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11 Fragen an Kai vom Blog "Stilsucht"

Berlin hat in Sachen Design viel zu bieten. Kai vom Blog "Stilsucht" weiß, welche Läden, Locations und Cafés der Hauptstadt einen Besuch wert sind.
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Name: Kai Petermann
Blog: stilsucht.de
Schreibt über: Design
Wohnt in: Berlin

Einrichtungs-No-Go: Wandtattoos
Einrichtungs-Must-have: RAR Eames Rocking Chair von Vitra

Lieblingsadresse in Berlin: Gestalten Space

1. Wo findest Du Inspiration für Deinen Blog?

Am einfachsten ist es für mich eigentlich bei Veranstaltungen wie der DMY oder der Qubique. Dort kommt man ganz einfach mit jungen Designern in Kontakt. Ansonsten halte ich einfach immer meine Augen offen. Besuche gezielt Leute, die sich in der Welt des Designs bewegen und so ergibt meist ein Kontakt den nächsten.

Gefühlt kommen fast täglich neue Designer nach Berlin, da kann man fast gar nicht immer am Ball bleiben. Aber am Ende ist Berlin dann auch nur ein Dorf und man kennt und trifft einander früher oder später.

2. Wo ist Dein Lieblingsplatz?

Einer meiner liebsten Plätze ist wohl mein Balkon und der ist natürlich nur für Freunde und Bekannte zugänglich. Ich wohne in einem Industriedenkmal auf einer kleinen Halbinsel in der Spree. Vom Balkon aus kann man das Wasser sehen. Dann und wann hört man die Möwen und weil der Balkon in Richtung Südosten zeigt, ist es dort unglaublich großartig. Sogar, wenn die Sonne nicht scheint.

3. Wo kann man Design live erleben?

Davon gibt es eigentlich eine ganze Menge, man muss sie nur finden. Viele Designer haben ihre Studios in Hinterhöfen, dort kommt man natürlich nur sehr selten mal ganz aus Versehen hin. Einen Besuch bei Studio Ziben kann ich allerdings immer empfehlen. Mariusz Malecki hat seinen Showroom in der Danziger Straße 22 im Prenzlauer Berg. Er hat seinen ganz eigenen Stil gefunden. Aus alten Möbeln und weggeworfenem Holz entwirft er fantastische Einzelstücke. Stühle, Tische, Schränke, alles trägt seine Handschrift, ohne dass er sich in seiner Arbeit immer nur wiederholt.

4. Dein Lieblings-Designstück, in Deiner Stadt gekauft?

Ein Palisander-Sideboard aus den 50er Jahren. Ich konnte einfach nicht dran vorbei gehen. Jetzt steht es im Wohnzimmer und sieht so unglaublich viel besser aus, als es jedes moderne Möbel jemals könnte. Ich freue mich tatsächlich jeden Tag darüber.

5. Das am besten eingerichtete Café?

Allein die Menge der Cafés in Berlin macht es nahezu unmöglich, darüber einen wirklichen Überblick zu haben. Ich mag die totale Reduktion im Kristiania (Fehrbelliner Straße/Schönhauser Allee). Und der Kaffee ist der Knaller. Wir haben hier in vielen Läden diesen Berliner Trash-Sperrmüll-Vintage-Design-Chichi-Style (ja, das ist die offizielle Bezeichnung). Ich mag das eigentlich recht gern, es passt irgendwie gut zur Stadt mit ihren zahlreichen Facetten. Die typischen, angesagten Stadtteile bieten hier jede Menge Auswahl.

6. In welchen Läden treffen wir Dich beim Shopping?

Meine Hemden kaufe ich gern bei Ben Sherman, in Sachen Denim vertraue ich Burg & Schild, im 14oz. werde ich aber auch regelmäßig schwach. Generell bin ich zum Shopping meist in Mitte anzutreffen. Dort kann ich auch meine Sneaker-Sammlung regelmäßig aufstocken. Für spezielle Dinge wie Gürtel fahre ich aber beispielsweise auch gerne in den Wedding, denn bei Leevenstein gibt es wirklich tolle handgemachte Lederwaren.

7. Ein ganz einzigartiger Laden?

Im Superkull gibt es alles, um der mexikanischen Tradition des Día de los Muertos (Tag der Toten) ganzjährig zu frönen. Dort findet man traditionellen, authentischen und wunderbar kitschigen mexikanischen Schnickschnack aller Art. Der Laden ist nicht immer geöffnet, am besten auf der Website nach den Zeiten schauen.

8. Gibt es einen empfehlenswerten Flohmarkt?

Tatsächlich ist der Flohmarkt im Mauerpark ziemlich cool. Man muss sich nur darauf einstellen, dass dort unglaubliche Menschenmassen unterwegs sind. Vor allem bei gutem Wetter. Aber dort gibt es eine wirklich gute Mischung aus Kitsch, Quatsch und kleinen Schätzen. Eigentlich kann man dort immer etwas finden. Sogar, wenn man gar nicht danach gesucht hat.

9. In welchem Hotel würdest Du einchecken?

Oh, das ist einfach. Ich würde im Michelberger Hotel wohnen. Die Mischung aus Design, roughem Berlin Style und Kunst ist verdammt gut. Das Michelberger passt ganz hervorragend zu Berlin und bringt viel Gutes der Stadt zusammen. Unbedingt dort einchecken!

10. Design, Theater, Architektur?

Während der DMY in der Stadt zu sein ist schon sehr reizvoll, meist findet die Anfang Juni statt. Das ist im Grunde die Berliner Design Week und es gibt überall in der Stadt große und kleine Ausstellungen mit einer wahnsinnig hohen Qualität.

Bei passendem Wetter bin ich ja erklärter Fan der Brückenfahrten. Schön mit dem Schiff über die Spree, das ist natürlich sehr touristisch, aber man bekommt wirklich viele tolle Orte zu sehen und meistens sind die Sprecher extrem unterhaltsam. Es gibt eigentlich keinen echten Grund, um sich in Berlin zu langweilen. Irgendwo ist immer irgendwas, das man spannend findet. Und auf jeden Fall sollte man unbedingt mindestens einmal im Leben auf den Fernsehturm gehen.

11. Ein perfekter Tag in Deiner Stadt?

Da würde ich mit einem Frühstück in der Hafenküche beginnen, auf dem Rückweg geht es mit dem Hund um den Rummelsburger See und dann gleich noch eine Runde über die Halbinsel Stralau. Eigentlich kann man dann auch gleich mal für eine Stunde ein kleines Boot leihen und ein bisschen auf dem Wasser abstylen.

Weil die Sonne so schön scheint und zufälligerweise gerade Sonntag ist, geht es danach auf den Flohmarkt im Mauerpark. Dort gibt es auch immer eine Menge leckerer Sachen zu essen. Dann noch ein Stück Kuchen in der Oderberger Straße und es folgt ein Abstecher zum Mauerpark Karaoke. Das ist unter Garantie immer unterhaltsam. Am Abend gibt es dann noch einen der weltbesten Burger im Bird. Der Heimweg wird dann in einem meiner Oldtimer etwas ausgedehnt und dann ist es ja auch schon dunkel draußen. Vermutlich wiege ich nach so einem Tag aber 6 Kilo mehr und muss eine Woche lang nichts mehr essen.

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