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Johannes Schwörer von Schwörer-Haus

Festpreisgarantie und bestmögliche Energiebilanz – Johannes Schwörer über Fertighäuser als unerwartete Gewinner der Wirtschaftskrise.
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Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr, oder?

Ganz im Gegenteil. Ich würde eher sagen: Wer jetzt noch kein Haus hat, überlegt sich sehr, ob er nicht lieber doch eins haben will. Nachdem die Staaten alle sehr viel Geld in die Märkte reinstecken, glaube ich, dass wir irgendwann eine ordentliche Inflation bekommen. Und eines der althergebrachten Mittel dagegen ist eine eigene Immobilie..

Und das nützt auch der Fertighausbranche?

Zumindest auf unsere Firma wirkt sich die Krise, die ja auch eine Vertrauenskrise ist, eher positiv aus – zur Zeit bauen wir im Schnitt jeden Arbeitstag fünf Häuser, 1000 im Jahr. Das ist nicht wenig und ich behaupte mal: Das schafft kein noch so fleißiger Architekt. Diese Erfahrungen, dieses über lange Zeit aufgebaute Know-how ist einer unserer großen Vorteile, die Basis unserer Verlässlichkeit.

Das Fertighaus hat imagemäßig aufgeholt?

Die Branche hat viel getan. Früher hieß es ja mal, das Fertighaus sei in der Wärmeisolierung sehr gut, aber schlechter in puncto Schall. Das ist heute überhaupt kein Thema mehr. Jede Firma macht es ein bisschen anders, wir zum Beispiel haben unsere tragende Konstruktion über ein patentiertes System komplett schallentkoppelt.

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Der große Vorteil ist die Vorfertigung in einer Hand, Sie können das Haus als Gesamtsystem sehen?

Theoretisch könnte das auch draußen funktionieren, aber es ist halt schwierig, weil es zu viele Einzelgewerke sind. Wenn Sie eine perfekte, abgestimmte Planung und die jeweils besten Handwerker haben, wenn Bauherr und Architekt ständig an der Baustelle wären, dann könnte es konventionell genauso gut funktionieren. Aber weil das nicht realistisch ist, läuft’s dann aus dem Ruder, es wird alles viel teurer und man bekommt Kompromisse, die keiner wollte... Wir haben einen anderen Ansatz. Das zeigt sich bis in unsere Vergütungssystematik hinein – ein guter Monteur draußen kann durchaus das Doppelte von einem Ingenieur im Werk verdienen, weil wir wissen, wie wichtig seine Zuverlässigkeit für die Zufriedenheit unserer Kunden ist. So gibt es auch bei uns nicht die Haltung: Egal wie’s aussieht – um fünf ist Feierabend und morgen sind wir sowieso woanders..

Sehen Sie nach Wintergarten und Wellnessbad neue Statussymbole rund ums Haus?

Das große Thema heißt heute Energie – die Energietechnik ist ein Statussymbol geworden! Das hat sich in den letzten zehn Jahren total umgedreht, man hat ein anderes Umweltbewusstsein bekommen, man fragt durchaus abends über den Gartenzaun den Nachbarn: Wie viel hat denn deine Fotovoltaik-Anlage heute gemacht? Interessant ist, dass Sie vom Stil der Häuser nicht auf den Grad der Hightech-Ausstattung schließen können. Wir verkaufen viele Häuser, die von außen vielleicht heimelig und konservativ wirken, in der Haustechnik aber topmodern sind; anders also, als man es vielleicht erwartet.

Apropos Stil: Uns scheinen Fertighäuser manchmal fast zu individuell...

Früher warf man Fertighäusern vor, sie böten nur Lösungen von der Stange. Fakt ist aber, dass bei uns buchstäblich kein Haus dem anderen gleicht..

Haben Sie Einfluss auf die stilistischen Entscheidungen Ihrer Bauherren?

Durchaus, schon weil wir selbst ein großes Interesse daran haben. Später sagt ja keiner mehr: Guck mal, Familie Müller hat sich wohl etwas in der Architektur vergriffen, sondern es heißt: Schau Dir mal das hässliche Schwörer-Haus an... Nicht zu jedem Entwurf passt ein Toskana-Turm – entscheidend ist für uns immer die Stimmigkeit.

Zur Person

Johannes Schwörer übernahm als Neffe des Firmengründers 1998 die Geschäftsleitung. Er investiert stark in die Auffrischung des Designs und den Ausbau der Technik. Die perfekte Wärmerückgewinnung ist heute einer der großen Trümpfe des Fertighauses.

Schwörer-Haus

Schwörer-Haus aus dem schwäbischen Hohenstein gilt als ein Pionier des modernen Fertighauses; aus einer Baustoffhandlung wuchs ein kleiner Familienkonzern mit heute mehr als 1700 Mitarbeitern. Prägend für die Branche: das Engagement für ganzheitliche Energietechnik.

Schwörer-Haus im Internet: www.schwoererhaus.de

Das Interview wurde im April 2009 geführt.