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Vorher-Nachher auf einen Blick: Eine 105 Jahre altes Kleinod bekommt eine neue Chance

Vor dem Umbau war das Holzhaus von 1910 eng, düster und klamm und hatte ein Jahr leer gestanden. Für die Modernisierung waren intensive Verhandlungen mit den Behörden nötig, die letzendlich den wichtigsten Baumaßnahmen zustimmten. Jetzt erfüllt das Kleinod mit dem Namen "Waldfrieden" sowohl Bewohner als auch Spaziergänger mit Freude.

Vorher: Modernisierung mit Auflagen

Das vermutlich erste industriell gefertigte Holzhaus weltweit hatte auf der Pariser Weltausstellung von 1910 den wilhelminischen Erfindungsgeist repräsentiert und war mit seinen vier Zentimeter dünnen Wänden original erhalten - und unterlag natürlich dem Denkmalschutz. Nach intensiven Gesprächen mit dem Amt konnten die Kindlers schließlich eine Innendämmung für die Wohnräume, den Ausbau des Spitzbodens sowie die Optimierung der Raumfolge im Erdgeschoss durchsetzen.

Nachher: Ein Wohnzimmer wie ein Wintergarten

Das Wohnzimmer hat eine Glasfront, die dem Raum das Flair eines Wintergartens verleiht. Die ursprünglich einfach verglasten Kastenfenster wurden eins zu eins nachgebaut, die äußeren doppelt, die inneren, originalgetreu, einfach verglast - ein immenser Kostenfaktor. Außerdem verpassten die Kindlers den Außenwänden ihrer neuen Bleibe eine fünf Zentimeter dicke Kokos-Innendämmung.

Rückzugsort unterm Dach

Das Refugium im Spitzboden ist Eva Kindlers Lieblingsraum, dort entspannt sie oder macht Yoga-Übungen. Der Raum unterm Dach, der vorher nicht ausgebaut war, ist jetzt über eine neue Treppe zu erreichen. Wo früher eine Dachluke war, ist heute eine Glasscheibe mit Bau-Fundstücken eingebaut.

Eine Höhle unterm Dach für die Kinder

Das halbe Dach wird von den Kindern Vica und Toni bewohnt - auch im Zelt. Es wurde mit einer Zwischendämmung isoliert und neu gedeckt.

Küche und Esszimmer zusammengelegt

Küche (rechts) und Esszimmer sind heute ein Raum. Was aussieht wie ein Wandvorsprung, ist eine im Stil des Hauses nachgebaute Speisekammer bestehend aus einem Rahmen mit Bretterfüllung. Die Tapete am Esstisch hatten die Kindlers bereits in ihrer alten Wohnung.

Schönes Detail im Badezimmer

Im Bad des Dachgeschosses liegt das Waschbecken auf einem Hobelbank-Blatt - eine Hommage ans Handwerk.

Wie beim Original: Holzbaukunst im Treppenhaus

Das Treppenhaus des einstigen Sommerhauses wurde original restauriert, durfte allerdings aus Denkmalschutzgründen innen nicht wärmegedämmt werden.

Ein Garten mit Gästehaus

Im 2000 Quadratmeter großen Garten steht ein Pavillon, der als Gästezimmer genutzt wird. Hier hat Thomas Kindler auch eine Werkstatt - seinen Lieblingsort. Dahinter liegt ein Bauerngarten.

Bauherren:

"Haben wollen!", war das erste, was Thomas Kindler beim Anblick des Holzhauses am Waldrand dachte. Und überzeugte seine damals hochschwangere, eher skeptische Frau Eva so sehr mit seinem Enthusiasmus, dass sie einwilligte.

Das Paar wollte von Berlin zurück ins Ruhrgebiet ziehen, wo beide geboren worden sind. Das 1910 erbaute Holzhaus "Waldfrieden" war das einzige Haus, das sie sich im Internet ausgeguckt hatten - ein Volltreffer.

Unterstützt vom Berliner Architekten Achim Spindler statteten sie das Haus mit neuen Fenstern, moderner Haustechnik und einem neuem Dach aus - und retteten es so in die Zukunft.