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Vorher-Nachher auf einen Blick: Außen ist die historische Ansicht bewahrt, innen zog die Moderne ein

Eigentlich wollte Bauherren-Familie Klabunde nur vorübergehend in ihrem Haus wohnen. Mittlerweile sind es 13 Jahre mit vier Umbauphasen geworden – und ans ehemalig geplante Ausziehen denken Klabundes schon lange nicht mehr.
 Zu schön ist der Umbau ihres historischen Reihenhauses geworden.

Vorher: Reihenhaus aus Ziegelsteinen

Das Reihenhaus steht in der Frank’schen Siedlung in Hamburg-Klein Borstel. Sie umfasst 545 baugleiche Reihenhäuser, die seit 2011 unter Denkmalschutz stehen. Die Häuser haben ihr Bad im Keller, die Deckenhöhe beträgt 2,20 m. Die Grundfläche sind nur 36 Quadratmeter – die jedoch auf allen vier Etagen.

Nachher: Neue Fußbodenheizung und mehr Wohnraum

Nach dem Umbau wirkt das Reihenhaus offen und hell. Zu den Baumaßnahmen gehörten unter anderem der Anbau eines Wintergartens, die Neugestaltung des Kellerbades sowie der Einbau eines Ofens und einer Fußbodenheizung in Keller und Erdgeschoss.

Wintergarten öffnet das Haus zum Garten

Der neu angebaute Wintergarten eroberte 12 m² mehr Wohnraum und wurde eigens vom Denkmalamt genehmigt. Nun dient er auch als Blaupause für eventuelle weitere Anbauten in der Siedlung. Er ist mit  Möbelklassikern von
 Le Corbusier, Breuer und Eames möbliert. Der Garten wurde 2011 von Klabundes neu angelegt.

Essbereich mit Klassikern

Skandinavisches Midcentury-Design von Arne Jacobsen und Louis Poulsen gehört zu den Lieblingen der Familie. Trotz des Alters der Möbelentwürfe wirkt die Tischgruppe enorm modern und klar vom Design.

Offenes Raumkonzept

Der Kochtresen im Erdgeschoss trennt nicht nur die Essgruppe vom Kochbereich ab, auf der Rückseite ist er auch Holzdepot für den Kaminofen. Der Boden im Erdgeschoss besteht durchgehend aus hellen Solnhofer Platten, die nachträglich auf die neue Fußbodenheizung verlegt wurden. Sie passen zum Baujahr des Hauses von 1937.

Treppenhaus im Obergeschoss

Anthrazit spielt seit dem letzten Umbau eine wichtige Rolle im Haus. Im Obergeschoss liegen Büro, Duschbad und Elternschlafzimmer. Zwei Türen lassen sich schieben, die Treppenbalustrade ist eine Scheibe Sicherheitsglas

Ausgebautes Dachgeschoss

Das gesamte Dach wurde 2013 gedämmt und zur Mädchenetage ausgebaut, bis dahin schliefen hier die Eltern. Die beiden Zimmer können mit Schiebetüren geschlossen werden, dazwischen ist Schrankraum.

Wohnen unter dem Dach

Im Spitzboden hat eine Tochter ihr Bett. Sie erreicht es über eine Leiter in ihrem Zimmer. Ein Extra-Dachfenster, das ursprünglich geplant war, erlaubte das Denkmalamt nicht. Zur Straße hin musste alles original erhalten bleiben. Der Boden besteht aus Kieferndielen, die weiß pigmentiert wurden.

Bad im Keller

Allein die restaurierte Brettertür erinnert daran, dass das Badezimmer im Keller liegt. Es wurde in der Mitte tiefer gelegt, sodass die Deckenhöhe von 1,90 auf 2,20 m anstieg. Die eingelassene Badewanne ist zugleich Dusche und kann mit einem umlaufenden Vorhang geschlossen werden.

Flusskiesel als Bodenbelag

Der Badezimmerboden konnte nur im Bereich der Flusskiesel tiefer gelegt werden, weil sonst das nötige Abflussgefälle nicht erreicht worden wäre. Beim Umbau wurde im Boden noch zusätzlich eine Fußbodenheizung installiert. Die Wände
 bestehen aus glattem Zementputz. Er ist absolut feuchtigkeitsresistent und ersetzt die Rundumverfliesung.

Bauherren: Familienglück im historischen Reihenhaus

Seit die Umbauerei beendet ist, können Karlotta, Kaja, Franka und Sönke Klabunde (v. l. n. r.) und Tibetterrier Enzo ihr Reihenhaus und ihren Garten wieder in vollen Zügen genießen.