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Heiner Goossens von Ruf und Rolf Benz AG

Heiner Goossens, Geschäftsführer von Ruf-Betten und Vorstandsvorsitzender der Rolf Benz AG, über Träume und multifunktionale Schlafmöbel.
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Guten Tag Herr Goossens. Würden Sie Ihren beruflichen Werdegang als Traumkarriere bezeichnen?

Als Erwachsener hatte ich immer ein Ziel vor Augen: ein Unternehmen zu leiten, das sich mit emotionalen Produkten beschäftigt und sie auch herstellt. Eine Marke zu führen, ist nicht immer traumhaft, aber auf jeden Fall spannend.

Und was war ihr Traumberuf als Kind?

Ich wollte Professor für Autos werden. Dafür haben mich alle ausgelacht. Ich habe sogar eine Zeit lang in der Autoindustrie gearbeitet. Dass ich jetzt beruflich mit Möbeln zu tun habe, ist aber noch besser, wesentlich kreativer und viel emotionaler. Das Thema Schlafen ist erstaunlich facettenreich.

In wiefern?

Was man in einem Bett nicht alles macht: lesen, schlafen, fernsehen, arbeiten, essen, entspannen, mit den Kindern toben, reden und bis hin zur Erotik. Ein Bett muss funktional sein, aber auch emotionalen Erwartungen gerecht werden. Es geht nicht nur ums Schlafmöbel, dafür würde eine Kiste mit Matratze reichen, die kann sich jeder selbst bauen.

Was hatten Sie denn für eine "Kiste", bevor Sie zu Ruf-Betten kamen?

Ein ganz tolles Designer-Futonbett; mit schwarz lackiertem Metallrahmen, sehr edel und reduziert, aber auch ein bisschen kühl und nicht ganz zeitlos.

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Und heute?

Schlafen meine Frau und ich in "Cocoon" – ein schon in seiner Formensprache wirklich einzigartiges Modell, das sehr gut in unser Schlafzimmer passt. Und bequem ist es natürlich auch. Das passende Bett zu finden, scheint

Das passende Bett zu finden, scheint kompliziert zu sein. In Ihrem Katalog gibt es ein Lexikon mit mehr als 160 Fachbegriffen. Wird da die Suche nach dem Traumbett nicht schnell zur Qual der Wahl?

Auf keinen Fall, Sie werden ja beraten. Sind Bettmaße und Stilfragen geklärt, wird jeder Kunde nach seinem Schlafverhalten gefragt. Es gibt zum Beispiel Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer, solche, die lieber warm und andere, die kühl schlafen, Lang- oder Kurzschläfer. Wir nehmen Schlafen sehr ernst.

Wie lange braucht ein Kunde, um das für ihn perfekte Bett zu finden?

Eine Beratung dauert ungefähr zwei Stunden, aber die Entscheidung geht oft über Wochen, denn jeder Kunde stellt sich sein eigenes Unikat zusammen.

Gibt es Betten, die garantiert zu bösem Erwachen führen?

Alle, die nicht passen; nicht in den Raum und nicht zu dem Menschen. Das fängt bei der Größe an: Für ein Paar sollte die Matratze mindestens 160 cm breit sein, für eine Person 120 cm oder 140 cm.

Außer Betten bietet Ruf auch Kleiderschränke, Nachttische, Sessel und Bänke an. Was kommt als nächstes?

Medien werden im Schlafzimmer immer wichtiger. 2008 haben wir ein Bett mit einem Anschluss für MP3-Player und integrierten Lautsprechern auf den Markt gebracht. In dieser Richtung ist noch vieles möglich.

In Ihrem Katalog steht das Zitat: "Nichts geschieht, ohne dass ein Traum vorausgeht." Wovon träumen Sie?

Dass mein Leben so harmonisch weiter verläuft wie bisher und ich immer die richtige Balance zwischen Arbeit und Familie finde.

Zur Person

Heiner Goossens, 49, ist seit 2006 Geschäftsführer von Ruf-Betten und seit zwei Jahren Vorstandsvorsitzender der Rolf Benz AG. Beide Möbelfirmen gehören zur Hülsta-Gruppe. Ruf-Betten wurde 1926 von Albin Ruf in Rastatt gestartet – mit Patentrosten und Schonerdecken. Schon bald folgten Komfort-Polsterbetten. Unter dem Motto "Perfektion der Sinne" weitet die Firma ihr Angebot auf den gesamten Schlafbereich aus. Heiner Goossens ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Ruf und Rolf Benz im Internet:
www.ruf-betten.de
www.rolfbenz.de

Das Interview wurde im Februar 2010 geführt.