Terrasse und Terrassen
Eine Terrasse erweitert das Wohnzimmer nach draußen. Tipps für die Terrassen-Planung, den Terrassen-Boden und die passende Beleuchtung.
Hausbau und Planung der Terrasse gehen meistens Hand in Hand. Elektroanschlüsse und Beleuchtung, der Bodenbelag und nicht zuletzt der genaue Standort der Terrasse sind zu bedenken und auch die Entwässerung der Terrasse will überlegt sein. Viele Hausherren entscheiden sich für einen direkten Zugang der Terrasse durch das Wohnzimmer. Ebenso beliebt ist es, die Terrasse von der Küche aus zugänglich zu machen.Wenn Sie Ihre Terrasse gestalten, berücksichtigen Sie bei der Planung, was Sie später auf der Terrasse hauptsächlich tun möchten. Mit der Familie unter freiem Himmel essen? Sport treiben? Die Kinder toben und spielen lassen? Die Terrasse als Grillplatz nutzen? Erstaunlich: Oft wird bei der Planung der Terrasse vergessen, Platz für einen Grill oder eine Sonnenliege einzuplanen. Dann ist die Terrasse später zu eng und der Ärger groß. Tipp: Auch eine kleine Terrasse sollte drei Meter an jeder Seite messen. Ist der Platz im Garten sehr begrenzt, lieber bewusst einen weitläufigen Terrassengarten anlegen, statt unterschiedliche Flächen zu stückeln. Wer dagegen ausreichend Platz hat und eine sehr große Terrasse anlegt, muss bedenken, dass große Teile der Fläche im Winter nicht mit Stühlen, Liegen oder Ähnlichem bestückt sein werden. Hier ist eine abwechslungsreiche Gestaltung der Terrasse gefragt, damit die Terrasse im Winter nicht zu öde und trostlos aussieht.
Der passende Look für die Terrasse
Der Favorit unter den Terrassen-Stilen ist ein möglichst authentisch aussehender Natur-Look. Dafür eignen sich wilde Sträucher, unbehandelt wirkendes Holz und auf dem Terrassen-Boden Holz oder Stein in Naturoptik. Teiche in unmittelbarer Nähe zur Terrasse bringen eine Portion Wildnis in den Garten und beeinflussen das Mikroklima an heißen Sonnentagen positiv. Dazu passen Gartenmöbel aus edlen Hölzern oder - je nach Geschmack - aus kaltem Aluminium. Wer einen Grill auf seiner Terrasse integriert, sollte daran denken, den Terrassen-Boden gegen Fettspritzer zu versiegeln. Besonders Natursteine bekommen sonst schnell eine speckige und ungepflegte Oberfläche. Wer es auf seiner Terrasse dagegen eher mediterran mag, greift zu Terrakottafarben für Fliesen und Pflanzkübel. Ob die Terrasse dann eher nach Mallorca, Italien oder Nordafrika aussieht, bestimmen Details und mehr oder weniger exotische Pflanzen, die auf der Terrasse Einzug halten.
Eine noch kleine aber stetig wachsende Fangemeinde hat die Terrasse im puristischen Look. Meist spiegelt die gradlinige und edle Außengestaltung die Inneneinrichtung wider. Schöne Effekte können Sie auf Ihrer Terrasse erzielen, wenn Sie Gestaltungselemente aus dem Inneren Ihres Hauses nach draußen auf die Terrasse verlängern. Wenn im Sommer dann die Türen zur Terrasse geöffnet werden, scheinen die Grenzen zwischen Innen und Außen zu verschwinden.
Naturstein, Holz, Fliesen - der Terrassenboden
Terrassen bestehen meistens aus einem Unterbau und einem individuellen Bodenbelag. Der Unterbau einer Terrasse sollte durch steinerne Mauern oder durch Beton oder Holz gestützt werden. Die Bodenplatten einer Terrasse können den eigenen Wünschen entsprechend sein - entweder aus Holz, Natursteinplatten, Beton oder Bodenfliesen. Holzbeläge haben bei einer Terrasse den Vorteil, dass sie nicht so schnell von der Sonne aufgeheizt werden und umgekehrt im Schatten die Hitze nicht so schnell wieder abgeben. Man kann also unbeschadet auf der Terrasse Barfuß laufen. Der Holzbelag ist sehr stabil und witterungsbeständig. Natursteinplatten hingegen sind auf der Terrasse am längsten haltbar und lassen sich nur schwer verschieben, weil sie einzeln eingeschlagen werden. Bodenfliesen erlauben es, die Terrasse auf unterschiedliche Weise zu gestalten, da Fliesen vielfältige Muster und Farben haben können. Besonders große Terrassen lassen sich auf diese Weise abwechselungsreich gestalten. Allerdings ist bei Bodenfliesen auf der Terrasse Vorsicht geboten: Im Winter oder bei Regen können sie die Terrasse aufgrund ihrer glatten Oberfläche rutschig machen.
Sonnenschutz und Beleuchtung
Terrassen sollten in Süd- oder Westrichtung geplant werden, dann nutzen Sie die meisten Sonnenstunden. Noch ein Plus: Je tiefer die Sonne im Winter sinkt, desto länger scheint sie auf Ihre Terrasse. Im Hochsommer kann es auf der Terrasse sehr heiß werden. Der passende Sonnenschutz für die Terrasse ist unerlässlich. Klassiker sind ausfahrbare Markisen, Sonnensegel, eine Teilüberdachung der Terrasse und natürlich der Sonnenschirm. Wer es natürlich mag, pflanzt einen schattenspendenden Baum oder lässt Sichtschutzelemente mit Kletterpflanzen bewachsen. Durch die Kombination aus mittelgroßen Pflanzen an der Stirnseite und die Terrasse begrenzenden Paravents oder Rankgittern erreichen Sie zusätzlichen Sichtschutz, ohne dass die Terrasse auf eine kleine Parzelle verengt wird. Tipp: Weil helle Hausfassaden meistens blenden, verzichten Sie auf der Terrasse am besten auf grelle, stark reflektierende Farben und Materialien.Am Abend ist Kerzenbeleuchtung in Form von Windlichtern auf der Terrasse besonders stimmungsvoll. Ansonsten sollten Sie, je nach Vorliebe, zu einer Kombination aus im Boden der Terrasse versenkbaren Strahlern, Wandleuchten und regulierbarem Halogenlicht greifen. Letzteres spendet warmes Licht, das dem Sonnenlicht nahe kommt. Dabei stets darauf achten, dass die Elektroinstallation auch für den Außenbereich geeignet ist. Wo keine Elektroleitungen liegen und kein helles Leselicht auf der Terrasse gebraucht wird, sind Solarleuchten eine gute Alternative. Diese gibt es in vielen Formen und Farben für die Terrasse.
Rund um Terrasse und Garten:
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