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Nachhaltig produzierte Möbel kaufen

Welche Möbel darf ich mit gutem Gewissen kaufen. Auf welches Siegel muss ich dabei achten. Und an welche Hersteller kann ich mich halten. Hier erfahren Sie alles über den Kauf von nachhaltig produzierten Möbeln.
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Für die Stuhlserie "This That Other" benutzt E15 recycelbares Schichtholz und es kommen bei der Produktion energieeffiziente Geräte zum Einsatz.

Nachhaltigkeit setzt sich aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten zusammen, die ein großes Ganzes ergeben. Konkret auf die Möbelproduktion bezogen, fällt darunter die Verwendung heimischer Hölzer, der schonende Umgang mit Ressourcen und die fairen Arbeitsbedingungen, unter denen die Möbel produziert werden. Dabei muss das Thema Design inzwischen längst nicht mehr auf der Strecke bleiben.

Was ein nachhaltig produziertes Möbel leisten muss

Wer nachhaltig wohnen und einrichten möchte, bei dem haben kunststoff- und schadstoffbelastete Möbel keinen Platz. Ein ökologisches Wohnkonzept setzt ausschließlich auf Möbel und Accessoires aus nachwachsenden Rohstoffen (Holz, Bambus, Baumwolle u. a.).

Weiter sollte das Möbelstück:

  • aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Deutschland oder Europa stammen
  • keinen langen Lieferweg hinter sich haben
  • langlebig verarbeitet sein
  • weitestgehend metallfrei verarbeitet sein und Klebeflächen vermeiden
  • mit Lasuren, Ölen und Wachsen auf natürlicher Basis behandelt sein
  • keine Schadstoffe ausstoßen
  • sich gefahrlos entsorgen lassen

 

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Nils Holger Moormann setzt bei Tisch "Minimato" auf unbehandelte Esche und regionale Fertigung.

Da die Ökomöbel in geringer Stückzahl und in kleinen Manufakturen per Hand gefertigt werden, sind sie oftmals um einiges teurer als Möbel vom Fließband. Dafür erhält man aber auch ein qualitativ hochwertiges Möbelstück, das schadstoffgeprüft und frei von Allergieauslösern ist. Das ist gut für die Umwelt – und fürs Raumklima.

Was der Markt derzeit bietet

Immer mehr Hersteller haben die Produktion von langlebigen Möbeln aus nachhaltig erzeugten Materialien zum Ziel und entwerfen ökologische Möbel mit hohem Designanspruch. Diese zehn Hersteller produzieren unter nachhaltigen Aspekten:

Woran man ein nachhaltig produziertes Möbel erkennt

Bis heute gibt es keine rechtsverbindliche Definition für die nachhaltige Produktion von Möbeln. Nur die freiwillige Selbstkontrolle der Hersteller bietet Verbrauchern Orientierung. Anerkannte Ökolabel garantieren Schadstofffreiheit und strenge Qualitätsrichtlinien. Allerdings sind die Hersteller bisher nicht verpflichtet, die Herkunft der Rohstoffe auszuweisen. Wer unsicher ist, ob ein Produkt nachhaltig produziert wurde, kann sich an den Verkäufer wenden: Er sollte Auskunft darüber geben können, woher die Rohstoffe stammen und unter welchen Umständen das Möbel gefertigt wurde.

Diese Siegel dienen als Entscheidungshilfe:

Blauer Engel

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Bei Möbeln, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, ist die Freisetzung von Schadstoffen wie Lösungsmittel, Formaldehyd und Weichmacher begrenzt. Das Holz stammt weitgehend aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Prüfung betrifft den gesamten Lebensweg der Produkte von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung.

FSC-Siegel

fsc

Der Forest Stewardship Council ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Er wird unterstützt von Umweltorganisationen, Gewerkschaften, Waldbesitzern und Unternehmen der Holzwirtschaft. Im Zusammenhang mit der Möbelproduktion garantiert das international anerkannte Siegel FSC, dass das verwendete Holz aus Wäldern stammt, die umweltgerecht, sozial verträglich und ökonomisch bewirtschaftet werden.

Öko-Control

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Dieses Gütesiegel wird von den Mitgliedern des Europäischen Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser verliehen und prüft Produkte aus den Bereichen Textil und Polstermöbel. Die Auszeichnungsmaßstäbe gehen weit über gesetzliche Vorschriften hinaus. Das Siegel steht somit für einen hohen ökologischen Standard und eine größtmögliche Schadstofffreiheit.

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eco-institut

Das eco-Institut ist ein international anerkanntes Unternehmen. Durch umfangreiche Emissions- und Schadstoffprüfungen, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen, bietet das eco-Institut ein verlässliches Prüfzeichen für qualitativ hochwertige, weitestgehend umweltverträgliche und gesundheitlich unbedenkliche Produkte. Zertifiziert werden u.a. Bauprodukte, Möbel, Matratzen und Bettwaren. Die Prüfung umfasst die Produktlebenslinie von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, die Verarbeitung und die Nutzungsphase bis zur Entsorgung bzw. Recyclingfähigkeit.

GS-Siegel - Geprüfte Sicherheit

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Das GS-Siegel bescheinigt, dass ein Produkt den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Es wird technischen Arbeitsmitteln und Verbraucherprodukten, wie z.B. Möbeln, Spielzeug, Leuchten oder Haushaltsgeräten zuerkannt.

Goldenes M

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Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel hat Prüfanforderungen für verschiedene Einrichtungsgegenstände entwickelt und vergibt das Goldene M als RAL-Gütezeichen 430. Das Gütesiegel umfasst die gesamte Produktqualität einschließlich der gesundheitsschädlichen Stoffe. Neben Stabilität und Haltbarkeit gehört auch die Humanqualität, also das gesunde Wohnen, zu den Prüfkriterien.

Fazit

Der Kauf von gut erhaltenen, gebrauchten Möbeln oder die Restaurierung alter Möbel ist ökologischer als jeder Neukauf. Falls es aber doch einmal ein neues Stück sein soll: Setzen Sie bei Möbeln grundsätzlich auf gute Qualität – Langlebigkeit ist immer noch der nachhaltigste Einrichtungsstil.