etwas Geduld - und dem richtigen Hausmittel.

Teppichboden

Der Königsweg zum gepflegten, möglichst fleckenfreien Teppichboden lautet: Verschmutzungen und Flecken so schnell wie möglich – am besten sofort nach dem Entstehen – vom Teppich entfernen. Dabei geht Technik vor Kraft - also nicht rubbeln, reiben, drücken oder scheuern sondern vorsichtig mit einem Tuch trockentupfen. Ein Retter im akuten Fleckenfall, der zudem schnell zur Hand ist: Mineralwasser mit möglichst viel Kohlensäure. Die sprudelt Säfte, Soßen und andere Flecken im Nu aus der Faser bzw. verhindert fürs erste, dass Verunreinigungen tiefer eindringen.

  • Teppichschaum reinigt Teppichböden zuverlässig, benötigt allerdings je nach Fabrikat einiges an Einwirkzeit und ist in der Regel nicht unbedingt kostengünstig. Mitunter kann es da fast lohnen, eine kleine Summe mehr zu investieren und eine professionelle Teppichreinigung einer Fachfirma zu buchen.

Hausmittel zur Teppichreinigung:

  • Haushaltsübliches Backpulver ist durch Natronanteil die Allzweckwaffe bei jeder Art von Flecken und Schmutz. Einfach etwas Backpulver auf den Fleck streuen und dann vorsichtig heißes Wasser auf die schmutzige Stelle gießen. Die Wärme öffnet die Faserporen, das Natron löst die Schmutzpartikel. Wichtig: Jetzt einige Stunden einwirken lassen, danach verbliebenes Pulver vorsichtig abtupfen oder -saugen. Nicht rubbeln! Bei Bedarf wiederholen.
  • Essig reinigt durch seine bleichende Wirkung ausschließlich helle Teppiche - diese allerdings recht wirksam. Je nach Fleckintensität einen mittleren bis großen Schluck Essig ins Putzwasser und den Fleck damit betupfen.
  • Salz ist das Mittel gegen Rotweinflecken auf dem Teppich. Sofort nach dem Malheur auf den Fleck gegeben, saugt das Salz den Rotwein auf. Etwas einwirken lassen und wegsaugen. Achtung: Auch hier gilt - maximal sanft tupfen und dann den Fleck nur von außen nach innen behandeln. Ist der Rotwein bereits eingetrocknet ist, helfen Mineralwasser und Essigwasser (siehe oben). Vorsicht Bleichwirkung! Zuvor an einer verdeckten Stelle des Teppichs testen.