Balkonanbau

Sonnenschein und kein Balkon? Zum Glück ist ein nachträglicher Balkonanbau fast immer möglich – und das sogar, wenn Sie zur Miete wohnen.

Foto: Holztechnik Lätzsch GmbH
Schon am Frühstückstisch den Sonnenschein genießen oder zwischendurch ein kurzes Sonnenbad nehmen: Ein Balkonanbau macht es möglich und hebt damit die Lebensqualität. Nicht zuletzt ist ein Balkonanbau auch eine Wertsteigerung der Immobilie. Die gute Nachricht: Nahezu alle Häuser und Wohnungen können durch einen Balkonanbau in den Genuss eines neuen Freiluftzimmers kommen.
Balkonanbau – mit und ohne Architekt
Je nach baulicher Situation ist es sinnvoll, einen Architekten zu Rate zu ziehen, der sich mit einem Balkonanbau auskennt. Er stimmt den geplanten Balkonanbau passend zum Haus und den örtlichen Gegebenheiten ab, klärt mit dem Bauherrn die notwendigen Baugenehmigungen und koordiniert den Balkonanbau im Detail. Günstiger sind dagegen Angebote diverser Metall- und Holzbauunternehmen. Neben standardisierten Lösungen für den Balkonanbau bieten diese auch individuelle Lösungen an. So können Bauherren über das Material entscheiden – Holz, Stahl oder Aluminium – und ein Design wählen. Selbst auf gewisse Bausituationen kann ein Bauunternehmen eingehen.
Balkonanbau – so geht's
Balkonanbau – so geht's Foto: Holztechnik Lätzsch GmbH
Einfachste und damit häufig günstigste Variante für einen Balkonanbau ist der selbst tragende, vorgestellte Balkonanbau. Bei ihm tragen Stützen vor dem Haus das Gewicht. Sein Vorteil: Dank der eigenständigen Bauweise sind nur wenige Verankerungspunkte an der Fassade notwendig, was den Balkonanbau von der Statik des Hauses unabhängig macht. So lässt sich der Balkonanbau schnell und kostengünstig installieren.
Natürlich lässt sich ein Balkonanbau auch direkt an der Fassade realisieren. Diese Form von Balkonanbau ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich der neue Balkon später über einer Hofeinfahrt oder an einer anderen Stelle befinden soll, an der Stützen stören. Bei solch einem Balkonanbau ohne Stützen wird der neue Balkon an die Fassade "gehängt". An der Wand befestigte Träger nehmen hier das Gewicht des Balkonanbaus auf. Wichtigste Vorraussetzung dieses Balkontyps ist ein stabiles und intaktes Mauerwerk.

Wer gänzlich auf Träger verzichten möchte, kann alternativ dazu den Balkon unsichtbar befestigen. Hier werden die Träger in einer Geschossdecke verankert. Für diesen Balkonanbau ist jedoch eine massive Betondecke oder eine andere stabile Decke zwingend notwendig.
Kosten und Zeit für einen Balkonanbau
Kosten und Zeit für einen Balkonanbau Foto: Holztechnik Lätzsch GmbH
Je nach verwendetem Material, Bauart und Anzahl der geplanten Balkone können sehr unterschiedliche Kosten entstehen. Eine genaue Summe für den Balkonanbau kann daher nur der konkrete Dienstleister nennen. Ausschlaggebende Punkte sind: Anzahl und Größe der gewünschten Balkone, Art des Materials sowie die Art der Konstruktion. Hinzu kommen Montagekosten sowie eventuell anfallende Kosten für einen Architekten oder notwendige Durchbrucharbeiten für eine neue Balkontür, falls diese beim Balkonanbau zusätzlich realisiert werden muss. Auch Sonderposten wie Überdachungen, Sichtschutz oder eine Treppe zum Balkon beeinflussen die Kosten für den Balkonanbau. In der Gesamtheit summieren sich die Kosten für den Balkonanbau recht schnell. Rechnen Sie mit mindestens mehreren tausend Euro pro Balkon.
Balkonanbau: das Prozedere

  • Architekten oder Bauunternehmen kontaktieren
  • Baugenehmigung beantragen
  • Angebotsvergleich verschiedener Anbieter
  • Entscheidung zu Form und Material, Auftragsvergabe
  • Montage des neuen Balkons

Sind die Kosten für den Balkonanbau geklärt, die notwendige Baugenehmigung erbracht und der Auftrag vergeben, kann es meistens zügig mit dem Balkonanbau losgehen. Je nach Ausführung und Vorarbeit lässt sich ein Balkonanbau schon innerhalb weniger Stunden – auf jeden Fall innerhalb weniger Tage – realisieren. Meistens ist dabei noch nicht einmal ein teures Baugerüst für den Balkonanbau notwendig.

Handwerklich geschickte Hausbesitzer können den Balkonanbau sogar in Eigenregie bewerkstelligen. Dafür bieten diverse Unternehmen spezielle Bausätze an. Sie enthalten alle notwendigen Materialien für den Balkonanbau, wobei selbst die Unterlagen für die notwendige Baugenehmigung nicht fehlen.
Balkonanbau als Mieter
Selbst wenn Sie Mieter sind, müssen Sie auf einen Balkonanbau nicht unbedingt verzichten. Natürlich muss der Vermieter mit einem Balkonanbau einverstanden sein. Ist er dies generell, können Sie ihm vorschlagen, sich an den Kosten für die gewünschte Umbaumaßnahme zu beteiligen oder eine entsprechende Mieterhöhung zu akzeptieren. Vielleicht wollen auch Ihre Nachbarn einen Balkon? Gemeinsam ist es einfacher, den Vermieter von einem Balkonanbau zu überzeugen.

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