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Vorher-Nachher auf einen Blick: Modernität durch Farben und Materialien

Wer ein altes Palais vom Anfang des 20. Jahrhunderts umbaut, braucht Mut. Den hatte die fünfköpfige Familie Hotze, als sie das Gebäude im Frankfurter Stadtteil Höchst in ihr neues Domizil umwandelte. Eine Renovierung im großen Stil stand für das Gebäude mit wechselhafter Vergangenheit an. Wie sie schnell merkten, mussten sie dabei jeglichen Historismus vermeiden, um später nicht im Museum zu wohnen. Mit neuen Farbwelten und Materialien schafften sie es.

Vorher: Haus war in zwei Hälften geteilt

Die Geschichte des Hauses ist bewegt wie turbulent. 1922 als Offizierscasinos für die französische Kontrolle des Rheinlandes erbaut, wechselten die Nutzungsarten nach dem Zweiten Krieg häufig. Selbst als Finanzamt oder gar als Tanzschule diente das Haus immer mal wieder.

Es verwundert daher nicht, dass vor dem Kauf der Garten verwildert war und im Inneren die verschiedenen Nutzer unschöne Spuren hinterlassen hatten. Außerdem war das Haus praktisch wie rechtlich in zwei Hälften geteilt. Damit ein sinnvolles Wohnen hier wieder möglich sein konnte, musste all dies in Angriff genommen werden.

Nachher: Farbkonzept aus Grau, Braun und Weiß

Beim Umbau sollte vor allem das imposante Flair der hohen Räume erhalten bleiben. So wurden die alten Holztüren, die Fensterfassungen und auch das Parkett renoviert.

Dem gegenüber setzten die Bauherren bei den Arbeiten viel modernere Farbwelten und Materialien, als sie einst im Haus genutzt wurden. Außerdem ließen sie Mauern durchbrechen, das Dach entkernen und die Küche verlegen.

Heute zieht sich ein moderner Dreiklang aus Weiß, Steingrau und Brauntönen durch die drei Stockwerke. Im Dachgeschoss haben sich die Bauherren dabei rund um Bett und Bad eine fast meditative Rückzugswelt mit Souvenirs aus ihren Afrika-Urlauben gebaut.

Klare Formen im Haus

Das durch wechselnde Nutzungen lange Jahre zweigeteilte Haus wurde wiedervereint. Wo früher Mauern standen, gliedern heute nur noch schlichte Rauchglastüren den durchgehenden Salon.

Die Jugendstilleuchte an der Decke, etwa so alt wie das Haus, ist ein Flohmarktfund der neuen Bewohner. Diese entschieden sich in der Umbauphase für eine stärkere Betonung der Modernität durch die Einrichtung. Klares Statement dazu: die zwei Barcelona-Sessel von Mies van der Rohe aus Leder und Stahlbänder.

Gebäudeteile wieder verbunden

An der Stelle, wo das Verlegemuster des Parketts wechselt, verlief früher die praktische und rechtliche Trennung des Hauses. Heute ist wieder alles geeint. Als optischer Gegenpol zu den historischen Räumlichkeiten haben die Bauherren das graue Loungesofa und die Kunststoff-Schrankwand als Mobiliar ausgesucht.

Edle Küche

Der neue Kochbereich wurde beim Umbau direkt vor die Terrasse verlegt. Zwei bis auf den Boden verlängerte Fenster dienen hier als Durchgang nach draußen. In der Mitte des Raums befindet sich ein neuer Gasherd, den moderne Fronten aus Nussbaum umschließen. Große mit braunem Leder bezogene Barhocker machen dabei aus diesem Küchenblock eine elegante Sitzecke.

Bauherren: Wohnen auf einer Baustelle

Tapfer war die Familie Hotze. Noch als die Mauern durchbrochen wurden, wohnten sie schon in einem Teil des Hauses. Provisorisch eingesetzte Gipswände hielten Lärm und Schmutz nur wenig fern.

Die Geduld hat sich gelohnt, heute genießt die fünfköpfige Familie die stilvolle Atmosphäre um sie herum. Dass die Räumlichkeiten mal Soldaten beherbergt haben, mag man gar nicht mehr glauben.

Auch für die Zukunft ist schon vorgesorgt. Sollte das Haus einmal durch den Auszug der Kinder zu groß werden, können die Eltern auch nur ein Drittel bewohnen und die beiden anderen Etagen vermieten.