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Beton-Möbel

Hart, kalt, brutal? Von wegen! Im Möbeldesign zeigt sich Beton von seiner natürlichen Seite. Wir stellen die schönsten Beton-Möbel für zu Hause vor und erklären, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Beton-Möbel

"Es kommt drauf an, was man draus macht" – mit diesem Slogan wirbt die Betonindustrie seit Jahrzehnten. Wir finden: Am besten macht man Möbel daraus. Die einzigartige Anmutung des Materials, die feinen Strukturen der Oberfläche und die freie Formbarkeit kommen bei Beton-Möbeln wunderbar zur Geltung. Und: Während Sichtbeton im Hausbau oft kühl und abweisend wirkt, zeigen Möbel, Leuchten und Accessoires aus Beton die sinnlich-warmen Qualitäten des Materials.

Beton-Möbel in freien Formen

Beton-Möbel

Beton ist ein Naturprodukt: Zement aus Kalkstein und Ton wird mit Sand oder Kies und Wasser vermischt. Die flüssige Mischung wird in eine Schalform gegossen, beim Aushärten bindet der Beton ab und erhält seine Festigkeit. Von der Baustelle kennt man das Gießen von Betonwänden zwischen senkrechten Schalbrettern; im Möbelbau gehen die gestalterischen Freiheiten dagegen viel weiter.

Zwar gibt es auch beeindruckende Beton-Möbel, die in klassischen Schalungsboxen massiv gegossen werden – etwa Hocker, Arbeitsplatten oder Couchtische mit einfacher, kubisch-klarer Form. Sie sind stabil und selbsttragend, aber auch sehr schwer. Viele Designer experimentieren inzwischen mit freieren Formen und dünneren Materialstärken, etwa bei Leuchten, Schalen oder Vasen, die kaum Gewicht tragen müssen.

Beton-Möbel

Schwierig wird es bei Tischplatten oder Schranktüren aus Beton: Sollen sie stabil genug sein, müssen sie extrem dick gegossen werden – dann sind sie aber so schwer, dass man sie kaum noch transportieren kann. Deshalb werden dünne Betonplatten mit innenliegender Armierung gegossen oder mit Stahlplatten verstärkt. So werden nicht nur wunderbar filigrane Tischplatten möglich, sondern auch ganze Einbauküchen mit Betonoberflächen an Schränken und Türen.

Beton-Möbel mit einzigartiger Struktur

Was Beton-Möbel so schön macht, ist ihre Oberfläche. Und genau hier haben Designer die meisten Möglichkeiten, die Ästhetik des Materials zu beeinflussen.

Beton-Möbel

Den Anfang macht die Zusammensetzung des Ausgangsmaterials: Je nachdem, wie grob oder feinkörnig die Bestandteile des Betons sind, wirkt die Oberfläche nach dem Aushärten natürlich rau oder fein wie Sandstein. Auch kleinere Lufteinschlüsse können Beton-Möbeln eine ausdrucksstarke Struktur geben. Ebenso ausschlaggebend sind Beimischungen wie feingemahlene Gesteinssorten und nicht zuletzt Farbpigmente: Dünnwandige Schalen aus unbehandeltem, dunkelgrau eingefärbtem Beton gehören zum schönsten, was sich aus diesem Material machen lässt.

Dass Beton die Form und Haptik seiner Schalung annimmt, kennt man aus der Architektur, etwa von Betonwänden mit der Struktur grober Holzbretter. Immer mehr Designer nutzen diesen Effekt, um Beton-Möbel und Accessoires mit einzigartigen Oberflächen zu schaffen – etwa indem sie die Form mit fein strukturierten Textilien auslegen, Baumblätter mit eingießen oder Schalungsformen aus Papier falten. Der letzte Schritt ist die Verarbeitung der Oberfläche: Feinkörniger Beton lässt sich so glatt schleifen, dass er die Anmutung edlen Natursteins erhält – besonders schön für Accessoires, die man gern in die Hand nimmt.

Beton-Möbel pflegen und reinigen

Gerade die natürliche Anmutung seiner Oberfläche macht Beton zu einem interessanten Material für den Wohnbereich. Die offenporige Struktur, die dem Beton seine einzigartige Optik und Haptik verleiht, stellt jedoch die Hersteller genauso wie die Nutzer vor Herausforderungen.

Beton-Möbel

Denn die offene Oberfläche verschmutzt leicht, gerade bei hellem Beton – und die Reinigung ist schwierig, wenn die Ablagerungen erst einmal in die Poren des Materials vorgedrungen sind. Um Abhilfe zu schaffen, wird die Oberfläche der meisten Beton-Möbel schon beim Hersteller speziell behandelt, um sie für die tägliche Nutzung widerstandsfähig zu machen.

Dabei gibt es verschiedene Methoden, die nicht nur unterschiedlich hohen Schutz bieten, sondern auch die Ästhetik der Oberfläche mehr oder weniger stark verändern. Wie Sie Ihre Möbelstücke oder Accessoires aus Beton am besten reinigen, hängt von der Art der Versiegelung ab – fragen Sie im Zweifelsfall am besten beim Hersteller nach.

Beton-Oberflächen: geölt, poliert, versiegelt

Beton kann geölt oder gewachst werden, um ihn gegen Verschmutzung zu wappnen. Diese Methode belässt dem Material seine natürliche Optik, bietet aber nur begrenzten Schutz gegen Flecken. Außerdem muss die Imprägnierung regelmäßig erneuert werden.

Beton-Möbel

Für den harten Einsatz in Küche oder Bad wird die Oberfläche daher meist mit einer synthetischen Beschichtung dauerhaft versiegelt, ähnlich dem Graffiti-Schutz an Außenwänden. So widersteht der Beton selbst Fett und grobem Schmutz. Um die Reinigung zu erleichtern, sind die Oberflächen von Spülbecken, Arbeitsplatten und Waschbecken außerdem meist nicht grob offenporig, sondern geschliffen und fein poliert – so lassen sie sich problemlos abwischen. Auch ästhetisch muss diese Verarbeitungsweise kein Nachteil sein: Polierte, versiegelte Beton-Oberflächen erinnern oft an Speckstein oder Marmor und fassen sich angenehm an.

Welches Möbelstück wie versiegelt wird, hängt natürlich nicht nur von der gewünschten Ästhetik, sondern auch vom Einsatzzweck ab: Täglich beanspruchte Oberflächen wie Tischplatten, Küchen- oder Badmöbel benötigen einen hohen Schutz. Leuchten, Kleinmöbel und Accessoires werden dagegen bewusst offenporig belassen, um die rauhe Ästhetik des Betons zu inszenieren.

Die 5 wichtigsten Fragen zu Beton-Möbeln:

1. Was muss man beim Kauf beachten?

Unbedingt: das Gewicht. Beton-Möbel sind schwer – selbst Tischplatten aus Beton, die nur wenige Zentimeter dick sind, bringen schnell mehrere 100 Kilo auf die Waage. Gerade in Altbauten sollte man deshalb die Statik der Decke im Zweifelsfall vom Experten checken lassen. Auch beim Umzug sind Beton-Möbel eine echte Herausforderung.

Die Alternative: Kleinmöbel odder Leuchten aus Beton – sie bringen die einzigartige Ästhetik des Materials ebenso gut zur Geltung. Außerdem bieten einige Hersteller inzwischen hohl gegossene, extra leichte Möbel aus Beton an.

2. Sind Beton-Möbel teuer?

Ja – jedenfalls im Vergleich zu günstigen Standard-Möbeln von der Stange. Der Grund: Beton-Möbel sind Nischenprodukte für Stil-Experten, die meist in Kleinserie von Hand hergestellt werden. Gerade darin liegt aber auch ihr Reiz. Und verglichen mit Möbeln aus dem gehobenen Segment liegt der Preis meist völlig im Rahmen. Ein günstiger Einstieg ins Wohnen mit Beton sind Accessoires wie Schalen, Kerzenhalter, Buchstützen (ab ca. 30 Euro) oder Leuchten (ab ca. 280 Euro).

3. Wie kombiniert man Beton-Möbel am besten?

In nüchternen Interieurs mit viel Glas, Stahl und glatten Oberflächen spielt Beton seinen industriellen Charme aus, wirkt aber schnell unterkühlt. Kombinieren Sie Beton-Möbel lieber mit Holz, gedeckten Farben und rauen Oberflächen – so wirkt das Material sympathisch und natürlich, fast wie Naturstein. Unbehandelte Schalen oder Leuchten aus Beton passen gut zu Vintage-Möbeln, sind mit ihrer ausdrucksstarken Oberfläche aber auch ein schöner Blickfang im puristisch-modernen Esszimmer.

4. Ist Beton pflegeleicht?

Unbehandelter, offenporiger Beton ist schmutzempfindlich und schwer zu reinigen. Bei Leuchten und Accessoires ist das kein Problem – bei Tischen, Arbeitsplatten oder Waschbecken aus Beton dagegen schon. Deren Oberflächen werden daher schon vom Hersteller poliert, geölt oder imprägniert. So sind sie schmutzabweisend und lassen sich einfach abwischen.

5. Wo kann man Beton-Möbel kaufen?

Es gibt mehrere Anbieter, die sich auf Möbel und Accessoires aus Beton spezialisiert haben. Manche fertigen Möbel nach individuellen Vorgaben an, bei anderen kann man direkt im Webshop bestellen – teils auch günstige Accessoires wie Schalen, Kerzenleuchter oder Leuchten. Die wichtigsten Adressen:

/www.arrangio.de
www.betoniu.de
www.betonmoebel-berlin.de
www.stayconcrete.com
www.forminfunktion.de
www.bton-betondesign.de