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Fliesen-Lexikon: Fliesenarten

Man unterscheidet hauptsächlich zwischen glasierten und unglasierten keramischen Fliesen, die entweder aus Steingut oder Steinzeug (Feinsteinzeug) hergestellt werden.

Feinsteinzeugfliesen

Bei Feinsteinzeugfliesen handelt es sich um fein aufbereitete, unglasierte Fliesen mit extrem niedriger Wasseraufnahme, die der europaweit gültigen Norm DIN EN 176 entsprechen. Diese DIN nennt als Mindestanforderung einen Mittelwert für die Wasseraufnahme von max. 3 Gewichtsprozenten.

Die Wasseraufnahme von Feinsteinzeugprodukten liegt allerdings bei nur 0,1 % des Gewichtes. Das bedeutet, dass sich vor allem Feinsteinzeugfliesen durch eine extrem niedrige Wasseraufnahme auszeichnen. Bei einer Feinsteinzeugfliese handelt es sich somit um eine vollkommen dicht gesinterte, unglasierte Platte.

Durch ihre dichte Gefügestruktur ist die Feinsteinzeugplatte weitgehend fleckenunempfindlich und sehr reinigungsfreundlich. Außerdem bietet Feinsteinzeug neben ihren bereits genannten Vorteilen auch den Vorteil der Strapazierfähigkeit gegen Oberflächenverschleiß.

Spricht man von polierten Fliesen, so ist von der eigentlichen Fliese ca. 0,5 mm von der Oberfläche abgeschliffen, um Glanz zu erreichen. Hierdurch werden Microkapilare geöffnet, in denen sich ggf. Schmutz oder Flüssigkeiten festsetzten können. Daher wird z. B. beim Einsatz von poliertem Feinsteinzeug in Kantinen oder Küchen empfohlen, die Fliese vor Ihrem ersten Gebrauch zu imprägnieren.

Fliesen

Fliesen nennt man keramische Wand- und Bodenbeläge aus Steingut, Steinzeug oder Feinsteinzeug, die größer als 10/10 cm und meist 8 bis 15 mm stark sind. Bei Formaten, die unter den eben genannten liegen, spricht man von Mosaik.

Fliesen weisen ein Qualitätssiegel auf und sind gekennzeichnet mit 1. Sortierung oder 1. Sorte. Man kann Fliesen nach folgenden Kriterien beurteilen: Oberflächenbeschaffenheit, Ebenheit der Fläche, Wasseraufnahme, Abrieb, Flecken- und Chemiekalienverträglichkeit, Frostbeständigkeit.

Entsprechen Fliesen nicht diesen Anforderungen, dürfen sie nur als 2. oder 3. Sortierung bezeichnet werden. Diese haben meist kleine Fehler an der Oberfläche oder an den Kanten.

Beim Fliesenkauf sollte man auf die Tonalität achten, die auf der Verpackung aufgedruckt ist. Muss man später einzelne Fliesen nachkaufen wird so garantiert, dass die Fliesen eine etwa gleichbleibende Farbe haben.