Schiebegardinen

Schiebegardinen treten in Gruppen auf und setzen jeden Raum in Szene: In langen, glatten Bahnen beziehen sie immer dort Stellung, wo man sie am nötigsten braucht. Vorhang auf!

Bodenlange Gardinen lassen uns schnell an Großmutters schwere Samtvorhänge denken. Aber mit denen hat diese Fensterdekoration nichts gemein: Schiebegardinen, diese hauchdünnen, durchdesignten Stoffbahnen, dienen als Schutz vor der Sonne oder neugierigen Blicken der Nachbarn, wirken als Raumteiler oder Wanddekoration. Schiebegardinen sind wahre Allroundtalente.
Warum Schiebgardinen so beliebt sind
Schiebegardinen, auch Flächenvorhänge oder Paneele genannt, sind die moderne Variante früherer Gardinen. Sie bestehen aus glatten, bodenlangen Stoffbahnen in verschiedenen Breiten. Schiebegardinen sind sehr puristisch und passen dadurch perfekt zu moderner Inneneinrichtung. Außerdem ist die Bedienung der Schiebegardinen extrem einfach und sie lassen sich leicht reinigen. Weiterer Vorteil von Schiebegardinen: Bei breiten Fensterfronten, wo andere Fensterdekorationen schnell unelegant oder erdrückend wirken, sind Schiebegardinen eine tolle Gestaltungsmöglichkeit. Transparente und blickdichte Materialien können miteinander kombiniert werden, einfarbige Schiebegardinen werden gemeinsam mit farbigen oder gemusterten Stoffen arrangiert. Das eröffnet immer wieder neue Möglichkeiten, einen Raum in Szene zu setzen.
Montage und Bedienung von Schiebegardinen
Schiebegardinen von Jab Antstoetz Schiebegardinen von Jab Antstoetz

Foto: Jab Anstoetz
Die Schiebegardinen werden am oberen Rand an der Decke in einem Schienensystem montiert und reichen bis auf den Boden. Ihre Paneele werden mithilfe von Laufwagen in Schienen geführt und genau an die Position geschoben, wo die Sonne gerade blendet oder Sichtschutz benötigt wird. Die Bahnen der Schiebegardinen werden dabei per Klettband am Wagen befestigt. Dadurch sind die Schiebegardinen besonders einfach auszutauschen und zu reinigen. Die einzelnen Stoffbahnen sind zwischen 40 und 120 cm breit und am unteren Saum mit einem Gewicht beschwert, wodurch sie stets glatt herunter hängen. Durch einen Schnurzug, einen Schleuderstab oder per Hand kann man die Schiebegardinen unabhängig voneinander oder gemeinsam hin und her bewegen. Das Schienensystem der Schiebegardinen führt bis zu fünf Bahnen hintereinander, außerdem gibt es die Möglichkeit, mehrere Schiebegardinen in einer Schiene laufen zu lassen. Dadurch ergeben sich für die Schiebegardinen tolle Varianten und Kombinationsmöglichkeiten, Farben und Licht erscheinen immer wieder in neuer Intensität.
Aus welchem Material bestehen Schiebegardinen?
Schiebegardinen können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am häufigsten wird das japanische Washi-Papier in Milchglas-Optik verwendet. Es ist blickdicht, lässt aber dennoch viel Licht in den Raum. Von beiden Seiten einlaminiert, ist es außerdem einfach zu reinigen. Holzleisten, die die Paneele optisch aufteilen und ihnen zusätzliche Stabilität verleihen, machen das asiatische Flair dieser Schiebgardinen perfekt. Auch eine Polyester-Baumwoll-Mischung ist als Material für Schiebegardinen denkbar und Stoffe wie Trevira CS sind schwer entflammbar, schmutzabweisend und abwaschbar. Je nach Beschichtung sind die Schiebegardinen besonders gut für Feuchträume geeignet, andere sind in der Lage, Gerüche zu filtern und kommen deswegen gern in der Küche zum Einsatz.
Spiel mit Farben und Mustern bei Schiebegardinen
Schiebegardinen von Création Baumann Schiebegardinen von Création Baumann
Klare, geometrische Linien sind das typische Merkmal der Schiebegardinen. Durch verschiedene Farbkombinationen oder Muster auf den Paneelen kann diese strenge Struktur aber aufgebrochen werden. Das Schienensystem der Schiebegardinen erlaubt eine immer neue Kombination aus den hintereinander geführten Paneelen zu einem großen Flächenvorhang. Blickdichte und transparente Bahnen können miteinander für den optimalen, individuell angepassten Lichtschutz sorgen. Die Farbkombinationen der Schiebegardinen peppen den Raum auf, ohne zu aufdringlich zu sein. Ausgestanzte oder ausgelaserte Muster in den Schiebegardinen sorgen für tolle Schattenspiele im Raum.
Schiebegardinen einmal anders
Schiebegardinen von Gardinia Schiebegardinen von Gardinia

Foto: Gardinia
Flexibler als jede andere Fensterdekoration machen Schiebegardinen nicht nur am Fenster eine gute Figur. Auch als Raumtrenner, als optische Abgrenzung des Arbeitsplatzes oder der Garderobe oder als Ersatz für Türen von Kleiderschränken und Co. kommen Schiebegardinen heute zum Einsatz. Durch die blickdichte Milchglasoptik werden weiße Schiebgardinen auch als Leinwand benutzt. Praktisch: Da sich Schiebegardinen auch wunderbar mit einem eigenen Motiv bedrucken lassen, dienen sie speziell Firma neben dem Blendschutz-Effekt auch als Werbefläche, die durchs Fenster sichtbar ist.