HÄUSER-AWARD 2007: Umbauen statt Neubauen
Die Zukunft des Bauens liegt in der Vergangenheit. Weil Grundstücke in stadtnahen Lagen knapp oder unerschwinglich geworden sind, rücken Altbauten immer mehr in den Fokus von Bauherren. Mit Umbauten und großzügigen Anbauten können sie trotz alter Bausubstanz noch viel Wohnqualität bieten. Das gilt auch für die vier Gewinnerhäuser des HÄUSER-AWARDS 2007.
1. Preis: Siedlungshaus mit reduzierter Optik
Einfach präsentierte sich der kleine Siedlungsbau aus den 1950er-Jahren mit spitzem, hohem Dach. Gerade diese schlichte Form hatte jedoch durchaus ihren Charme. Idee des Architekten war es, die klare Kontur des Hauses zu erhalten und zusätzlich zu betonen, indem er es aus seiner Fünfziger-Jahre-Hülle herauslöste und auf eine reduzierte Formensprache zurückführte. Gestalterische Elemente aus der Erbauungszeit wie das auskragende Eingangsvordach oder der schmale Balkonaustritt vor dem Kinderzimmer am Ostgiebel wurden entfernt.
Darüber hinaus sollte sich das Haus großzügig zum Garten hin öffnen. Die Fassade wurde daher an der Südseite aufgebrochen und mit bodentiefen Glastüren versehen. Im Erdgeschoss wurde die kleinteilige Grundrissstruktur aufgelöst, sodass die dreiköpfige Familie nun ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit zum Kochen, Essen und Wohnen hat.
Baudaten
Architekten: Falke Architekten, KölnWebsite des Architekten: www.falke-architekten.de
Baujahr Bestand: 1954
Bauweise: Massivbau (Bims)
Fertigstellung Umbau: 2006
Grundstücksgröße: 60 qm
Wohnfläche vorher/nachher: 132 qm/140 qm
Ort: Köln
Anzahl der Bewohner: 3
Heizwärmebedarf: 87 kWh/m2a
Primärenergiebedarf: 114 kWh/m2a
Baukosten gesamt: 85.000 Euro
Baukosten je qm Wohnfläche: 607 Euro
- 1. Teil: 1. Preis: Siedlungshaus mit reduzierter Optik
- 2. Teil: 2. Preis: Stadthaus mit barocker Fassade
- 3. Teil: 2. Preis: Anbau für "Kaffeemühle"
- 4. Teil: 2. Preis: Fünfziger-Jahre-Villa modernisiert
- 5. Teil: Das Buch zum Wettbewerb
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