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Vorher-Nachher auf einen Blick: Ein schlichter 60er-Jahre-Bau wird zum modernen Hingucker

Als Elmar Gauggel den Neuerwerb der Scherers zum ersten Mal sah, wusste der Architekt vom Labor Weltenbau aus Stuttgart intuitiv, dass hier ein radikaler Schnitt nötig war. Die einstige Flachdach-Modernität sollte aber unbedingt erhalten bleiben – dieses Versprechen hatten Scherers beim Kauf gegeben. Und außerdem diktierten ihm die Bauherren klipp und klar ins Auftragsbuch: "Bloß nichts Langweiliges!" Die Lösung: Eine Hülle aus Lamellen und ein völlig neu gestalteter Innenraum machen aus der zweigeschossigen Kiste eine spektakuläre Architekturperle.

Vorher: Ein unscheinbarer Bau wandelt sich zum lichten Glanzstück

In der noblen Pforzheimer Südoststadt wirkte der zweigeschossige Kubus wie aus der Zeit gefallen und beflügelte Esther Stella Scherers Fantasie, kaum dass sie die schmale Loggia betreten und begeistert den Panoramablick auf den nahen Schwarzwald entdeckt hatte. "Ich wusste sofort, dass man hier etwas Tolles draus machen konnte“, erzählt sie. Von Beginn an war deshalb klar, dass der Wohnbereich nach oben verlegt werden und das gesamte Obergeschoss sich zum Gebirge hin öffnen sollte. Dafür musste die balkonschmale Loggia noch vergrößert werden.

Im Innern fielen bis auf drei statisch notwendige Mauerscheiben und zwei Pfeiler alle Innenwände. "Wir mussten tonnenweise Kies vom Dach holen, damit es leichter wird", erzählt Esther Stella Scherer. Die Mühe wurde belohnt: Nach 15-monatiger Bauzeit können sich die Bauherren über einen leichten, weiten Wohnraum und einen Wohnflächengewinn von 60 Quadratmetern freuen.

Nachher: Ein Kleid aus weißen Lamellen

Dank der Lamellenhülle des Gebäudes erscheint der einst banale Baukörper modern, leicht und spektakulär. Durchgehend in Weiß wirkt er zudem strahlend und frisch. Die optische Geschlossenheit bringt Klarheit.

Und: "Die Lamellen lösen die Scharfkantigkeit des Kubus' optisch auf und lassen ihn leichter aussehen. Deshalb kam auch nur Weiß als Farbe für die Stahlprofile infrage. Und um die Hochterrasse ins Gebäude einzubinden, haben wir sie komplett ins Lamellenkleid einbezogen", so Architekt Elmar Gauggel. Ganze 50 Quadratmeter misst die Loggia nach dem Umbau und bietet so Platz für eine üppige Ausstattung an Balkonpflanzen.

 

 

Leichtigkeit im offenen Wohnraum

Ess- und Wohnbereich, Küche und Entree fließen im Obergeschoss auf gut 130 Quadratmetern zu einem einzigen lichtdurchfluteten Raum zusammen. Rechts geht es hinunter zu den Schlafräumen. Glänzende Decken steigern die Helligkeit im Raum immens, weil sie das einfallende Licht durch Reflexion potenzieren. Dazu wurden sie allerdings dreimal (!) gespachtelt, geschliffen und lackiert. Das erfordert viel Können und Ausdauer - aber es lohnt sich auch. "Die lichtdurchfluteten Räume sorgen sogar bei schlechtem Wetter für positive Energie", so Bauherrin Esther Stella Scherer.

 

Design-Ikonen als optische Haltepunkte

Die Weitläufigkeit im Obergeschoss erhält durch markante Möbel wie den Gehry-Stuhl oder den Eames-"Lounge Chair" optischen Halt. Für das Interior-Design zeichnet sich Esther Stella Scherer selbst verantwortlich, die in Pforzheim das Büro Schererdesignconcept betreibt. Schon während ihrer früheren Tätigkeit als Kommunikationstrainerin hatte sie zum Spaß Wohnungen in Berlin und später sogar in Miami eingerichtet und komplett möbliert wieder verkauft, ganze Serien wurden in ihren Locations gedreht, und die Namen ihrer damaligen "Mieter" und Käufer lesen sich wie eine Who's-who-Liste aus Hollywood.

Kinderparadies im Untergeschoss

In Vincents (7) Reich ist Entertainment Programm. Auch hier sind wie überall im Haus Design-Ikonen wie der Schaukelstuhl von Eames vertreten. Vincent und seine Schwester Valentina (4) lernen so schon früh berühmtes Design kennen.

Lieblingsort: Badewanne

Kleinteilige und große Fliesen wechseln sich im Bad ab. Eine Treppe führt zur Wanne hinauf, einem der Lieblingsplätze der Bauherrin, von der aus sie durchs Schlafzimmer in den Garten schauen kann.

Fusion: Im Schlafzimmer trifft Ost auf West

Wie überall im Haus mischen sich im Schlafzimmer asiatische Dekore, Texturen und Accessoires mit europäischem Design - ein Stil, der ein feines Händchen erfordert. Das größte Kompliment eines Gastes an Esther Stella Scherer: Das Haus sei ein Spiegel ihrer Persönlichkeit geworden - "Cross-over Asia meets Bauhaus".

Bauherren: Eine Radikaloperation, die sich gelohnt hat

Welche Baumaßnahme sich am meisten gelohnt hat? Laut Esther Scherer war es die Radikaloperation, nur die Außenwände stehen zu lassen. Gläserne Wände, glänzende Decken und durchgehend weiße Wände schaffen nun ein ätherisches Raumkontinuum, das eine ungeahnte Leichtigkeit und Weite ausstrahlt und die Leichtigkeit des neuen Lamellen-Kleids im Inneren fortsetzt. Aufgrund seiner extravaganten Hülle ist das Haus der Scherers sogar zum Exkursionsziel für Pforzheimer Designstudenten geworden.