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Nachhaltig wohnen und leben

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Aber was bedeutet der Begriff im Hinblick auf unseren Alltag - wie kann man einen Einstieg in ein nachhaltiges Leben in den eigenen vier Wänden finden? Fangen Sie einfach hiermit an.
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Öko-Supermärkte, Bio-Baumwolle, gesundes Wohnen: "Grün" ist Trend und Umweltschutz und nachhaltiger Konsum umgeben uns nahezu überall. So können wir oft schon täglich etwas tun, um nachhaltig zu leben.

Lebensweise überdenken: der ökologische Fußabdruck

Wer zukünftig nachhaltig wohnen und einrichten möchte, sollte sich als erstes die ökologischen, ökonomischen und sozialen Komponenten seines täglichen Bedarfs vor Augen führen. Darunter fallen zum Beispiel die verbrauchten Ressourcen, die Art und Weise der Herstellung der Konsumgüter, ihre Entsorgung und die faire Bezahlung der Arbeiter.

Aber wo soll man genau ansetzen? Und was bringt eine einzelne Veränderung? Sicher ist: Schon der kleinste Schritt in Richtung einer nachhaltigen Lebensweise ist ein Schritt zu einer besseren Welt. Und irgendwo muss man schließlich anfangen. Also tun Sie's. Hinterfragen Sie Ihre Konsumgewohnheiten: Was kaufe ich? Wo kaufe ich? Woher beziehe ich meinen Strom? Verbrauche ich zu Hause viel Energie? Wo kann ich Ressourcen sparen?

Erste Schritte

 


  • Konsumgewohnheiten hinterfragen

  • Bewusstsein schärfen

  • Ressourcen sparen

  • mit Energie haushalten

  • nachhaltige Produkte kaufen

 

Um einen ersten Überblick zu bekommen, empfiehlt es sich, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu berechnen. Der ökologische Fußabdruck ist ein Nachhaltigkeitsindikator. Er zeigt auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen, die Sie für den Alltag benötigen. Den Fußabdruck kann man unter www.footprint-deutschland.de (BUNDjugend) ermitteln lassen und erhält gleichzeitig Tipps, wie sich die "Schuhgröße" verkleinern lässt. Der gerechte ökologische Fußabdruck liegt laut Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bei 1,9 Hektar.

Strom sparen

Eine der leichtesten Übungen in Sachen nachhaltiges Wohnen ist es, Strom zu sparen. Schauen Sie sich in Ihrer Wohnung um: Wie viele Geräte laufen auf Standby? Hier liegt ein enormes Sparpotenzial! Schalten Sie sie nach dem Gebrauch nicht nur ab, sondern trennen Sie Fernseher, Stereoanlage und Co komplett vom Strom. Ziehen Sie dafür den Stecker oder verwenden Sie Mehrfachsteckdosen mit Netzschalter. Wie viel Strom Sie genau im Standby-Modus verbrauchen und wie hoch Ihre Stromrechnung dadurch wird, können Sie unter www.co2online.de checken.

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Leider nur ein Konzept: Mit dem Schaukelstuhl des Designers Rochus Jacob lässt sich der Strom für die integrierte Leseleuchte beim Schaukeln erzeugen.

Weiter verbrauchen Haushaltsgeräte mit guter Energiebilanz (Geräte mit Energieeffizienzklasse A++ oder besser) deutlich weniger Strom. Diese Geräte sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als vergleichbare Geräte mit niedriger Energieeffizienzklasse. Häufig rechnet sich der finanzielle Mehraufwand aber schon nach wenigen Jahren.
Großes Plus: Das EU-Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Haushaltsgroßgeräten ist inzwischen verbindlich. So werden die Unterschiede für den Verbraucher noch besser sichtbar. Die Initiative Hausgeräte+ bietet außerdem eine neutrale Entscheidungshilfe für den Neukauf von Haushaltsgeräten und gibt Tipps für die effiziente Energienutzung im Haushalt.

 

Das spart Strom

 


  • Standby-Modus abschalten

  • Geräte mit hoher Energieeffizienzklasse kaufen

  • Leuchtmittel auf Energiesparlampen oder LED umrüsten


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Bewusster heizen mit modernen Heizsystemen

Gerade im Winter sind wir immer wieder versucht, die Heizung voll aufzudrehen. Wer aber nachhaltig leben will, muss mit Energie haushalten. Sinnvoller ist es deswegen, die Wohnung auf einer gewissen Basistemperatur zu halten, statt die Wärme immer wieder hoch zu treiben. Achten Sie auf gut isolierte Fenster. Wenn Sie Hauseigner sind, sollten Sie außerdem über alternative Heizmethoden nachdenken. Umweltfreundliche Alternativen sind zum Beispiel Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solar-Anlagen auf dem Dach. Der BINE Informationsdienst bietet unter www.energiefoerderung.info einen Online-Förderkompass für Eigentümer, die auf nachhaltige Heizsysteme umrüsten wollen.

Ressourcen schonen

Wir haben nur eine Erde und unsere Ressourcen sind irgendwann aufgebraucht. Deswegen ist es wichtig, nur so viel davon zu verbrauchen, wie auf natürliche Weise nachwachsen kann. Das gilt für ökologische Ressourcen ebenso wie für wirtschaftliche. Ressourcen schonen bedeutet zunächst, bewusst damit umzugehen. Das geht bei der Verpackung neu gekaufter Waren los und endet mit dem Entsorgen alter Konsumgüter.

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Die Leuchte "Egg of Columbus" von Seletti wird aus Altpapier hergestellt.

Eine gute Methode, um zu Hause Ressourcen zu schonen: Möbel, Textilien und Wohnaccessoires kaufen, die qualitativ hochwertig und zeitlos im Design sind. Sie sind langlebiger und müssen seltener ersetzt werden. Manchmal reicht schon eine Reparatur oder Restaurierung statt eine Neuanschaffung. Zweitverwertung ist ein weiteres gutes Stichwort: Vielleicht kann man die Seitenwände des alten Kleiderschranks noch als Regalböden verwenden? Oder Sie wollen ein altes Sofa entsorgen, über das ein anderer sich noch freut? Die Recyclingplattform www.netcycler.de ist ein Tausch- und Verschenkservice zum Erstehen von gebrauchten Sachen. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern ist auch ein wertvoller Beitrag für eine soziale Gesellschaft.

Nachhaltig produzierte Möbel kaufen

Das gängige Öko-Image, das nachhaltigen Konsumgütern immer noch anhaftet, wirkt abschreckend. Obwohl es überholt ist: Bettwäsche aus organischer Baumwolle kann schick, eine Leuchte aus recycelten Weinflaschen ein echter Hingucker sein. Und wohngesunde Möbel gibt es auch für Kunden mit Design-Anspruch. Dass die Verbindung von Design und Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, zeigen Messen wie die "Ökorausch" (www.oekorausch.de). Und auch auf der Internationalen Möbelmesse Köln (www.imm-cologne.de) spielt das Thema eine wichtige Rolle, denn immer mehr Hersteller setzen auf nachhaltig produzierte Möbel. Dabei achten die einen auf nachwachsende Ressourcen aus ökologischem Anbau, die anderen auf kurze Transportwege, wieder andere auf faire Bezahlung ihrer Mitarbeiter.

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Sideboard "Ligna" von Ethnicraft ist aus nachhaltig produziertem Holz.