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Erik Stammberger von W.Schillig

Die Sofas von W.Schillig soll sich jeder leisten können. Warum es sich lohnt, dafür zu sparen, erklärt Erik Stammberger, der Enkel des Firmengründers.
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Herr Stammberger, Sie sprechen von Ihren Sofas als Luxus, den sich jeder leisten kann. Wie ist das gemeint?

Unsere Polstermöbel sind Luxusprodukte, weil sie einfach den besten Komfort bieten. Wer sich einmal hineinsetzt, der ist schon überzeugt. Manche müssen dafür vielleicht ein paar Jahre sparen. Aber der Aufwand, den wir bei der Herstellung betreiben, ist auch enorm groß. Unsere Gestellteile sind zum Beispiel überwiegend aus Harthölzern. Und für eine Wohnlandschaft müssen bis zu 250 Lederteile zugeschnitten werden. Außerdem haben wir so viele verschiedene Modelle zu Preisen von knapp unter 1.000 Euro bis 4.000 Euro, dass da für jeden etwas dabei ist.

Wie sieht der aktuelle Trend bei Polstermöbeln aus?

Die Sofas werden immer niedriger und tiefer. Unsere neue Kollektion "Softlook" ist nur noch 40 bis 43 cm hoch mit einer Sitztiefe von 65 bis 70 cm, die per Sitzverstellung variiert werden kann. Die Deutschen wollen nicht mehr so aufrecht und "korrekt" sitzen wie noch vor einigen Jahren, sie verlangen jetzt einen ähnlichen Sitzkomfort, wie wir ihn schon seit Jahren in Amerika verkaufen.

Wie vertragen sich Lederbezüge, die bei weicher Polsterung schon mal Falten bekommen können, mit Ihren aktuellen Lounge-Sofas?

Dafür haben wir eine Lösung gefunden, die wir unsere "Coca-Cola"-Mischung nennen, so geheim ist die. Sie setzt sich aus unserer besonders komfortablen Konstruktion und unseren softigen Anilux-Lederbezügen zusammen. Die sind außergewöhnlich elastisch, dehnen sich und bilden keine bleibenden Falten.

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Welches Ihrer Sofas ist Ihr aktueller Favorit?

Meine Frau und ich testen oft die Prototypen. Als Nächstes kommt ein "Enjoy"-Sofa mit einem hellen, weichen Anilux-Dicklederbezug in unser Wohnzimmer. "Enjoy" ist die Weiterentwicklung unseres Bestsellers "Amore", des ersten Modells, das vor acht Jahren unter meiner Regie entstanden ist. Das verkaufen wir jährlich gut 6.000 Mal.

Ein helles Ledersofa und Ihr einjähriger Sohn in einem Haus. Geht das gut?

Mit unserem Longlife-Leder auf jeden Fall. Mein Vater hat mit Partnern schon in den 80er Jahren eine Imprägnierung entwickelt, die nicht aufgetragen wird, sondern während des Gerbprozesses in das Leder eindringt. Unsere Imprägnierung schützt vor Flecken, kann mit einem Cleaner aus den Poren geholt und mit einem Creamer wieder erneuert werden. Das funktioniert wie Clearasil und Oil of Olaz für die menschliche Haut. Bestandteil unserer Longlife-Ausstattung ist also auch eine Anti-Aging-Formel, die die Spannkraft und Elastizität des Leders erhält.

Sie haben gesagt, ein Sofa sei der Spiegel der Persönlichkeit. Was sagt "Enjoy" über Sie aus?

Eine meiner Stärken ist, dass ich mich schnell Situationen anpassen kann. Unser Sofa hat eine verstellbare Rückenhöhe und Sitztiefe, wir können auf ihm sitzen, liegen, loungen und schlafen. Sehr flexibel. So wie ich.

Zur Person

Erik Stammberger, 37, arbeitete schon während seines Studiums in dem von seinem Großvater Willi Schillig 1949 gegründeten Familienunternehmen und etablierte die Marke in den USA. Seit 2004 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Polstermöbelherstellers mit Stammsitz im oberfränkischen Ebersdorf-Frohnlach. Die Firma mit fast 1.400 Mitarbeitern an vier Standorten fertigt pro Woche bis zu 2.000 Polstergarnituren und verarbeitet jedes Jahr ca. zwei Millionen Quadratmeter Leder in 150 verschiedenen Farben. Erik Stammberger ist verheiratet und hat einen Sohn.

W.Schillig im Internet: www.world-of-comfort.de

Das Interview wurde im September 2010 geführt.