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Vorher-Nachher auf einen Blick: Ein Einfamilienhauses wird verdoppelt

Das abrissreife Siedlungshaus aus den sechziger Jahren bot einer fünfköpfigen Familie aus Lübeck nicht genügend Platz. Die Hausverdopplung ergab sich aus der länglichen Grundstücksform, die bis zum Ufer der Wakenitz reicht. Ohne groß in die Architektur des alten Hauses einzugreifen, entstand ein Anbau, der sich der Form des Siedlungshauses anpasst. Der Altbau wird mit dem Neubau durch eine Glasfuge verbunden, die viel Licht in beide Hausteile bringt. Eine funktionale wie ästhetische Lösung. Weiterer Pluspunkt des Umbaus ist die bessere Dämmung, die bis zu 65 Prozent Energie spart.

Vorher: Zu kleines Siedlungshaus

Das einfache Siedlungshaus aus den sechziger Jahren erforderte erhebliche Umbauten für die junge Familie mit drei Kindern. Trotz seines schlichten Charmes wurde es aus Vorsichtsmaßnahmen zum Abriss freigegeben. Ein Altbau birgt zunächst immer ein unkalkulierbares Risiko. Deshalb ist es dringend ratsam, vor dem Kauf oder Umbau eine endoskopische Untersuchung durchzuführen. Feuchtigkeit, Schwamm-, Pilz- oder Holzbockbefall sind nicht immer sofort sichtbar.

Nachher: Hausverlängerung

Das längliche Grundstück inspirierte den Architekten dazu, den Umbau als Hausverlängerung zu planen. Durch eine Glasfuge verbunden, verlängert der Anbau harmonisch das alte Haus, das eine große Küche, ein Gästezimmer und drei Kinderzimmer in der ersten Etage unterbringt. Im Neubau liegen ein großes Wohnzimmer und das Schlaf- und Arbeitszimmer der Eltern. Das Haus ist überall freundlich hell. Eine von zwei Garagen wurde abgerissen, um für die neue Küche einen Ausgang zu schaffen.

Mehr Licht im Altbau

Dank der Glasfuge, die mit einer Toleranz von fünf Millimeter eingebaut wurde, fällt mehr Licht ins Innere des Hauses.

Arbeitszimmer im Dachgeschoss

Unterm Spitzdach über dem Elternschlafzimmer ist der Arbeitsraum geplant. Durch das einströmende Licht der Glasfuge ist der Dachraum besonders gut dafür geeignet. Die ehemalige Außenwand wurde mit einer Seife gereinigt, die auf der Oberfläche eine Schutzschicht bildet.

Treppenhaus

Das kleine Treppenhaus befindet sich zwischen Alt- und Neubau und besitzt daher die gleiche Breite wie die Fuge. Hier wird der Übergang zwischen Alt und Neu besonders gut sichtbar. Das Fenster im alten Haus gibt den Charme des Siedlungshauses wieder. Ein kleiner Steg im Dachgeschoss verbindet beide Häuser miteinander.

Alt- und Neubau

Der Blick von der Terrasse zum Eingang: rechts, zwischen den beiden Gebäuden, das Treppenhaus, dahinter die Küche, zur Straße ein Gästezimmer. Der Anbau liegt fünf Stufen niedriger als der Altbau, weil das Grundstück Gefälle hat.

Helles Wohnzimmer

Von der rückwärtigen, hausbreiten Glasfront schaut man in den Garten. Als Raumteiler im großflächigen, offenen Wohnzimmer dient ein eingebauter Kamin. Der lichtdurchflutete Raum wirkt warm und freundlich.

Terrasse als Verlängerung des Wohnzimmers

Die Terrasse fungiert als Verlängerung des Wohnzimmers. Wegen der Fensterfront zum Garten wurden aus statischen Gründen zwei Stahlträger an den Ecken des Hauses angebracht. Die Rahmenkonstruktion ist aus Holz und die schweren Ziegelsteine kamen als Verblendungswerk zum Einsatz.

Badezimmer unter der Gaube

In der verbreiterten Gaube des alten Hauses wurde das große Bad der Familie eingerichtet. Die eingebaute Wanne greift den eckigen Baustil auf und fügt sich so harmonisch ins Gesamtbild ein.

Bauherren: Begeisterte Bauherren

Die Bauherrenfamilie Peter Gerke und Anne Helling war sich einig: Die ruhige Lage und das in sich schlüssige Hauses gefiel beiden, sodass sie das abrissreife Siedlungshaus erhalten wollten. Peter Gerke: "Wer so ein altes, für seine Zeit typisches Haus kauft, der trägt auch Verantwortung." Der Lübecker Architekt Tobias Mißfeldt, der auch die Bauleitung übernahm, stimmte sich mit der Familie, die den Umbau aus der Ferne verfolgte, per Fotos, E-Mail und Telefon ständig ab. Erleichterung stellte sich bei der Familie erst ein, als sie wie geplant nach nur vier Monaten Umbauzeit einziehen konnten. Richtig begeistert waren die Bauherren aber, als sie erlebten, wie viel Licht durch die ein Meter breite Fuge ins Innere des alten Hauses fiel.

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