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10 Fragen an Sabine vom Blog "Azurweiss"

Sabine von "Azurweiss" gibt Tipps für das idyllische Stuttgart. Vom Bohnenviertel über die Weißenhofsiedlung bis hin zu den zahlreichen "Stäffele".
Schoener Wohnen City Blogger Portraitbild Sabine Wittig

Name: Sabine Wittig
Blog: www.azurweiss.de
Schreibt über: Wohnen, Einrichten, Dekorieren
Wohnt in: Nähe von Stuttgart

Einrichtungs-No-Go: Topfpflanzen, Fliesenboden und Raufasertapete. Außerdem mag ich keine Einrichtungen, die aussehen wie aus dem Katalog - auch wenn dieser noch so stylish daherkommt.
Einrichtungs-Must-have: Viel Weiß und ausgewählte Accessoires - neu oder Vintage - wie Vasen, Kissen & Co. als wechselnde Farbtupfer. Außerdem: feines Porzellan und Schönes aus Glas.

Lieblingsadressen in Stuttgart: Unique Nature und Annas Kaufladencafé

1. Wo findest Du Inspiration für Deinen Blog?

Oh, da gibt es einige Stellen: Zum Beispiel die Staatsgalerie oder das Kunstmuseum. Am liebsten buche ich eine der zahlreichen Themenführungen, die es in beiden Museen gibt. Im Kunstmuseum startet am 5. Mai die Ausstellung "Rasterfahndung - Das Raster in der Kunst nach 1945" - als Fan klarer Formen freue ich mich da ganz besonders drauf.

Oder das Bohnenviertel. Nur ein paar Meter abseits der Königstraße (Stuttgarts Hauptfußgängerzone, die sich leider nicht von denen anderer Städte unterscheidet) liegt dieses beinahe idyllische Viertel mit kleinen Weinstuben, Läden, Galerien und Trödlern.

Ebenfalls sehr inspirierend ist ein Streifzug durch den Stuttgarter Westen. Hier ist alles ein bisschen legerer, die kleinen Läden, Trödler und Cafés haben ihre Ecken und Kanten, aber das macht sie - mitsamt ihrer Inhaber - so sympathisch.

2. Wo ist Dein Lieblingsplatz?

Karlshöhe: Weinberge, Parks und hochherrschaftliche Villen aus der vorletzten Jahrhundertwende machen die Gegend rund um die Karlshöhe - nicht weit von der Innenstadt entfernt - aus. Wer zu Fuß rauf möchte, braucht etwas Kondition, wird aber mit einem herrlichen Blick über Stuttgart belohnt. Und wer Glück hat, ergattert einen Logenplatz im schönen Biergarten.

Eugensplatz: Der Eugensplatz ist ein kleines, lauschiges Plätzchen im Stuttgarter Osten, oberhalb von Staatsgalerie und Haus der Geschichte. Besonders im Sommer lohnt sich der Aufstieg über die in Stuttgart so zahlreichen "Stäffele": Denn dann kann man zum Ausblick auch gleich das wahrscheinlich beste Eis der Landeshauptstadt genießen - das gibt’s nämlich in der Eisdiele gleich gegenüber.

3. Dein Lieblings-Designstück, in Deiner Stadt gekauft?

Unsere weißen Arne-Jacobsen-Stühle für den Esstisch. (Gekauft bei Ursula Maier, Rotebühlstraße 23) Und mein wundervoller Bürodrehtstuhl ID Trim von Vitra. (Gekauft bei Partner, Breitscheidstraße 10)

4. Das am besten eingerichtete Café?

Das Hüftengold (Olgastraße 44) ist nicht nur klasse eingerichtet, es gibt dort auch feine Kuchen und die Abendkarte muss sich auch nicht verstecken. Die leckersten Kuchen gibt‘s im winzigen Café Koenigx (Wagnerstraße 22) im Bohnenviertel.

5. In welchen Läden treffen wir Dich beim Shopping?

Magazin und Manufactum - die beiden teilen sich ein Gebäude in der Lautenschlager Straße 16. Warum? Hochwertige Möbel, Lampen und Wohnaccessoires, zeitloses Design und immer gibt’s was Neues zu entdecken.

Fifty-Fifty in der Olgastraße 47. Warum? Hier gibt’s gebrauchte Möbeloriginale aus den 1950er bis 1970er Jahren. Schöne Stücke, die allerdings auch ihren Preis haben.

Merz & Benzing in der Dorotheenstraße 4 / Markthalle. Warum? Wohninspirationen auf drei Etagen. Toll dekoriert, aber nicht clean gestylt. Accessoires, Geschirr, Bücher, Möbel, Blumen, dazu Hübsches für Balkon und Garten. Schon allein die Location ist den Besuch wert: Merz & Benzing befindet sich nämlich mitten in Stuttgarts Markthalle (erbaut 1912-1914), der man nachsagt, eine der schönsten in Deutschland zu sein.

In der Porzellanabteilung von Tritschler am Marktplatz 7. Warum? Hier sind alle meine Lieblingsporzellanmarken versammelt - Rosenthal, Royal Copenhagen und Meissen (zugegeben: meistens bleibt’s beim Gucken und Schwelgen).

Ozio in der Blumenstraße 32. Warum? Feine Stücke (Mode, Schmuck, Keramik), die man nicht an jeder Ecke findet.

Westend Antik in der Schwabstraße 30. Warum? Von Art Déco bis 1970er: Ich hab noch nie eine bessere Auswahl an Geschirr und Lampen aus dem letzten Jahrhundert gesehen. Außerdem weiß der Inhaber zu beinahe jedem Stück die Geschichte zu erzählen. Unglaublich.

Bauhaus Design Reloaded in der Sophienstraße 4A. Ich muss gestehen, in diesem erst kürzlich eröffneten Geschäft war ich noch nicht, es hört sich aber ausgesprochen vielversprechend an und steht auf meiner Liste für die nächste Stuttgart-Shopping-Tour.

6. Ein ganz einzigartiger Laden?

Marcolis in der Dorotheenstraße 2. Wer ein Herz für Glas hat, kann hier Vasen, Objekte, Lampen und Schmuck traditionsreicher italienischer Glasmanufakturen erstehen. Und zwar sowohl aus den aktuellen Kollektionen als auch feine Vintage-Stücke. Manches ist zwar unerschwinglich, aber es gibt viele Schätze zu erstaunlich moderaten Preisen.

Neben Glas versammelt Elisabeth Roth, die quirlige Inhaberin, Mode, Taschen, Accessoires und feine Papeterie in ihrem Laden. Auch diese Produkte werden in Italien hergestellt. Kein Wunder also, dass man beim Betreten von Marcolis ein ganz klein wenig das Gefühl bekommt, man sei in Venedig, Florenz oder Mailand.

7. Gibt es einen empfehlenswerten Flohmarkt?

Jeden Samstag findet auf dem mit Kastanienbäumen gesäumten Karlsplatz der Stuttgarter Flohmarkt statt. Tolle Stände, wenig Ramsch und ein ganz besonderes Flair.

8. In welchem Hotel würdest Du einchecken?

Keine Frage - im Zauberlehrling. Ein kleines, feines Designhotel mitten im Bohnenviertel. Jedes der 17 Zimmer ist in einem anderen Stil eingerichtet, außerdem gibt es ein feines Restaurant im Haus.

9. Design, Theater, Architektur?

Weißenhofsiedlung: Ein Muss für Freunde der modernen Architektur ist die Weißenhofsiedlung. Sie entstand 1927 als Mustersiedlung im Rahmen der Werkbundausstellung "Die Wohnung" unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe. Das Doppelhaus von Le Corbusier kann besichtigt werden. Und das lohnt sich!

Staatsgalerie: Ich mag die Staatsgalerie wegen ihrer enormen Vielfalt. Mit einer Bandbreite vom 14. bis zum 21. Jahrhundert ist hier (fast) alles versammelt, was in puncto Malerei und Plastik Rang und Namen hat. Die 1979 bis 1984 erbaute Neue Staatsgalerie ist zudem ein Wahrzeichen Stuttgarts geworden. Mit Recht betitelt eine aktuelle Broschüre das Gebäude als "Ikone der Postmoderne".

Theaterhaus: Kleinkunst, Theater und Ballet im ehemaligen Rheinstahl-Werk. Tolle Programme, tolle Location, der man die Industrievergangenheit ansieht.

Wilhelma Theater: 1840 eröffnet und in den 1980er Jahren restauriert, entführt uns das kleine Theater zurück in die Zeit des Klassizismus - Königsloge und Kronleuchter inklusive.

10. Ein perfekter Tag in Deiner Stadt?

Die aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum gucken. Dann über den Schillerplatz (dienstags, donnerstags und samstags findet hier der Blümlesmarkt statt!) rüber zur Markthalle. Ein kurzer Abstecher zu Breuninger und dann ins Bohnenviertel. Kaffeepause im Koenigx. Anschließend durch das Viertel bummeln und am frühen Abend geht’s in eine der Weinstuben.

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