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Fritz-Wilhelm Pahl von Bette

Bette-Eigentümer Fritz-Wilhelm Pahl über die Sehnsucht nach dem eleganten Bad-Feeling selbst in kleinen Räumen.
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Gilt noch die Regel: In unübersichtlichen Zeiten steigt das Interesse an der ganz privaten Umgebung?

Es ist mehr als nur Interesse – es ist eine zunehmende, sehr reale Sehnsucht nach Wohlfühlambiente. Und das Bad hat bei den Renovierungswünschen inzwischen sogar die Küche vom ersten Platz verdrängt. Ich habe als Mittelständler noch immer einen Zorn auf die Finanzwelt, die uns in die Krise geführt hat. Aber ich glaube, all dieses Verbrennen von Geld hat den Menschen auch eines klar gemacht: Statt in Finanzkonstrukte zu investieren, die niemand versteht, fährt man besser mit Sachwerten, die man anfassen kann. Bei einem neuen Bad investieren Sie mit einer Traumrendite in sich selbst und in den Wert Ihrer Wohnung..

...wenn Sie nicht nach unkoordinierten Gewerken am Ende Ihrer Nerven sind.

Bedenken Sie: Das Bad ist ja auch hochkomplex und wohl der komplizierteste Raum des Hauses, da lauern viele Probleme und unsere ganze Branche arbeitet hart daran, es den Handwerkern möglichst unkompliziert und einfach zu machen. Es gibt immer noch etwas zu verbessern, auch ästhetisch im Zusammenspiel der Materialien. Jeder Hersteller, der im Bad agiert, muss nicht nur sein Bestes geben, er muss letztlich der Atmosphäre zuliebe über allem den Gesamtraum sehen. Manche Möbler zum Beispiel übertreiben auch gerne mal mit dem Holz im Bad – man darf den Raum aber nicht verbrettern.

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Deshalb machen Sie als Stahl- und Emailspezialist jetzt lieber selbst auch noch Waschtische?

Wir bleiben ein Spezialist für das Erleben von Wasser und wir kennen schon wegen unserer eigenen Ansprüche unsere Grenzen. Was wir tun, muss perfekt sein, ansonsten lassen wir die Finger davon. Wir wollen etwas mehr Platz im Badezimmer erobern, weil wir glauben, dass wir mit großzügigen Waschbecken und Waschtischen, die formal zum Beispiel mit der Wanne korrespondieren, zur Harmonie beitragen können. Und Harmonie halte ich für einen der wichtigsten Faktoren, damit sich Menschen im Bad wohlfühlen. Deshalb glauben wir auch konsequent an natürliche Materialien; in unseren Produkten stecken Stahl, Glas und Wasser – keine Ersatzstoffe und auch kein Kunststoff. Materialien aus der Natur empfindet der Mensch automatisch als harmonisch. Sie sind ursprünglich, originär im wahrsten Sinne des Wortes, unverfälscht, echt; und werden daher immer als schön und angenehm bewertet.

Sie haben für ihre große, randlose Duschfläche viel Lob bekommen – wird das Bad designerischer?

Designer und Marketingexperten haben bei uns Vorfahrt; sie briefen die Techniker und nicht umgekehrt, sie machen die Vorgaben, die wir technisch umsetzen müssen. Das sage ich ganz bewusst als Ingenieur, der lernen musste, die Designer mit ihren Vorgaben nicht zu hassen. Die große bodengleiche Duschfläche ist das beste Beispiel: Der Markt forderte bodengleiche Duschplätze. Das Ergebnis ist eine elegante Designlösung, die unsere Techniker mit extrem hohem technischem Aufwand realisiert haben, eigentlich die Quadratur des Kreises: Das Auge sieht eine pure, plane Fläche und dennoch läuft das Wasser sicher ab.

Ist die große Dusche der neue Star im Bad?

Zum einen wird heute tatsächlich länger und viel mehr zur Entspannung geduscht als früher. Darüber hinaus wandelt sich generell der Blick aufs Bad, selbst in nicht so großen Räumen will man große Gesten, wählt zum Beispiel öfter auch statt einer kleinen Wanne lieber eine komfortable Dusche mit Sitzgelegenheit. Auch so etwas gibt einem Bad Größe.

Zur Person

Fritz-Wilhelm Pahl übernahm die Familienfirma Bette in schwerer Zeit – nach einem Unfall des Gründers – und ist heute Haupteigner. Unter seiner Regie wandelte sich der Metallspezialist zu einem Lifestyle- und Wellnessanbieter.

Bette

Bette entwickelte sich aus einem landwirtschaftsorientierten Kesselbaubetrieb zu einem der innovativsten deutschen Badhersteller. Im Schnitt verlassen heute monatlich 50 000 Emailwannen und Duschflächen das hochmoderne Werk im ostwestfälischen Delbrück.

Bette im Internet: www.bette.de

Das Interview wurde im März 2009 geführt.