Terrasse und Terrassen

Eine Terrasse erweitert im Sommer den Wohnraum nach draußen. Wir geben Tipps für die richtige Terrassen-Planung, den Terrassen-Boden und die passende Beleuchtung.

Die Terrasse ist der perfekte Ort, um den Garten und die warme Jahreszeit zu genießen. Sie ist der gelungene Mix zwischen drinnen und draußen. Damit die Sommerfreude von nichts getrübt wird, sind bei der Terrassen-Planung einige Vorüberlegungen nötig.
Foto: Christian Schaulin
Eine Terrasse planen
Wenn Sie Ihre Terrasse planen, sollte die erste Frage sein, für welchen Zweck Sie die Terrasse nutzen möchten: Sei es zum Sonnenbaden, fürs gemütliche Essen und Grillen mit Freunden oder als Spielfläche für die Kinder. Sammeln Sie dazu am besten schon im Vorfeld Beispiele aus Wohnmagazinen, Fotos oder auch inspirierende Internetseiten. Eine einfache Liste mit Stichwörtern reicht natürlich auch.
Foto: Bernd Borchardt
Wichtig ist, dass Sie Ihre Wünsche kennen, damit Sie die Terrasse entsprechend gestalten können. Denn der Platz für den Grill, einen großen Esstisch oder den Sonnenschirm sollte bei der Planung nicht vergessen werden. Mit einer konkreten Aufstellung passiert das nicht. Weiterer Nebeneffekt: Mit der Sammlung klärt sich auch, welchen Einrichtungsstil die Terrasse später bekommt.
Ausrichtung der Terrasse
Die später gewünschte Nutzung ist auch wichtig für die Lage der Terrasse. Für Sonnenanbeter ist eine Ausrichtung der Terrasse nach Süden am sinnvollsten. So lässt sich hier den ganzen Tag über Sonne tanken. Hingegen liegt eine Terrasse mit West-Ausrichtung nicht den ganzen Tag in der Sonne, erhält dafür aber noch das warme Abendlicht. Solch ein Platz ist ideal, um die späten Nachmittags- und Abendstunden zu genießen.
Foto: Heiner Orth
Wer schon immer einen schönen Frühstücksplatz haben wollte, sollte über eine Ausrichtung - oder eine kleine Zweitterrasse - in Ostrichtung nachdenken. Sie fängt morgens die ersten Sonnenstrahlen des Tages ein. Selbst eine nach Norden ausgerichtete Terrasse ist nicht zu verachten, wenn das Grundstück nur sie zulässt. Ihr Vorteil: Im Sommer bekommt sie morgens und abends Licht, bietet jedoch mittags kühlenden Schatten. Unser Tipp für die Planung: Bevor Sie die Lage einer Terrasse endgültig festlegen, ist es hilfreich, am auserkorenen Platz einmal zur Probe zu sitzen. So können noch weitere Details wie Bäume oder schöne Aussichten in die Planung einbezogen werden.
Größe der Terrasse
Egal, wie Sie die Terrasse später konkret nutzen wollen: Planen Sie ausreichend Platz ein! Denn ist die Terrasse zu klein, wird der Ärger später groß sein, wenn Möbel den Weg in den Garten versperren oder Sie bei der kleinsten Bewegung irgendwo gegenstoßen. Gleiches gilt auch, wenn man am Essplatz nicht vom Tisch wegrücken kann, ohne gleich auf der Wiese zu landen. Stühle sollten daher einen Mindestabstand von einem Meter zur Terrassenkante haben.
Foto: Carsten Klein
Selbst kleine Terrassen sollten aus diesem Grund mindestens 3 x 3 Meter messen. Ist der Platz im Garten sehr begrenzt, sollten Sie ganz bewusst einen weitläufigen Terrassengarten anlegen, statt die Fläche zu stark zu stückeln. Wer dagegen ausreichend Platz hat und eine sehr große Terrasse anlegt, muss bedenken, dass große Teile der Fläche im Winter nicht mit Stühlen, Liegen oder Ähnlichem bestückt sein werden. Hier ist eine abwechslungsreiche Gestaltung der Terrasse mit Pflanzen und anderen Elementen gefragt, damit die Terrasse im Winter nicht zu öde und trostlos aussieht.
Der passende Look für die Terrasse
Der passende Look für die Terrasse Foto: Christian Schaulin
Der Favorit unter den Terrassen-Stilen ist ein authentisch aussehender Natur-Look. Dafür eignen sich Sträucher, Stauden, pflegeleichte Möbel und ein Terrassen-Boden aus Holz oder Naturstein. Teiche in unmittelbarer Nähe zur Terrasse bringen das Element Wasser in den Garten und verbessern das Mikroklima an heißen Sonnentagen. Dazu passen Gartenmöbel aus Holz oder - je nach Geschmack - auch aus Aluminium oder Edelstahl.

Besonders reizvoll ist es beim Gestalten der Terrasse, Elemente wie den Boden oder ein Farbkonzept aus dem Inneren des Hauses nach draußen auf die Terrasse zu verlängern. Wenn im Sommer dann die Türen zur Terrasse weit geöffnet sind, scheinen die Grenzen zwischen Innen und Außen zu verschwinden.
Möbel für die Terrasse
Möbel für die Terrasse Foto: Dedon
Ein Sitz- und Essplatz gehört nahezu auf jede Terrasse. Ist doch ein Sommerabend in Gesellschaft und mit einem guten Essen ein wundervolles Erlebnis. Achten Sie daher auf genügend Sitzgelegenheiten und einen ausreichend großen Tisch. Neben dem Sitz- und Essplatz ist für Sonnenanbeter die Sonnenliege ein Muss. Planen Sie auch für sie entsprechenden Platz ein. Generell ist es empfehlenswert, in hochwertige Terrassenmöbel zu investieren. Sie sind zwar teuerer, halten im Vergleich aber meistens auch länger.

Gestalten Sie vor allem die Terrasse nach Ihren Vorlieben. Nur weil gerade Outdoor-Küchen im Trend liegen, heißt das nicht, dass auch Sie eine benötigen. Planen Sie jedoch eine romantische Terrasse in einem Rosengarten, sind gusseiserne Gartenmöbel die erste Wahl. Während modernes Ambiente mit geradlinigen Möbeln entsteht. Wie wäre es zur Abwechslung mit modernen Lounge-Möbeln mit bequemen Outdoor-Polstern? Sie machen die Terrasse ganz schnell zum gemütlichen Freiluftwohnzimmer.
Naturstein, Holz, Fliesen - der Terrassenboden
Naturstein, Holz, Fliesen - der Terrassenboden Foto: Carsten Klein
Terrassenböden sind vielseitig und können aus Holz, Natursteinplatten, Beton oder Fliesen bestehen. Holzbeläge auf der Terrasse haben den Vorteil, dass sie sich nicht so schnell in der Sonne aufheizen. Man kann also auch im Hochsommer zur Mittagszeit unbeschadet auf der Terrasse Barfuß laufen. Zugleich wirken sie optisch sanfter als ein Steinboden und entwickeln mit der Zeit eine attraktive Patina. Neben umstrittenen Tropenhölzer hat sich zunehmend Robinien- und Lärchenholz als ökologisch vertretbarer Bodenbelag für Terrassen etabliert.
Vorteil von Stein- und Fliesenböden sind ihre extreme Langlebigkeit. Outdoor-Fliesen erlauben es zudem, die Terrasse auf unterschiedliche Weise zu gestalten, da Fliesen in vielfältigen Mustern und Farben angeboten werden. Besonders große Terrassen lassen sich auf diese Weise abwechslungsreich gestalten. Allerdings ist bei Bodenfliesen auf der Terrasse Vorsicht geboten: Im Winter oder bei Regen können sie die Terrasse aufgrund ihrer Oberfläche rutschig machen. Hier ist es daher wichtig, beim Kauf auf eine hohe Rutschfestigkeit zu achten.
Sonnenschutz und Beleuchtung
Ob Holz oder Stein als Boden - im Hochsommer kann es auf der Terrasse sehr heiß werden. Der passende Sonnenschutz für die Terrasse ist darum unerlässlich.
Foto: Heike Schröder
Klassiker sind ausfahrbare Markisen, Sonnensegel, eine Teilüberdachung der Terrasse und der Sonnenschirm. Wer es natürlich mag, pflanzt einen schattenspendenden Baum in der Nähe oder lässt Sichtschutzelemente mit Kletterpflanzen bewachsen.
Als Terrassenlicht sind Windlichter besonders stimmungsvoll. Aber auch Wandleuchten und Strahler unter Pflanzen sorgen für ein schönes Licht. Wo keine Elektroleitungen liegen und kein helles Leselicht auf der Terrasse gebraucht wird, sind Solarleuchten eine Alternative. Diese gibt es in vielen Formen und Farben für die Terrasse. Hier sollten Sie für ein stimmiges Ambiente darauf achten, dass sie möglichst ein warmweißes Licht abgeben.
Fotostrecken rund um Terrasse und Garten:

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