• CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER
  • CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER

11 Fragen an Petra vom Blog "Augenpralinen"

Was es in der Hansestadt Hamburg alles zu entdecken und ausprobieren gibt, verrät uns Bloggerin Petra.
portrait_petra_gr

Name: Petra Wille
Blog: augenpralinen.de
Schreibt über: Feine Dinge, Wohnen & Einrichten
Wohnt in: Hamburg

Einrichtungs-No-Go: Wände in Schwammtechnik
Einrichtungs-Must-have: Mut zum eigenen Stil

Lieblingsadresse in Hamburg: Rar

1. Wo findest Du Inspiration für Deinen Blog?

Auf jeden Fall im Internet. Ich bin sehr viel online und folge Blogs rund um den Globus von Australien bis Schweden. Außerdem stöbere ich in Online-Shops, verfolge Trends auf Facebook und Pinterest und nutze jede neue Möglichkeit zur Inspiration, wie beispielsweise die so genannten Curated-shopping-Portale (z.B. monoqui.de und fab.de).

2. Wo ist Dein Lieblingsplatz?

Generell immer gerne am Wasser. Und da bietet Hamburg einem ja reichlich Möglichkeiten. Die Fahrt über die Kennedybrücke verliert nie ihren Zauber, wenn man gleichzeitig Binnen- und Außenalster im Blick hat. Und ein Feierabend-Kaltgetränk am Elbstrand oder auf der HVV-Fähre gibt mir immer das Gefühl von einem Kurzurlaub.

Wenn es sich mal etwas weniger nach Großstadt anfühlen soll, spaziere ich ab der U-Bahn-Haltestelle Klein Borstel auf dem Alsterwanderweg Richtung Nordosten. Für Landratten kann ich aber auch den Jenisch-Park sehr empfehlen. Dort kann man hervorragend ganze Sonntage verbringen.

3. Wo kann man Design live erleben?

Gibt es sicher - aber ich habe noch keines davon speziell aufgesucht. Hamburg lockt aber mit einigen Veranstaltungen, bei denen man den Menschen über die Schulter blicken kann. Zum Beispiel bei der "Hello.Handmade" oder dem "Holy Shit Shopping" kann man zusehen, wie manches Kleinod entsteht.

4. Dein Lieblings-Designstück, in Deiner Stadt gekauft?

Tja, da würde ich jetzt gerne sagen: das Regalsystem "Rio". Aber darauf spare ich noch. Aber unser Bett, das ist ein echter Hamburger. Inspiriert vom "Bett dn43" (Berlindesign), von mir verändert und vom Handwerkerkollektiv meisterhaft gefertigt, schläft man darin wunderbar und hat noch dazu viel Stauraum.

Und ich liebe mein Schlüsselband von Soiblossom. Das wird in Hamburg von Gabriele Dünwald handgefertigt. Gabriele hat mehr als ein Jahr in Thailand gelebt und verarbeitet ihre Eindrücke in wunderbar bunten und praktischen Schlüsselbändern. Jedes Stück ein Unikat.

5. Das am besten eingerichtete Café?

Oh. Phuuu... es gibt so viele wundervoll eingerichtete Cafés in Hamburg. Vor allem in den kleinen Cafés steckt meist viel Herzblut.

Ich mag besonders "Torrefaktum" in Ottensen. Der Kaffee ist selbstgeröstet, sehr lecker und was die Einrichtung angeht, kombinieren sie dort so schön Treibholz-Elemente mit knalltürkiser Akzentfarbe.

Und das Café "Hallo Kleines" in der Weidenallee mag ich gerne. Es ist zwar winzig klein, aber schön gemütlich eingerichtet. Außerdem sind die Kuchen 'ne Wucht und und man kann nach dem Kaffee gleich noch durch die kleinen Wohnboutiquen bummeln, die ebenfalls in dieser Straße sind.

6. In welchen Läden treffen wir Dich beim Shopping?

Bei Lokaldesign auf dem Schulterblatt (viele junge Designer, tolle Möbel) und, wenn ich Geschirrtücher, Kissenbezüge oder ähnliches brauche, auch mal bei Wohngeschwister.

Im Eppendorfer Weg biege ich gerne zu Lys Vintage ein. Hier findet man skandinavisches Design von Ferm Living bis Hay direkt zum Mitnehmen neben den Designklassikern der 50er und 60er Jahre. Die sollte man sich dann aber liefern lassen.

Und wenn man schon mal auf der Ecke ist, kann man sich bei der dänischen Möbelkette Bolia (am Straßenbahnring 19) durch die Ausstellung treiben lassen.

In Ottensen lasse ich mich gerne vom Industrial Chic bei Ply inspirieren. Und wenn ich richtig hochwertige, langlebige Sachen suche, fahre ich auf jeden Fall zu Manufaktum in die Fischertwiete 2 - denn da gibt es sie noch, die guten Dinge.

7. Ein ganz einzigartiger Laden?

Ich gehe einfach gerne zur Rar in Ottensen. Mit der Besitzerin kann man wunderbar fachsimpeln und es gibt dort wirklich ausgewählte Stücke.

8. Gibt es einen empfehlenswerten Flohmarkt?

Also da bin ich etwas überfragt. Ich bin kein Flohmarktgänger. Natürlich laufe ich ab und zu über die Flohschanze, wenn ich zufällig in der Nähe bin. Dafür braucht man aber einen guten Tag und etwas Geduld, denn da ist immer richtig was los!

Ich begebe mich aber gelegentlich auf einen Streifzug durch das Stilbruch-Kaufhaus. Ich mag das Konzept sehr, denn bei Stilbruch kann man seine gebrauchten Einrichtungsgegenstände abgeben, an denen man sich satt gesehen hat - wenn sie noch gut in Schuss sind. Für schmales Geld werden sie dann an jedermann weiterverkauft. Manchmal findet man richtig schöne Dinge, die noch in einem top Zustand sind.

9. In welchem Hotel würdest Du einchecken?

Fiese Frage, denn ich habe in keinem der Hotels je genächtigt. Aber aus reiner Neugier würde ich mal gerne eine Nacht im Miramar an der Außenalster verbringen. Ein nettes kleines Hotel in einem schicken Jugenstilaltbau. Das Miramar liegt in einer kleinen Seitenstraße und die eigenwillige Inneneinrichtung scheint mir ganz spannend.

Außerdem würde ich gerne mal eine Nacht im The George absteigen. Das sieht mir auf jeden Fall nach einem pompösen Hotel mit weichen Kissen und fetten Kronleuchtern aus. In dessen Nachbarschaft kann man auch wunderbar frühstücken (z.B. ein Panini bei Kitty Voo oder ein spätes Frühstück im Café Gnosa) und dabei dem Großstadtgetümmel zusehen.

Sollte ich mal Lust auf die volle Dosis Hamburg haben, dann würde ich mich in die Superbude St. Pauli einmieten. Das ist sicher trubelig, laut und bierseelig - und auf jeden Fall sehr, sehr cool. Ich sag nur: Warum einen Hocker nehmen, wenn es zwei gestapelte Bierkisten auch tun?

10. Design, Theater, Architektur?

Ich finde, die Hausboote auf dem Eilbekkanal sind eine kleine Tour in den Stadtteil Eilbek wert. Jedes der Boote ist optisch komplett anders gestaltet. Eines z.B. erinnert mich immer an ein Stealth-Boot in einem James-Bond-Film.

Wer wirklich das "Moderne-Architektur-Komplettpaket" will, der fährt einfach in die Hafencity. Am besten ist, man startet dort am Infocenter im alten Kesselhaus. Da steht ein gigantisches Modell der Hafencity, welches einem die Orientierung doch sehr erleichtert. Außerdem finden sich dort spannende Informationen zu den einzelnen Gebäuden und Bauabschnitten. In der Hafencity sind auch viele Veranstaltungen des Hamburger Architektursommers.

11. Ein perfekter Tag in Deiner Stadt?

Ich fahre nach St. Georg und trinke bei Mutterland einen leckeren Kaffee. Danach kann ich sicher im Museum für Kunst und Gewerbe eine spannende Ausstellung sehen oder ich laufe bis zu den Deichtorhallen und sehe eine Fotoausstellung im Haus der Photographie.

Zum Mittagessen fahre ich mit der U-Bahn U1 zum Jungfernstieg, genieße den Blick auf die Binnenalster, flaniere die Colonnaden hinauf und esse bei Matsumi ein Gyuteri-don (marinierte Rindfleischstreifen mit Sesam auf Reis).

Und weil ich schon mal in der Innenstadt bin, mache ich einen kleinen Bummel, vorbei an Zara Home, Muji, Habitat, Ligne Roset und schau mal kurz noch bei Gärtner rein. Dort bewundere ich dann all die Designklassiker der letzten 50 Jahre und stelle mir vor, wie gut die wohl in meiner Wohnung aussehen würden.

Anschließend habe ich vermutlich die Nase voll vom Trubel der Stadt und spaziere erst mal durch Planten un Blomen, ein wunderschön angelegter Park mit verschiedensten Gärten von Japan bis Kräuter. Bei schönem Wetter kann man da gut einige Stunden verbringen. Oder ich würde mich einige Stunden im Holthusenbad entspannen. Ein echter Jugendstil-Prunkbau von 1914. Sehr sehenswert.

Dann würde ich wohl anfangen den Rest des Tages zu planen und mit Freunden zu telefonieren um sich zu verabreden. Vielleicht ein Konzert auf dem Kiez? Im Molotow, dem Docks oder der Großen Freiheit 36? Vorher auf jeden Fall aber ein Abendessen im Freudenhaus. Dort gibt es perfekt zubereitete deutsche Küche und in der angeschlossenen Bar vermutlich die größte Getränkeauswahl Hamburgs. Da kann man anschließend auch locker ein Rockkonzert vertragen.

Vielleicht ist mir aber gar nicht nach einem lauten Abend. Dann würde ich mich mit Freunden im Bistro Tati in der schönen Bellealliancestraße treffen und bei einem Galette mit Ziegenkäse und der Rotweinempfehlung des Kellners den Tag ausklingen lassen.

Mehr von Petra:

Ihr Blog: augenpralinen.de
Lieblingsadresse in Hamburg: der Einrichtungsladen Rar