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Fertighaus und Fertighäuser

Vom Kellergeschoss bis zum Innenausbau in zwei Wochen – beim Fertighaus vergeht nur wenig Zeit zwischen Baustart und Einzug. Außerdem überzeugen moderne Fertighäuser mit wirtschaftlicher Bauweise, klimafreundlichen Baustoffen und extrem niedrigem Energieverbrauch.

Foto: SchwörerHaus
Das Fertighaus ist häufig ein Haus in Holzbauweise und unter verschiedenen Gesichtspunkten eine echte Alternative zum Massivhaus. Während dieses auf der Baustelle gemauert werden muss, wird ein Fertighaus in großformatigen Teilen auf das Baugrundstück gebracht. Dort erfolgt lediglich die Endmontage. Ein Fertighaus ist meist günstiger, als ein vergleichbares, konventionell gebautes Haus. Ein einfaches Fertighaus der unteren Größenkategorie ist schon ab ca. 120.000 Euro zu haben. Ein so genanntes Ausbauhaus, also ein Fertighaus, bei dem der Bauherr den Innenausbau organisiert, ist sogar noch preiswerter.
Eigenschaften eines Fertighauses
Die Bauteile für ein Fertighaus werden je nach Hersteller meist mit computergesteuerten Maschinen vorbereitet, per LKW zum Baugrundstück transportiert und innerhalb weniger Tage montiert. Steht vom Fertighaus erst einmal die Hülle, so bedarf es je nach System und Planung nur noch eine Woche bis wenige Monate bis die Bauherren einziehen können.
Foto: SchwörerHaus
Der Begriff Fertighaus steht im herkömmlichen Gebrauch für ein nicht aus Mauersteinen oder Beton gefertigtes Haus. Das ist richtig, da beim Fertighaus in den meisten Fällen eine so genannte Holzrahmen- oder Holztafelbauweise zum Einsatz kommt. Diese wird auf dem zuvor gegossenen Fundament oder Kellergeschoss montiert, wärmeisoliert und verputzt. Dennoch: Auch ein Fertighaus mit vorgefertigten Betonelementen ist ein Fertighaus. Daneben arbeiten manche Firmen mit Verbundschaltechnik. Dabei entsteht eine Art massives Fertighaus, weil die Holzkonstruktion am Fertighaus mit Beton ausgegossen wird. Das Erkennungsmerkmal für ein Fertighaus bleibt allerdings, dass die Haushülle in großen Teilen im Werk vorgefertigt und dann auf dem Baugrundstück zum Fertighaus zusammengesetzt wird.
Je nach handwerklichem Geschick und finanziellen Mitteln der Bauherren gibt es beim Fertighaus unterschiedliche Bau- und Ausbaumöglichkeiten. Das klassische Fertighaus wird – nachdem Sie sich für ein Design entschieden haben – komplett vom Hersteller errichtet und ausgebaut. Auch ein Ausbauhaus ist ein Fertighaus. Hier übernehmen die Bauherren den Ausbau der Innenräume im Fertighaus. Beim Bausatzhaus werden nur die Bauteile angeliefert, sein Aufbau liegt auf Seiten der späteren Bewohner.
Vorteile
positiv:

  • kürzere Bauzeit
  • geringere Baukosten als beim Massivhaus
  • geringeres Risiko als beim Massivhausbau
  • Haus aus einer Hand
  • Eigenleistung möglich
  • wirtschaftliche Bauweise
  • klimafreundliche Baustoffe
  • extrem niedriger Energieverbrauch

Ein Fertighaus wird im Normalfall von einem einzigen Hersteller errichtet und zumeist schlüsselfertig an die Bauherren übergeben. Statt mit unterschiedlichen Handwerksbetrieben wie beispielsweise beim Massivhaus verhandeln Sie nur mit einem Ansprechpartner. Vorteil: Weil alles aus einer Hand kommt, sparen Sie Zeit und Nerven. Ein weiterer Entscheidungsgrund für ein Fertighaus können die gestaffelten Möglichkeiten der Eigenleistung sein, durch die Sie Baukosten sparen.

Der wichtigste Vorteil des Fertighauses ist seine Bauzeit. Oft vergehen nach der Fertigung des Kellers und der Bodenplatte nur wenige Tage bis das Fertighaus errichtet ist. Durch die weitgehende Montage in der Fabrik ist der Bau von Ihrem Fertighaus witterungsunabhängiger und damit berechenbarer. Durch den Einsatz moderner Maschinen in der Montagehalle sinken die Baukosten erheblich, denn beim Fertighaus ist deutlich weniger "Manpower" nötig, als beim gemauerten Massivhaus.
Nachteile
negativ:

  • geringerer Wiederverkaufswert
  • hellhöriger als Massivhaus
  • Möbelbefestigung kann Probleme machen

Ein Fertighaus hat in der Regel einen geringeren Wiederverkaufswert als ein Massivhaus. Wollen Sie Ihr Fertighaus verkaufen, müssen Sie bei ihm mit einem geringeren Erlös rechnen. Ein Fertighaus gilt auch als hellhöriger als ein Haus aus Stein. Sollten die Böden im Fertighaus in Holzkonstruktionsbauweise ausgeführt werden, achten Sie auf eine sorgfältige Trittschalldämmung. Prüfen Sie ebenso in einem vergleichbaren Musterhaus, ob Sie mit einem leicht schwingenden Boden leben können.

Bei der Inneneinrichtung von Ihrem Fertighaus können Sie auch Probleme mit der Befestigung von Möbelelementen an den Wänden bekommen. Bei Hängeschränken kommen beispielsweise Spezialdübel zum Einsatz, und sehr schwere Teile müssen Sie im Fertighaus unter Umständen direkt in den Konstruktionselementen verankern.
Fazit:
Ferienhaus, Einfamilienhaus, Doppelhaus - ein Fertighaus ist in vielerlei Formen denkbar und wird heute nicht mehr nur nach Schema F und ohne Mitspracherecht der Bauherren gebaut. Wer sich also ein gut planbares, in kurzer Zeit zu errichtendes und in vielen Preisklassen erhältliches Wohnhaus wünscht, der sollte über ein Fertighaus nachdenken.
Geeignet für:
• preisbewusste Bauherren
• Bauherren, die nach kurzer Bauzeit ins eigene Haus möchten
• Familien mit Kindern
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