• CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER
  • CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER

11 Fragen an Julia vom Blog "Philuko"

Wir haben Julia vom Blog "Philuko" 11 Fragen zu ihrer Heimatstadt Karlsruhe gestellt und von ihr jede Menge Tipps zu Kunst und Design bekommen. Denn gerade Kunstinteressierte kommen in der Residenzstadt auf ihre Kosten.
philuko_portrait_gr

Name: Julia Schenk
Blog: philuko.blogspot.de
Schreibt über: Kreatives/DIY, Design, Kunst und Wohnen
Wohnt in: Karlsruhe

Einrichtungs-No-Go: Wohnwände und Wandtattoos
Einrichtungs-Must-have: ein Klassiker von Arne Jacobsen (mit dem 7er von ihm begann meine Stuhl-Sammelleidenschaft)

Lieblingsadresse in Karlsruhe: Romy Ries' Concept Store

1. Wo findest Du Inspiration für Deinen Blog?

Im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), in der Staatlichen Kunsthalle (speziell in der Jungen Kunsthalle hat mich zuletzt die "Extrem süß!"-Ausstellung begeistert), im Badischen Kunstverein und im Botanischen Garten mit den vielen wunderbaren Schöpfungen der Natur und dem linearen 1960er-Jahre-Bau des Bundesverfassungsgerichts in unmittelbarer Nähe. Außerdem gibt es einige tolle Galerien in Karlsruhe und manchmal hilft auch der Zufall ein bisschen nach. Bei einem Spaziergang durchs Viertel entdeckte ich vor Jahren das Atelier des Künstlers Achim Fischel. Ich brauchte nur einen Tag Bedenkzeit, und schon besaß ich mein erstes Werk.

Um beim Thema Kunst zu bleiben: Die Art Karlsruhe, die jährlich im März stattfindet, ist eine große Inspirationsquelle - dort habe ich z.B. die faszinierenden Wandmasken des Karlsruher Künstlers Reinhard Voss und die Edekafrauen von Kristina Fiand entdeckt. Inzwischen gibt es sogar eine Edekafrau mit einem meiner Kissendesigns - sie steht im Wohnzimmer meiner Eltern. Schöne Möbelläden, wie z.B. Burger Inneneinrichtung in der Waldstraße, sind auch hilfreiche Inspirationsquellen.

2. Wo ist Dein Lieblingsplatz?

Das ist im wahrsten Sinne des Wortes der Gutenbergplatz, der bei mir quasi um die Ecke liegt. Man sagt, er sei der schönste (Markt-)Platz in Karlsruhe - für mich stimmt das, außerdem ist er ganz in meiner Nähe. Hier sitze ich gerne in einem der Straßencafés, der Brunnen mit dem lustigsten Namen der Stadt (Krautkopfbrunnen) plätschert vor sich hin und ich bin umgeben von schönen Häusern der Gründerzeit. Im Hochsommer ist mein Lieblingsplatz das Rheinstrandbad Rappenwört. Es schlängelt sich am Rhein entlang, bietet viel Platz für Sonnen- und Wasserhungrige und hat nichts von seinen ursprünglichen Charme verloren.

3. Wo kann man Design live erleben?

Die offenen Ateliers der Kunstakademie. Das ZKM/Zentrum für Kunst und Medientechnologie, in dem immer wieder neben tollen Ausstellungen auch wechselnde Aktionen und Workshops (für Kinder und Erwachsene) angeboten werden. Und der Showroom von Velvet-Point, wo es unzählige Original-Möbel aus den 1950ern, 1960ern und 1970ern zu bestaunen gibt.

4. Dein Lieblings-Designstück, in Deiner Stadt gekauft?

Der riesige Flechtkorb aus Afrika, den mir mein Mann geschenkt hat, gekauft bei Burger Inneneinrichtung in der Waldstraße 89-91.

5. Das am besten eingerichtete Café?

Da gibt es zwei. Das eine ist das Café Max. Die Typo-Wand mit den Maxen dieser Zeit mag ich sehr gerne. Es ist nicht nur innen sehr ansehnlich, sondern auch von außen - dieses Café befindet sich im wunderschönen Prinz-Max-Palais, einem ehemaligen Wohnsitz des Prinzen Max von Baden, das außerdem u.a. die Jugendbibliothek und das Museum für Literatur am Oberrhein beherbergt. Das Café Max liegt zentral, ganz in der Nähe des Europaplatzes in der Akademiestraße 38a.

Ein weiteres schönes Café ist das Kesselhaus, das sich abseits der Innenstadt, in der Griesbacherstraße 10c, befindet. Das denkmalgeschützte Fabrikgebäude aus dem Jahre 1899 hat eine imposante Höhe und ist mit meinen Lieblingsstühlen ausgestattet: den 7ern von Arne Jacobsen.

6. In welchen Läden treffen wir Dich beim Shopping?

Bei Burger Inneneinrichtung in der Waldstraße 89-91, bei Romy Ries in der Yorckstraße 41 und bei Kymo in der Karlstraße 32 - für diese Firma entwirft meine Nachbarin Eva Langhans großartige Teppichdesigns, von denen einige mit dem IF Award ausgezeichnet wurden.

7. Ein ganz einzigartiger Laden?

Das ist ein Geschäft namens Antikart in der Amalienstraße 37. Der Laden existiert seit 1994 in Karlsruhe. Auf 200 Quadratmetern finden sich die schönsten Möbel-Originale und Antiquitäten, Gemälde und Dekoartikel aus verschiedenen Epochen. Ein Schlaraffenland für Sammler und Liebhaber! Ich stehe jedes Mal staunend vor dem Schaufenster.

8. Gibt es einen empfehlenswerten Flohmarkt?

Der Flohmarkt, der an jedem ersten Samstag im Monat auf dem Stephanplatz stattfindet. Hier habe ich vor einiger Zeit einen wunderbaren 1960er-Cocktail-Sessel aus Wildleder mit rundem Sitzgestell zu einem Wahnsinnspreis ergattert. Den Sessel hatte ich schon öfter in Wohnzeitschriften gesehen und hin und her recherchiert, aber nirgends gefunden. Es war ein glücklicher Zufall, dass er mir tatsächlich eines Tages auf diesem Flohmarkt begegnet ist.

9. In welchem Hotel würdest Du einchecken?

Im Schlosshotel, einem zauberhaften alten Gebäude, in direkter Nähe zum Bahnhof. Für Menschen, die gerne zentral wohnen empfehle ich das Hotel Kaiserhof, das mitten in der Stadt am Marktplatz liegt.

10. Design, Theater, Architektur?

Karlsruhes Baumeister schlechthin war Friedrich Weinbrenner (1766 bis 1826). Seine Bauten prägen das Bild der Stadt, wie z.B. die Evangelische Stadtkirche und das Rathaus am Marktplatz. Ebenfalls sehenswert: Das Bundesverfassungsgericht und das Schloss sowie das imposante ZKM/Zentrum für Kunst und Medientechnologie, das einst Munitionsfabrik war.

Und ich streife gerne durch das Musikerviertel, um die wunderschönen Jugendstilhäuser zu beäugen, die es dort in Hülle und Fülle gibt (z.B. von der Wendt- über die Bach- in die Schubertstraße). Beim Thema Musik sei noch das wunderschön renovierte Gottesauer Schloss in der Oststadt zu nennen, das die Musikhochschule beherbergt und in dessen Park jeden Sommer das Kino-Open Air der Schauburg stattfindet - ein empfehlenswertes Event! Nicht zu vergessen die Dammerstocksiedlung in Rüppurr, die von Walter Gropius entworfen wurde.

An Theatern bietet das Badische Staatstheater in der Baumeisterstraße 11 ein tolles Programm (auch für Kinder), ebenso wie das Kammertheater in der Herrenstraße 30/32, das in der Alten Bank gelegen ist. Für kleine Leute außerdem wunderbar: Das Marotte Figurentheater in der Kaiserallee 11. In der Oststadt entsteht aktuell auf dem alten Schlachthofgelände ein Kreativpark, der Konzertsäle, Ausstellungsräume, Ateliers, Kneipen/Cafés und Werkräume umfasst. Dieses Areal strotzt nur so vor Kultur, Kreativität und Inspiration.

11. Ein perfekter Tag in Deiner Stadt?

Sonne, Frühstück auf der Terrasse des Café Max, dann ein kleiner Spaziergang im Schlosspark, ein bisschen Kunst gucken im ZKM, Mittagsmenü im Tartufo Bianco, flanieren in der Südlichen Waldstraße und den Tag auf dem Gutenbergplatz bei einem guten Gläschen unter dem von Lichterketten erleuchteten Abendhimmel ausklingen lassen. Alle Stationen mit dem Fahrrad ansteuern. Karlsruhe ist ideal für Radfahrer!

Mehr von Julia: