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Vorher-Nachher auf einen Blick: Künstlerdorf in Belgien

Das Haus in der Nähe der belgischen Stadt Gent gefiel sofort. Einziges Problem: Für die fünfköpfige Familie war das ehemalige Gärtnerhaus im Künstlerdorf St. Martens-Latem zu klein. Die lösende Idee: Um mehr Platz zu gewinnen, bauten die Besitzer neu an. Diese Anbauten sind aber nicht modern, sondern bewusst im Stil eines englischen Pfarrhauses, eines Fachwerkhauses und eines flämischen Bürgerhauses gehalten.

Vorher: Haus mit Waldgrundstück

Weiß geschlämmt, mit rotem Dach und grünen Fensterläden – das ehemaliger Gärtnerhaus war im typischen Stil der Malerkolonie St. Martens-Latem errichtet. Was einst Keimzelle des belgischen Impressionisten war, ist heute ein mondäner Villenvorort von Gent.

Ein solches Haus mit Waldgrundstück wie das der Familie Cole ist daher ein seltener Glücksfall. Um es jedoch für die fünfköpfige Familie bewohnbar zu machen, musste mehr Raum geschaffen werden.

Nachher: Neues auf Alt gemacht

Eine harmonische Einheit bilden das kleinere Gärtnerhaus und der neue englische „Pfarrhaus“-Flügel. Dank perfekt ausgewählter Materialien und Farben ist nicht zu erkennen, dass zwischen ihrer Errichtung etliche Jahrzehnte verstrichen sind. Dahinter liegen noch ein Anbau im Stil eines Bürgerhauses aus der Renaissance sowie ein flacheres Fachwerkhaus. Der Clou des Ganzen: Was von außen wie ein gewachsener Weiler aus mehreren Gebäuden wirkt, ist im Innern ein gut funktionierendes Einzelhaus.

Hell auch in kleinen Räumen

Das Gärtnerhaus hat auch nach den Renovierungsarbeiten seinen kleinteiligen Charme bewahrt. Trotz kleinerer Räume wirkt hier dank Sprossenfenster und des weißen Anstrichs der Holztreppe alles modern und lichtdurchflutet.

Kochen zwischen Stahl und Eiche

Tradition und Technik vereinen sich in der gemütlichen Küche. Die Schränke haben Fronten aus gebleichter Eiche, die nicht nachdunkelt. Alle Einbauten sind dabei Selbstentwürfe der Bauherrin. Von ihr stammt auch Geweihkronleuchter über dem Tisch. Dieser verleiht der Küche ihren rustikalen Charme.

Blauer Anstrich sorgt für Atmosphäre

Die Wände im Gästezimmer sind dunkelblau lasiert. Der tiefdunkle Ton verströmt eine wohlige Stimmung und bringt gleichzeitig die weißen Möbel, das Bett und Accessoires an der Wand zum Strahlen. Besonderheit: Ohne den Raum verlassen zu müssen, können Gäste hier ein entspannendes Bad in der großen, eingebauten Badewanne nehmen.

Miteinander verbundene Häuser

Der Salon erstreckt sich über die ganze Breite des im englischen Stil errichteten Pfarrhaus-Anbaus. Um in den neu geschaffenen Komplex unbeschwert wohnen zu können, gibt es zwischen den einzelnen Gebäuden immer wieder Durchgänge. So fällt auch vom Pfarrhaus-Salon der Blick durch eine Tür ins Esszimmer des Gärtnerhauses – der „Keimzelle“ des gesamten Anwesens.

Bauherren: Gelungener Anbau

Der Ort gibt den Stil vor – so lautet das Credo der Bauherrin und Innenarchitektin Annick Colle. Und wie sie auch bei ihren Kunden darauf achtet, keinen Stilbruch zu begehen, setzte sie dies auch beim eigenen Heim um. Kein moderner Glas-und-Stahl-Anbau sollte daher das Bild des einstigen Gärtnerhauses in der Künstlerkolonie stören.

Colle entwickelte daher mit zwei Architekten die Idee eines Gebäude-Ensemble. Damit vereinte sie Bauten, die nach ihrem Empfinden für Lebensqualität stehen wie Höfe, Renaissancebauten und Herrenhäuser. Entstanden ist ein gut miteinander harmonisierender Gebäude-Mix, den nun die fünfköpfige Familie bewohnt.