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Michael Espenhahn von Hülsta

Michael Espenhahn, Geschäftsführer von Hülsta, der bekanntesten deutschen Möbelmarke, über Handwerkskunst und die Zukunft des Wohnens.
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Guten Tag, Herr Espenhahn. Hülsta feiert 2010 sein 70-jähriges Jubiläum. Was war, was ist, und was kommt?

Die Dominanz der typischen deckenhohen und übereck gebauten Schrankwand hat deutlich nachgelassen. Auch die Bettbrücke mit Stauraum über dem Kopfteil wird kaum noch bestellt. Heute sind vor allem Einzelmöbel gefragt, die in Bezug auf Maße und Funktion perfekt sitzen müssen. Und Materialmix ist immer mehr im Kommen; echtes Holz, Hochglanzlack und durchgefärbtes Glas, alles sehr edel und authentisch. Eines jedoch bleibt: Alle Möbel werden individuell und nach Wunsch produziert.

Auf Maß gefertigte Möbel?

Ja! Je nach Geschmack, Raum- oder Körpergröße. Und das in vielen Fällen ohne Aufpreis. Die Begriffe Individualität und Qualität waren schon immer untrennbar mit Hülsta verbunden und sind heute aktueller denn je. Wir vereinen in unseren Produkten uralte Handwerkskunst und moderne Techniken; und bieten zeitloses Design, das man auch nach Jahren noch sehen mag.

Seit dem 1. Januar sind Sie Geschäftsführer Marketing bei der Firma Hülsta. Welches sind Ihre Ziele?

Ganz wichtig sind Innovationen. Wir wollen unsere Kunden auch in Zukunft immer wieder mit Ideen und Funktionen überraschen. Zum Beispiel mit unsichtbaren Konstruktionsbeschlägen oder einem Speisezimmerstuhl, dessen Sitzkomfort man seinen ganz persönlichen Bedürfnisse anpassen kann. Ein weiteres Thema ist Licht.

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Wie die beleuchteten Fugen bei einigen Ihrer Schränke?

Genau. Wir haben ein mitlaufendes Licht entwickelt, das die Fuge oder Nische dort beleuchtet, wo Sie gerade hinfassen. Es wandert sogar mit der Hand mit. Wir spielen mit Licht, haben aber immer den Nutzen im Blick.

Wie die beleuchteten Fugen bei einigen Ihrer Schränke?

Genau. Wir haben ein mitlaufendes Licht entwickelt, das die Fuge oder Nische dort beleuchtet, wo Sie gerade hinfassen. Es wandert sogar mit der Hand mit. Wir spielen mit Licht, haben aber immer den Nutzen im Blick.

Was wird sich noch verändern, wie sieht für Sie die Zukunft des Wohnens aus?

Große Veränderungen wird es in der Architektur geben. Früher hatten Häuser viele kleine Räume: Küche, Flur, Wohn-, Ess- und Schlafzimmer. Künftig wünschen wir uns einen großzügigen Wohn, Speise- und Küchenbereich, alles verschmilzt. Auch die Architektur der Schlafzimmer wird sich verändern, die Räume werden offener, begehbare Kleiderschränke bilden den Übergang zwischen Schlafen und Wellness – das Badezimmer wird zur Wohlfühlinsel. Wir werden dazu die Möbel mit den passenden Funktionen entwickeln.

Und was wird aus dem Home-Office?

Früher war ein Arbeitszimmer vollgestopft mit Regalen, einem Bildschirm, Kabeln und viel PC-Hardware. Heute gibt es Laptop und WLAN. Die Menschen arbeiten nahezu ohne Ordner, alle Daten sind auf der Festplatte gespeichert. In Zukunft wird der Fernseher zur Multimedia-Plattform, dazu braucht man die passenden Möbel, aber nicht mehr einen PC-Schrank mit 60 cm Tiefe. Das ganze Haus wird quasi zum Home-Office. Damit muss man sich beschäftigen, das ist die Zukunft.

Zur Person

Michael Espenhahn, 46, kam 1992 als Trainee zu Hülsta und brachte 1994 die Mitnahme-Möbelmarke now! by hülsta auf den Markt. Seit Januar 2010 ist er Geschäftsführer Marketing des westfälischen Familienunternehmens, das 1940 von Alois Hüls gegründet wurde. Hülsta – der Name setzt sich aus dem Familiennamen Hüls und dem Standort Stadtlohn zusammen – hat heute 1 300 Mitarbeiter, produziert nur in Deutschland und ist für handwerklich hochwertige, individuell gefertigte und zeitlose Einzelmöbel und Möbelsysteme bekannt.

Hülsta im Internet: www.huelsta.de

Das Interview wurde im April 2010 geführt.