Gardine und Gardinen
Ob Baumwolle, Leinen oder Polyester – die Gardine legt endlich ihr angestaubtes Image ab und verschönert nackte Fensterfronten mit ganz eigenem Stil.
Die Gardine ist die große Schwester heutiger Fensterdekorationen und ein klassischer Sichtschutz. Durch ihr leicht altmodisches Image musste die Gardine in den letzten Jahren immer häufiger modernen Fensterdekorationen wie Schiebegardinen oder Plissees weichen. Heute ist von Spießigkeit bei der Gardine allerdings nichts mehr zu merken: Neue Gardinen-Dessins sorgen für Gemütlichkeit vor kahlen Fenstern und sind wieder beliebtes Dekoelement für zu Hause.
Die Gardine – Klassiker der Fensterdekoration
Die klassische Gardine besteht aus zwei Teilen, dem Store und dem Dekoschal. Der Store ist eine halbdurchsichtige, meist weiße Untergardine, die sich zuziehen lässt. Sie kann entweder bodenlang oder halblang sein. Neben dem Dekoeffekt sollen die Stores Tageslicht in den Raum hinein lassen, gleichzeitig aber einen Sichtschutz bieten. Der zugehörige Dekoschal wird auch als Übergardine bezeichnet und seitlich des Fensters angebracht. Der Dekoschal ist meist aus blickdichten Stoffen gefertigt, seine Form, Farbe und Musterung kann vielfältig sein. In modernem Ambiente werden Dekoschals aber auch alleine, also ohne Store, verwendet - Einrichtungen müssen sich heutzutage nicht mehr hinter zugezogenem Stoff verstecken und wirken umso frischer, je mehr Tageslicht ins Zimmer scheint.
Montage der Gardine
Gardinen lassen sich leicht anbringen. An Gardinenstangen, die oberhalb des Fensters montiert werden, kann die Gardine entweder an einem Faltenband oder an Schlaufen befestigt werden und lässt sich dann leicht auf- und zuziehen. Die Gardinenstange misst die Breite des Fensters plus Überhang an beiden Fensterseiten und besteht meist aus Holz, früher auch aus Messing. Heute ersetzen dünne Stahlseile immer häufiger die klassische Gardinenstange. Sie werden mit einer Halterung ebenfalls an Wand oder Decke befestigt. Wichtig ist, Schrauben und Dübel zum Anbringen der Gardinenhalterung so zu wählen, dass sie auf jeden Fall das Gewicht der Gardine tragen und sicher und fest allen Belastungen standhalten. Bei der Montage sollte man außerdem beachten, dass sich das Fenster problemlos kippen lässt, auch wenn die Gardine geschlossen ist. Die Gardinenstange braucht dafür genug Abstand zur Wand.
Manchmal werden bei Gardinen übrigens auch so genannte Schabracken benutzt. Dabei handelt es sich um den oberen Abschluss der Gardine, der die Aufhängung oder einen unschönen Rollladenkasten verdecken kann.
Material der Gardine
Das Material, aus denen die Gardine hergestellt ist, kann je nach Bedürfnis und Funktion der Gardine unterschiedlich sein. Soll die Gardine – zum Beispiel im Schlafzimmer - den Raum verdunkeln, bieten sich dichte, undurchsichtige Stoffe wie Baumwolle und Leinen an. Dient die Gardine hingegen eher als dekoratives Element am Fenster, reichen lichtdurchlässige, synthetische Stoffe (z.B. Polyester). Beim Kauf sollte man grundsätzlich darauf achten, dass die Gardine aus feuerfestem Material besteht, da sie sonst sehr leicht entflammbar ist.
Mit Wohntextilien ist es wie mit der Mode: sie unterliegen Trends. Farbe, Länge und Material der Stoffe wechseln und erfinden sich immer wieder neu - dadurch kann die Gardine wunderbar als Dekoelement im eigenen Zuhause verwendet werden. Ihre eigentliche Funktion, der Schutz vor Licht, Lärm und unerwünschten Einblicken von außen, gerät darüber aber trotzdem nicht in Vergessenheit.
Die Gardine gibt es sowohl als Fertigvariante mit Standardmaßen im Handel, als auch als Maßgardine, die nach den individuellen Vorstellungen des Kunden entworfen und angefertigt wird. Aber egal, ob als Maßanfertigung oder „von der Stange“: Durch Gardinen lässt sich ein Raum schnell und einfach umgestalten. Bunte Farben und aufregende Muster peppen das Zimmer im Handumdrehen auf und lenken die Aufmerksamkeit auf sich (zum Beispiel verspielte Motive, Streifen oder Punkte im Kinderzimmer).
Wählt man glatte Stoffe in gedeckten Farbtönen, so wirkt die Gardine „beruhigend“ auf den Raum (zum Beispiel dunkles Grau im Schlafzimmer oder ein schlichtes Weiß im Esszimmer). Übrigens ist nicht nur das Dessin, sondern auch die Länge der Gardine für die Gestaltung des Raumes wichtig: Lange Gardinen strecken den Raum optisch und lassen ihn höher wirken, kurze Gardinen betonen dagegen die Horizontale. Das Zimmer scheint dann zwar weniger hoch, dafür aber breiter.
Wählt man glatte Stoffe in gedeckten Farbtönen, so wirkt die Gardine „beruhigend“ auf den Raum (zum Beispiel dunkles Grau im Schlafzimmer oder ein schlichtes Weiß im Esszimmer). Übrigens ist nicht nur das Dessin, sondern auch die Länge der Gardine für die Gestaltung des Raumes wichtig: Lange Gardinen strecken den Raum optisch und lassen ihn höher wirken, kurze Gardinen betonen dagegen die Horizontale. Das Zimmer scheint dann zwar weniger hoch, dafür aber breiter.
Reinigung der Gardine
Abgase von draußen, Essensdunst oder gar Zigarettenrauch machen der Gardine ganz schön zu schaffen. Alle Gardinen in der Wohnung regelmäßig waschen und bügeln zu müssen kann allerdings ein ganz schöner Angang sein. Achten Sie deswegen schon beim Kauf der Gardine auf ihre Eigenschaften: pflegeleichte, formbeständige Gardinen mit gutem Faltenfall erleichtern Ihnen den Umgang mit dem Stoff und erhalten lange die Freude an dieser Art der Fensterdekoration.
Gardinen sollten mindestens zweimal im Jahr gewaschen werden, um sie von ihrem Grauschleier zu befreien. Sie werden bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen, am besten mit einem speziellen Waschmittel für Gardinen. Metallringe und ähnliches sollten vor dem Waschen vollständig von der Gardine entfernt werden. Ist der Stoff empfindlich, so empfiehlt es sich, die Gardine in einen Wäschebeutel zu geben – ein Kopfkissenbezug tut es aber auch.
Kleiner Tipp: Frisch gewaschene Gardinen können noch in leicht feuchtem Zustand aufgehängt werden. Sie hängen sich dank ihres Eigengewichts aus und werden auch ohne Bügeln schön glatt. Schwere Gardinen aus dichten Stoffen sollten Sie allerdings leicht anschleudern.
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